Das waren die Berlin Open 2018

Es sollte etwas kleiner werden, als letztes Jahr die EM in Berlin. Trotzdem gab es 73 Starts aus ganz Europa, wie Anika – Herrscherin über alle Anmeldungen stolz melden konnte. Die Teilnehmer*innen kamen aus Ungarn, Polen, Russland, UK, Frankreich, Niederlande, Schweiz, Dänemark, Finnland und natürlich aus Deutschland. Von da waren zahlreiche Städte vertreten – alte Equality-Tanz-Hochburgen sowie eher unbekanntere hot spots: Von Greifswald, Norderstedt, Münster, Krefeld, Köln, Aachen, über Ulm, München, Fürth bis nach Hannover – und natürlich Berlin.

Das Turnier begann schon am Freitag nicht nur mit fleißigem Einkaufen, Aufbauen, Tütenpacken usw., sondern auch mit Eintanzen – in toller Atmosphäre geleitet durch Holger Wenzel – bei dem sich schon allein mit pinkballroom-Beteiligung fünf Spontan-Kombinationen ergaben. Das freut die Ausrichter*innen. Danach gab es noch in gewohnter Manier pinkenen (oder pinkenden oder oder) Karottenkuchen, Sekt und O-Saft. Das schöne Wetter ermöglichte gemütliches Zusammensein auf der Terrasse in der warmen Abendsonne.
Am nächsten Morgen fanden sich alle in einem von Jürgen Beier, wie immer, liebevoll dekorierten pinkenen und pinkenden und noch mehr pinkeren Saal ein. Es ging auch pünktlich los mit dem großen Feld der Frauen Standard (31 Paare) und dem eher kleinen Feld der Herren Latein (8 Paare). Aber letzteres dafür – hey, hey – wieder mit pinkie-Beteiligung!!!

Doch dann machte der Computer dem ordnungsgemäßen Turnierablauf erst einmal einen Strich durch die Rechnung. Nach dem die Ergebnisse der Sichtungsrunden fertig eingegeben waren, sagte das Programm plötzlich „ätsch“ (oder so ähnlich) und nichts ging mehr. Eigentlich war die Turnierleitung sich sicher, dass wenigsten die Paare der D-Klasse Frauen richtig zugeordnet werden konnten. Doch als das Finale gerade beendet war, stellte sich heraus, dass doch ein Paar fehlte und somit musste es wiederholt werden. Die Turnierleitung entschuldigte sich bei dem Paar mit zwei Trost-Bärchen. Danach blieb das Turnier von weiteren Pannen zum Glück verschont.

In der D-Klasse Frauen Standard tanzten Kornelia Hintz & Stefanie Fichter auf den 6. Platz. Die noch sehr neue Paar Konstellation Mareike Himme & Monique Gärtner nutzen jede Runde als Training und konnten sich immer weiter verbessern, so dass sie am Ende die Klasse gewinnen konnten und sogar in der C-Klasse noch den geteilten 7.-8. Platz erreichten. Ebenfalls auf diesem Platz lagen Sophia Arkenstette & Angela Fischbeck. Die Spontan-Kombination Iris von Wedel & Sigrid Dorschky (Tanzart Hannover) schaffte es gleich nach der Sichtungsrunde in die C-Klasse. Sie beendeten das Turnier auf dem 10. Platz. Ebenfalls erst kurz vor dem Turnier vermittelt, tanzten Britta Paetsch & Penny Johnson (London, UK) auf den 5. Platz in dieser Klasse. Aufs Treppchen schafften es die weitere spontane Partner*innenschaft Simone Britz & Martina Heise (TSC Mondial Köln) mit dem 2. Platz. Den Sieg sicherten sich Kerstin Hübner & Kathrin Raithel, die sich ebenfalls erst am Freitag zusammentaten. Sie konnten in der B-Klasse noch einen 11. Platz erreichen. In der A-Klasse freuten sich Kerstin Kallmann & Cornelia Wagner in echter Traditionspartner*innenschaft über Platz 4. Den bronzenen Treppchenplatz erreichten Tania & Ines Dimitrova, die damit Berliner Meisterinnen wurden. Das Turnier gewannen zum 15. Mal Caroline Privou & Petra Zimmermann.

Bei den Herren Latein erreichten Mark Haps & Kai Vetter souverän die A-Klasse und belegten dort als Berliner Meister den 2. Platz hinter den Polen Rafael Chmiela & Grzegorz Dyrda.

Mit einer halben Stunde Verspätung ging es in die Nachmittagsveranstaltung. Bei den Herren Standard (16 Paare) freuten wir uns, Thomas Symalla & Holger Walther wieder am Start zu sehen. Sie gewannen die D-Klasse und erreichten in der C-Klasse Platz 6. Noch eine unerwartete Paar-Neu-Kombination formierte sich am Freitag: Otfried Wolf & Holger Wenzel (beide verletzungsgeplagt) trotzten allen Fuß- und Knieproblemen und kämpften sich bis in die B-Klasse auf Rang 6 vor und wurden damit Berliner Meister. Auch dieses Turnier gewannen Rafael & Grzegorz.
Bei den Frauen Latein waren 18 Paare am Start. In der D-Klasse belegten Sophia & Anita Kozma (Charme Hungary) den 5. Platz. Direkt davor platzierten sich Britta & Penny, die sichtlich viel Spaß miteinander hatten und dabei toll aussahen. In der C-Klasse ging Rang 4 an Kerstin Hübner & Monique Gärtner; aufs Treppchen schafften es auf Rang 3 Simone Britz & Claudia Lichnofsky. In der B-Klasse gab es ebenfalls eine Bronzemedallie für Melanie Braune & Stefanie Siebels. Die Silbermedaille erhielten Anika Lautenschläger & Ulrike Gutewort. In der A-Klasse kam Kerstin & Conny aufs Treppchen mit Rang 3. Davor platzierten sich als Berliner Meisterinnen Ulrike Hesselbarth & Kristin Marunke, die sich in einem spannenden Wettstreit den Finninnnennnennenn Santra Rinne & Piia Korpi (Dance Club Vakita) geschlagen geben mussten.

Am Ende des Turniers wurden dann noch die Schleifen des „Rosa Bandes der Spree“ und des „Lila Bandes der Spree“ vergeben. Wie auch schon im Jahr 2016 durften Rafael & Grzegorz und Kerstin & Conny gemeinsam aufs recht enge, aber dafür hohe Treppchen. Eine schöne Belohnung für die müden Füße. Nachdem alle Bärchen und Medaillen sowie Sieger*innen-Schuhbürsten verteilt wurden, konnten wir auf ein doch recht erfolgreiches Turnier zurückblicken. Die Helfer*innen hatten einen guten Job in der Vorbereitung der Veranstaltung gemacht. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Computer, konnte das Turnierbüro dann ohne weitere Zwischenfälle entspannt arbeiten. Durch den gesamten Tag fühlten sich Tanzende und Zuschauende von den Moderator*innen Boris Ostrowski & Lady Olivia gut begleitet. Das internationale Wertungsrichter*innen-Team hat nicht nur seinen „Job“ gemacht, sondern mit guter Laune und positiver Stimmung zur tollen Atmosphäre beigetragen.

Am Ende des Tages wurde natürlich noch bis spät in die Nacht getanzt zu Klängen aus dem Pult von Lady Olivia. Da freuten sich alle, die bislang nur der schönen Turniermusik von Jens-Uwe Pohl (Vormittag) und Andrea Schlinkert (Nachmittag) lauschen durften. Manch eine*r war aber vielleicht doch auch erleichtert, erst jetzt im abgedunkelten Raum ohne Beobachtung zu schwofen, war doch der eine oder andere Titel, der im Wettbewerb gespielt wurde, ganz schön anspruchsvoll.

Für den Sonntag am Morgen haben Mel & Kornelia mit dem Helfer*innen-Team nicht nur alle wichtigen Dinge für einen gelungenen Brunch organisiert, sondern auch das passende Wetter bestellt. Wie jedes Jahr konnte daher ausgiebig auf der Terrasse gefrühstückt und über den vergangenen Tag geplauscht werden. Zum Glück hatten frisch gebackene Eltern auch Sonnencreme für die kleinen und nicht mehr so ganz kleinen Frühstücksgäste dabei. Unser herzlicher Dank auch noch an alle, die extra früher zum Abbau aufgestanden sind, um das Sportzentrum rechtzeitig für nachfolgende Kurse freizumachen.

Ergebnislink
Tolle Fotos von AR-Fotografie
Programmheft
Cornelia Wagner & Kerstin Kallmann

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