Ergebnisse der Pinkies bei der EC 2017

Gastgeber Deutschland hatte nicht nur das größte, sondern auch das stärkste Team am Start und sicherte sich unter anderem sämtliche EM-Titel bei den Frauen.  Auch die Berliner Tänzer_innen  sammelten zahlreiche  Medaillen und konnten u.a. durch das Erringen dreier EM-Titel ihre Position als Nr.2 in Europa (hinter Köln und vor London)  festigen. Insgesamt über alle Klassen hat pinkballroom 16 Medaillen erhalten und auf die Treppchenplätze bei der EC-Wertung (also nur die Wertung der höchsten Klassen kamen folgende Pinkie-Paare und -Gruppen:

Dan&Moni

Dan & Moni (Foto: Jürgen van Buer)

  • Frauen Hauptgruppe Latein: Hesselbarth, Ulrike/ Marunke, Kristin: 3. Platz
  • Frauen Hauptgruppe Kombination: Kerstin Kallmann/ Cornelia Wagner: 2. Platz
  • Frauen Seniorinnen Standard: Weber, Daniela/ Schmitt, Monika: 3. Platz (EM-Wertung)
  • Showdance Teams: revue en rose (Trainerin: Gabriella Davis): 1. Platz & The Pink Unicorn (Trainer: Gergely Darabos): 3. Platz
  • Showdance Paare: Mark Haps/ Kai Vetter: 2. Platz

Aber nun noch mal von vorne: Wir hatten eine Einsteiger-Workshopreihe organisiert, um unsere noch nicht erfahrenen Turniertänzer_innen fit zu machen für ihren Turnierstart. Diese waren so fit, dass sie insgesamt 4 Medaillenplätze erzielten! Außerdem haben sich einige Paare noch spontan zusammengefunden bzw. sich spontan eine Zweit- oder Drittpartnerin zugelegt, während andere krankheits-, schwangerschafts- bzw. unfallbedingt ausfielen (Stefan & Gordon, Tania & Ines, Simone Britz & Carola-Doreen Frost/Claudia Lichnofsky). Es war also Einiges in Bewegung gekommen….

Sophia&Angela

Sohia & Angela (Foto: Jürgen van Buer)

Donnerstag startete es mit den Seniorinnen Standard. In der D-Klasse tanzten Maja Seidling / Brigitte Kudlek (Einsteigerinnen) auf den 3. und Iris v.Wedel / Dorothea Kohwagner (Einsteigerinnen) auf den 1. Platz. Im Finale der C-Klasse tanzten gleich drei Pinkie-Paare: Britta Paetsch / Simone Thurow (Einsteigerinnen in dieser Paarkonstellation) erreichten den 5., Sophia Arkenstette / Angela Fischbeck (fast Spontankombination) den 4. und Katrin Raithel / Beate John (fast Spontankombination) den 1. Platz. In der nachfolgenden B-Klasse überholten die beiden erst mal wieder ein paar Paare und landeten auf dem 8. Platz. Im Finale diese Klasse tanzten Antje Wähner / Elena Fröhlig (nicht ganz so spontane Kombination) auf den schönen 5. Platz, während  Monika Schmitt / Daniela Weber (Blau-Silber Berlin / pinkballroom) die B-Klasse gewannen. Im nachfolgenden A-Finale ertanzten sie sich den 4. Platz. Da ein Paar aus den USA dort mittanzte, war es in europäischer Wertung der 3. Platz.

Eigentlich kann unsere Tastatur es schon fast von selbst: „Und Latein Männer wurde mal wieder ganz ohne Beteiligung der Pinkies ausgetragen“… aber dieses Jahr war alles anders… Adsai Chang / Simone Biagini (Einsteiger) tanzten im Finale der Senioren in der B-Klasse auf den 7. Platz!

Kerstin&Janine

Kerstin & Janine (Foto: Jürgen van Buer)

Nachmittags starteten dann die Frauen Hauptgruppe mit Latein, dabei waren 8 Starts von pinkballroom. Katrin Rosa Purschke / Sophia Arkenstette tanzten auf den 13. Platz in der C-Klasse. In die zweite Zwischenrunde tanzten Kerstin Hübner / Janine Kirsch und dort auf den 9./10.Platz sowie Regina Remski / Claudia Neidig auf den 8. Platz. Melanie Braune / Stefanie Siebels (letztere Einsteigerin) tanzten im Finale auf den 3. Platz. Einen Platz besser wurden Melani Duranic / Tatjana Mayer bewertet, die als Spontankombination starteten und das Training im Turnier sehr effizient zu nutzen wussten, d.h.jede Runde besser wurden. Anika Lautenschläger / Ulrike Gutewort hatten offensichtlich das Finale selbst gebraucht, um in Schwung zu kommen. Sie wurden mit jedem Tanz einen Rang besser, und am Ende reichte es für den 2. Platz.  In der A-Klasse verpassten Kerstin Kallmann / Cornelia Wagner – teilweise frisch aus der so genannten Baby-„Pause“ kommend – mit dem 8. Platz das Finale. Dort konnten Ulrike Hesselbarth / Kristin Marunke das Duell um den 3. Platz für sich entscheiden und standen somit auf dem pinkenen Treppchen. Bei den Männern starteten diesmal alleinig Adsai Chang / Simone Biagini in der Standard-Sektion für pinkballroom und kamen in der C-Klasse auf den 9. Platz.

Am Samstag (der Bericht von dem so anderen Freitag s.u.) im Seniorenturnier Standard erreichten  Adsai Chang / Simone Biagini die B-Klasse und erreichten dort den 3. Platz (in der europäischen Wertung den 2. Platz). Jetzt wird es kompliziert: Da in der B-Klasse vor den beiden ein Paar aus USA war, und das Siegerpaar in der A-Klasse mittanzten, die nun aus insgesamt 5 Paaren bestand, haben die beiden in der europäischen Gesamtwertung den 6. Platz erreicht (sie sind also damit das 6. beste europäische Paar Senioren Standard Männer!). Unter den Latein-Seniorinnen startete Claudia Wolf mir ihrer Spontanpartnerin Sibylle May aus Düsseldorf. Die beiden gewannen mal einfach die C-Klasse und wurden dann 6. in der B-Klasse.

Antje&Susan

Antje & Elena (Foto: Mandy Simon)

Nachmittags starteten dann die Hauptgruppen. Adsai & Simone mussten sich von ihren Erfolgen erholen und traten nicht an. Bei den Frauen traten die Paare von Donnerstag fast alle wieder an und wurden ergänzt durch die „Jungspunde“. Stefanie Fichter / Kornelia Hintz (Einsteigerinnen) tanzten im Finale der D-Klasse auf den 5. Platz. Anders noch als am Donnerstag wurden Iris v.Wedel / Dorothea Kohwagner gleich in die C-Klasse gesichtet. Dort tanzten sie in der 1. Runde auf den 28. Platz. Eine Runde weiter kamen Sophia Arkenstette / Angela Fischbeck sowie Claudia Wolf / Sibylle May und dort auf den 20. Platz bzw. 17.-18. Platz. Die urlaubsbedingte Spontankombination Melanie Braune / Kerstin Hübner tanzte in der 3. Runde auf den 6.-8. Platz (noch so eine besondere Situation: Weil 3 Paare die gleiche Kreuzchenzahl hatten, durften im Finale nur 5 Paare tanzen). Mareike Himme / Juliane Strohschein tanzten dann in diesem 5-er-Finale der C-Klasse auf den 2. Platz. In der B-Klasse erreichten Antje Wähner / Elena Fröhlig den 12. Platz, während Monika Schmitt / Daniela Weber diesmal mit dem 2. Platz vorlieb nehmen mussten. In der A-Klasse tanzten Kerstin Kallmann / Cornelia Wagner im Finale auf den 5. Platz (internationale Wertung) bzw. 4. Platz (europäische Wertung).

Und nun zu dem Freitag, der neben den 10-Tänze-Wettbewerben auch die Showtänze enthielt. Wie so häufig starteten zwei Pinkie-Paare in der 10-Tänze Hauptgruppe Frauen: Katrin Rosa Purschke / Sophia Arkenstette tanzten im starken Feld auf den 7. Platz und Kerstin Kallmann / Cornelia Wagner auf den 2. Platz.

Show_Aufmarsch_klein

Aufmarsch der Showtänzer_innen (Foto: Dante)

Bei den Showtänzen starteten zwei Showteams von pinkballroom, revue en rose von Gabriella Davis und pink unicorn von Gergely Darabos, sowie ein neues Showpaar, Mark Haps & Kai Vetter.

Es starteten drei Showpaare, von denen zwei erstmals Equality-Show tanzten. Beide machten ihre Sache gut, die Show von Mark & Kai war sehr energiegeladen und voller tänzerischer Highlights, während die von Mary & Carley eine bewegende Geschichte enthielt. Aber doch mussten sich die Neulinge den alten und neuen Showmeistern Sören & Bradley geschlagen geben, die mit ihrer Show in allen drei Wertungskriterien (Technische Ausführung, künstlerischer Ausdruck und Unterhaltungswert) gewannen. Für Mark & Kai wurde es der wohlverdiente 2. Platz.

Bei den Showteams geht eigentlich kein Weg an der Formation von den Swinging Sisters vorbei – wenn sie antraten, haben sie bisher immer gewonnen… keine Chance für niemanden, Perfektionismus pur! Und sie traten natürlich an… Das erste Showteam im Finale war pink unicorn. Welch ein Auftritt: 12 Freddy Mercuries zu sehr mitreißender Musik von Queen, das Tanzen perfekt auf diese Musik choreographiert, ganz wunderbare Effekte, eine super Show!!!! Der Saal tobte!!!! Pink unicorn hatte die Meßlatte hoch gehängt – sehr hoch. Danach folgte die Showgruppe Hips’n Wheels aus Hannover (1. TSZ im Turn-Klubb zu Hannover / TanzArt Hannover, unter der Leitung von Sigrid Dorschky), eine reine Frauengruppe, in der 3 Rollstuhltänzerinnen mittanzten, mit einer schönen queeren, eher ruhigen Show. Dann die Danish Dancing Queens (Kopenhagen, Leitung Gilles Hoxer). Erste Überraschung: Die Musik hatten wir gerade schon gehört, der Name Queen bezog sich nicht nur auf die Tänzer_innen. Aber die Show war total anders, sehr viel tänzerischer, weniger Show, weniger Effekte. Danach folgten die Pink Dancers aus London (Leitung: Ralf Schiller), wie die Swinging Sisters Urgesteine der Showgruppen. Diese tanzten sehr queer, sehr gefühlvolle Effekte, sehr professionell – ganz viel Erfahrung im Showtanzen war spürbar. Danach starteten die Favoritinnen, die Swinging Sisters unter der Leitung von Claudia Reger. Um den Wertungskriterien gerecht zu werden, haben sie für ihre Verhältnisse viel Showelemente eingefügt, und die waren stimmig, die 8 Paare eigentlich immer synchron, die Linien perfekt, das können nur die Swinging Sisters… auch hier tobte natürlich der Saal. Die letzte Showgruppe war revue en rose. Alle Tänzer_innen stellten ein anderes Land Europas dar und Andrea war Europa selber. Wer Gabriellas Shows kennt, weiß dass es eher „Wuselbilder“ sind, in der die Geschichten einzelner Tanzpaare sich immer wieder zu einer durchkomponierten Story der gesamten Showgruppe zusammenfügen. Spätestens beim Brexit war der Saal außer Rand und Band und die Engländer_innen weinten.  „Europa“ mühte sich nach dem Brexit sichtlich ab, ihren „chaotischen“ Haufen zusammenzuhalten: Krumme Linien, eingedellte Kreise…aber auch schön geschmissene Beine…so isses halt zu Hause in Europa…;-)

Die Siegerehrung war spannend, alle Gruppen haben eine engagierte Show gezeigt mit ganz besonderen Eigenheiten – wer wollte da schon Wertungsrichter_in sein….. Die Plätze 4 bis 6 waren vergleichsweise eng:

  • Platz Hannover
  • Platz Kopenhagen
  • Platz London

Die Plätze 3 bis 1 waren ebenfalls vergleichsweise eng. Der 3. Platz ging an die pink unicorns, die in allen drei Kriterien vorne dran waren. Während swinging sisters wenig überraschend bei der technischen Ausführung deutliche Ausreißer nach vorne hatte, hatte revue en rose diese beim Unterhaltungswert. Der Unterschied waren 3 Punkte von 160, aber revue en rose hatte gewonnen!

Alle Ergebnisse sind auf der DVET-Website zu finden. Die Ergebnisse des Grand Slam finden sich hier.

Henry hat fast alles gefilmt (DANKE!!!!): YouTube Channel „DVET_Video“

Fotos findet Ihr bei:

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