Gaygames-Tagebuch Valencia, Tag 4: Freitag, 03.07.2026

Während wir schreiben, ist es schon Samstag und wir sitzen im Zug nach Barcelona und machen nochmal Sightseeing vom Zugfenster aus auf die moderne Architektur und das Hafengelände von Valencia. Von Barcelona aus werden wir am Sonntag wieder nach Berlin fliegen. Eigentlich hatten einzelne schon vor, wahrscheinlich oder vielleicht noch am Freitag den Beitrag zu schreiben, aber die Gehirnzellen waren nach dem Tanzturnier in Streik oder Standby oder so getreten und es blieb der Computer auf dem Rücken im Rucksack.

Also von vorne: Wenn die Senior*innen unter uns gedacht haben, sie könnten am dritten Turniertag ausschlafen, weil das Turnier erst um 11:45 Uhr beginnt: Irrtum. Eintanzen gibt es nur von 9:20 bis 10:00 Uhr. Also doch um 7:00 Uhr raus, frühstücken und ab zur Halle. Dann Michael begrüßen und einchecken (der musste übrigens so früh raus, dass es im Hotel noch nichts zu essen gab – der arme Mensch). Zum Glück waren die Umkleiden groß und so konnten wir das Anmalen wenigstens in die Halle verlegen (inklusive des Teilens von Make-Up-Tipps mit den „revue en rose“ Tänzer*innen).  

Für die Pinkis starteten aber zunächst unsere Marathon-Tänzer* Guido & Leon, die es auch in 10-Tänze Hauptgruppe wissen wollten. Nur damit die Lesenden später nicht verwirrt sind: Am gleichen Tag fanden 10-Tänze Hauptgruppe und 10-Tänze Senior*innen für die Kategorien Frauen* und Männer* statt sowie Showgruppen, Formationsteams und Showpaare (getrennt nach Männern*, Frauen* und Senior*innen) und das alles ineinander geschachtelt. Ganz schön herausfordernd, den Überblick zu bewahren.

Die Halle war auch am vierten und letzten Turniertag gut gefüllt. Die erste Entscheidung war die der Showgruppen. Am Start waren neben unseren Pinkies noch die Pink-Dancers aus London. Auf den Straßen von Valencia wurde überall Werbung für den Bioparc (Zoo) gemacht, da hatten wir Tänzer*innen natürlich keine Zeit für. Das war aber gar nicht schlimm, denn die Pink-Dancers brachten uns diesen auf die Fläche: zu einem Medley von Tier-Songs wie „Who led the dogs out“, „I am like a bird“, „In the jungle“ erheiterten uns Zebra, Puma, Flamingo (bei der Siegerehrung natürlich standesgemäß auf einem Bein stehend), Chamäleon, Frosch, Rabe, Biene, Oktopus, Hase (oder war es ein Pudel?) und co. Die ältesten Tänzer*innen und Beobachter* fühlten sich an die „guten alten Zeiten“ mit Bradley & Sören und dem „Pink Pudel“ erinnert. Ach, Nostalgie ist doch was Feines. Wenn ich mal in einer Show tanze, möchte ich Schildkröte oder Pinguin sein. Die erwachsenste aller Tanzpartner*innen ist für solche Spielereien natürlich nicht zu haben, oder? Wer kann das noch toppen: Natürlich revue en rose. Unser Team war top vorbereitet, harmonisch, musikalisch und in den Formationselemente exakt. Nicht nur die Klamotten machten den Zusammenhalt und Teamspirit deutlich. Teamchefin Andrea gab in der Umkleide klare Anweisung und so waren alle zur richtigen Zeit am richtigen Platz und jede Bewegung saß. Eine stimmige Choreografie mit einer eindeutigen queeren Botschaft. Das beeindruckte Publikum und Wertungsgericht gleichermaßen. Gold für revue en rose! Herzlichen Glückwunsch an Markus Endrikat, Volker Haenschke, Stefan Hess, Kay Hübner, Claudia Lichnofsky, Katrin Raithel, Andrea Scalmana, Leon Strauß, die Trainerin Gabriella-Ann Davis sowie die Teamchefin Andrea Schlinkert. Nach 2018 in Paris also Titelverteidigung für unsere Showgruppe (in Mexiko 2023 gab es keine Teamwettbewerbe) – was für ein tolles Ergebnis.

Bei den Teamformationen starteten zwei amerikanisch Gruppen. Die Unterschiede der Darbietungen zu den Showgruppen waren für nicht eingeweihte Zuschauende kaum zu erkennen – die Wertungskriterien sind zwar die Gleichen, aber die Gewichtung ist unterschiedlich. „Gold und Silber“ (Vima Vice Squat) aus San Francisco setzten sich mit einer fröhlichen Latein-Kompilation durch. Dahinter platziert Rebel Motion, die in futuristischer Bekleidung (die cineastisch bewanderte Tanzpartnerin* vermutet eine Anlehnung an den Film „Dune“) einmal mehr deutlich machten, dass eine Gaygames-Teilnahme in jedem Alter und mit jedem Tanzvermögen möglich ist. Die tänzerischen Elemente waren eher unaufdringlich, die Tanzfreude dafür umso inspirierender. Vielleicht ein Zukunftskonzept. 😉

Bei den Showpaaren gab es sehr unterschiedliche Darbietungen. Sehr gut getanzte Latein-Formationselemente mit Hebe und Schwebe-Figuren, herzschmerzende Liebes-Rumba mit Regebogenfahne, freie Interpretationen von Latein inklusive Musical- und Entkleidungselementen, 10-Tänze-Oper und noch vieles mehr. Aber unser Herz eroberten mit ihrer unglaublich überzeugenden Darbietung und ihrem Mut sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen sowie des Ausnutzens aller Elemente, die die Musik zu bieten hatte Carley & Mary mit ihrer Hobby-Horsing-Show. (Nein, der Satz ist nicht zu lang!). Wir haben Tränen gelacht, uns gekringelt, unterm Stuhl gelegen usw. Angeblich gab es aber auch Menschen, die das nicht lustig fanden, komisch. War dann auch egal, welchen Platz sie damit machten.

Zurück zum ernsthaften Turniergeschehen. Etliche Paare hatten am vierten Turniertag doch ihre Meldungen zurückgezogen. Eigentlich waren fast nur noch diejenigen übriggeblieben, die sich Hoffnungen auf eine Medaille machten. Guido & Leon tanzten sowohl bei den Männern*, wo sie Platz 6 belegten, als auch bei den Senioren*, wo sie ihren Abschied von den diesjährigen Gaygames mit einer Bronzemedaille feiern durften. Kerstin und Conny tanzten Seniorinnen* 45+ und wurden – ne, nicht zum dritten Mal vierte, sondern diesmal dritte. So gab es am letzten Tag noch eine WM-Gold und zwei WM-Bronzemedaillen für pinkballroom.  

Das Orga-Team „Tanzen“ um Tom und Isaac hatte nach dem Turnier noch nicht genug. Es gab einen stimmungsvollen Ball mit Auftritten der Weltmeisterinnen*. von dem wir hier nur mit Bildern anderer Tänzer*innen berichten können. Denn wir mussten noch „Turbo Sightseeing“ in der Altstadt von Valencia machen. Folgende Erfahrungen können wir davon weitergeben: Eis Essen bei mehr als 32 Grad Außentemperatur ist eine kleckrige und klebrige Angelegenheit (ist dann mehr warmen Milchshake löffeln), Valencia hat dicke Türme, große Kirchen, Marmorböden auf Plätzen und in Gassen, ein paar Fliesen an Häusern und schöne Parks. Die Altstadt nutzten Touris und Einheimische gleichermaßen. Trotz des Trubels gibt es nette und ruhige Restaurants. Auch Spanier*innen können gut Pasta zubereiten. Im Bus trafen wir dann noch Karate-Kämpferinnen* aus München, die dachten wir würden Bogenschießen betreiben (Also wirklich! Fast hätten wir sie im Gegenzug gefragt, ob sie Schach spielen😉).

Zuletzt war da noch die Sache mit dem Strand. Seit den Eurogames 2008 in Barcelona (es waren unsere ersten) möchte die hydrophile Tanzpartnerin nach dem Turnier an den Strand. Nun, gesehen haben wir den Strand von Valencia eben erstmals von weitem aus dem Zugfenster….

Zurück zum Thema: Das waren schöne Gaygames und eine sportlich wie auch organisatorisch großartige WM. Allen daheim gebliebenen empfehlen wir: Trainiert für Cardiff 14-17. Juli 2027, das lohnt sich.

Dank für die Fotospenden geht an Markus, Michael, Michael (Stuttgart), Claudia, Claudia und Katrin. Text: CW. Strenge Aufsicht, Textverbesserungen und deutsche Sprache: KK.

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Gaygames-Tagebuch Valencia, Tag 3: Donnerstag, 02.07.2026

Und täglich grüßt das Murmeltier: 6:00 Uhr Wecker – Bääähhh, 6:45 Uhr Haare schön, 7:00 Uhr Frühstück, 8:00 Uhr Farbe im Gesicht, 8:30 Uhr „Guten Morgen“ mit Michael am Check-In, 9:30 Uhr Einmarsch?! – Nein, an Tag drei schon eingespart. Dafür geht es direkt los mit zwei Heats Sichtung für 22 Seniorinnen* Standard! Mehr Zeit war nicht drin. Mit dabei Kay & Claudia, Katrin & Katrin sowie Kerstin & Conny. Die Pinki-Seniorinnen* verteilen sich strategisch über alle drei Klassen.

Als erstes starten Kay & Claudia in der C-Klasse. Sie durchtanzten mühelos das Semi-Finale, und genauso mühelos das Finale, das sie gewannen. Von Herzen freuten wir uns – zusammen mit dem gesamten Saal – mit den beiden. Was für einer gelungener Wiedereinstieg ins Turniertanzen nach längerer Pause.

In der nächsthöheren Klasse tanzten Katrin & Katrin souverän durch das B-Finale. Sie konnten einige Paare hinter sich lassen, die am Vortag noch vor ihnen lagen und belegten den 4. Platz. Für Kerstin und Conny läuft es – wie gestern – gut: Sichtung A-Klasse, Finale Platz 4. Schön war es auch wieder.

Nur wenige Frauen*-Paare nutzen die Möglichkeit Open mitzutanzen, denn das Turnier ist Männer*-Paar freundlich ausgestaltet: Zwischen den Männer* und den Open-Turniere der gleichen Sektion liegt immer ein Tag, während die Frauen*-Paare Open am Vormittag und die Hauptklasse am Nachmittag tanzen müssten. D. h. die Open-Turniere sind eigentlich Männer*-Turniere ergänzt um ein paar wenige gemischtgeschlechtliche Paare, sichtbarer Trans-Pride (in Form von Schleiern, Röcken, Blumen …) und ein paar wenige Frauen*-Paare. Schade, dass gerade diese Paare dann oftmals nicht in die Finals kamen.

Am heutigen Tag wollen es Katrin & Katrin aber wissen. Sie tanzen direkt im Anschluss an die Senior*innen-Standard nochmal Open 45+. Hier drehten die beiden dann richtig auf und konnten sich eine Silbermedaille in der B-Klasse ertanzen.

Am Nachmittag müssen wir wieder wenigstens kurz an die Luft, denn in der Halle ist es zwar schön kühl, aber auch ganz schön dunkel -sogar ohne Sonnenbrille. Das macht auf Dauer schläfrig. Pünktlich zu den Finals sind wir wieder da. Von der Tribüne aus sehen wir im Finale der B-Klasse Männer* Standard Guido und Leon strahlen. Sie überzeugen mit Geschwindigkeit (vor allem Quickstep) und Textsicherheit (vor allem Guido). Sie erreichen im starken Finale Platz 4. Das ist zwar knapp an einer Medaille vorbei – wir kennen das – aber das sollte die Zufriedenheit mit der Leistung nicht schmälern.

Die A-Klassen Männer* Standard und Frauen* Latein sind zwar nicht so groß wie am Vortag, jedoch ebenso sehenswert. Insbesondere wird die Geduld der Finalist*innen zum Teil erheblich auf die Probe gestellt. An allen Turniertagen wird auffällig viel langsame Musik gespielt. Jedoch der Wiener Walzer für A-Männer*, wie auch die Rumba für A-Frauen* verlangen den Paaren schon arg viel ab.

Was wir aus den A-Finals lernen: Geschwindigkeit ist keine Domäne der Männer*-Paare, auch mit 45+ kann Frau noch unglaublich gut im A-Final mithalten, goldene Jackets dürfen außer Wertungsrichter*innen auch ausgewählt schön tanzende Tänzer* anziehen, Führungswechsel sind international „In“.

Eigentlich hätte es ein schöner Abend werden können. Wir finden noch ein tolles Restaurant in unserer Lieblingsgegend in Russafa und treffen uns mit mutigen Gaygames-Teilnehmenden, die um 20:00 Uhr am 5 km Lauf teilgenommen haben. Wäre da nicht, ja wäre da nicht … Der bewegende Abschied von Rafael Chmiela & Grzegorz Dyrda gewesen. Mit bewegenden Worten beenden beide ihre Tanzkarriere. Wir können uns Männer* Standard und die Berlin Open ohne die beiden überhaupt gar nicht vorstellen.

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Gaygames-Tagebuch Valenica, Tag 2: Mittwoch 01.07.2026

Egal, wann wir zur Halle kommen – einer ist schon da: Michael Mews ist alle vier Tage jeden Morgen ab 8:30 Uhr am Check-In als Volunteer dabei. Das Turnierbüro um Isaac Rouviar,, die vielen Volunteers, die wir z. T. auch als Tänzer*innen kennen, wie Axel Zischka, Chrissi Lions uvm. leisten wirklich tolle Arbeit – alle läuft nach Zeitplan, der vorbildlich jeden morgen veröffentlicht wird und auch an den Türen hängt. Der größte Dank gilt aber wahrscheinlich Tom Dane, der für die ISSDA den Hauptteil der Organisation dieser WM übernommen hat. Auch ein paar andere Pinkies haben sich zu dieser nachschlafenden Zeit schon in die Halle verirrt: Markus Endrikat macht unermüdlich Fotos und Thorsten Reulen beobachtet das Geschehen von der Tribüne aus. Auf der Tanzfläche sind wir (Kerstin & Conny) in dieser ersten Turniersektion als Pinkies allein. Seniorinnen*-Latein ist dran – Latein: ist ja bei uns immer so ein bisschen Wundertüte, daher waren wir auch doch recht aufgeregt. Umso mehr haben wir uns über die A-Klasse-Sichtung und anschließend Platz 4 gefreut.

Als wir noch „jung“ waren – gerade gestern – haben wir uns häufiger gefragt, woran wir wohl erkennen werden, dass es Zeit ist Senior*innen zu tanzen. Gerne geben wir an dieser Stelle unsere Top 3 Erkenntnisse wieder:

Platz 3: Deine Schminktasche wird immer kleiner und besteht fast nur noch aus Natur-Kosmetika

Platz 2: Du findest mindestens drei Argumente, warum es doch ganz gut sein könnte, bereits um 9:30 Uhr Latein zu tanzen.

Platz 1: Auf der Anreise zum Turnier wird dir in öffentlichen Verkehrsmitteln 2x ein Sitzplatz angeboten.

Den Nachmittag verbringen wir dann zunächst mit Sightseeing anderer Art, denn die Jüngste aus unserem Paar hat es bei Jive übertrieben. Jetzt zwickt die Hüfte. Drei Apotheken später haben wir das gewünschte vendaje neuromuscular (Kinesio-Tape, danke Leo) und noch ein paar andere Hilfsmittel erworben. So kommen wir gerade noch rechtzeitig zu den Finals wieder in die Halle.

Bereits am Eingang hören wir, wie unglaublich stark die Konkurrenz in allen Hauptgruppenklassen ist. Davon sind wir sofort überzeugt! Das erste Final mit Pinki-Beteiligung ist die Hauptgruppe Frauen* C-Klasse. Hier tanzen Simone Hückelheim & Eline Quast, Kay Hübner & Claudia Neidig sowie Katrin Stade & Katrin Raithel. Es ist unglaublich spannend.  Simone & Eline tanzen sehr schön durchgängig und belegen den 5. Platz. Kerstin und Claudia überzeugen mit viel Tanzgefühl und erreichen die Bronzemedaille. Katrin & Katrin tanzen sich unerschrocken durch das Feld und lassen sich auch durch Sturz nicht aufhalten. Sie vergolden sich den Abend.

Anschließend sind Guido Gentes & Leon Strauß ebenfalls in der C-Klasse, jedoch in Latein dran. Die beiden glänzen bis hoch in die Tribünen – und schaffen – unglaublich – den Platz in der Farbe ihrer Hemden – Gold.

Die anschließenden B-Klassen hätten auch gut und gerne A-Klassen sein können. Alle Finals waren so toll anzuschauen. Aber natürlich stellten die geschachtelten A-Klassen Finals selbst geübte Zuschauer*innen vor unlösbare Dilemmata: Alle Paare waren so toll, dass mensch gar nicht wusste wohin zuerst schauen. Wir finden keine passenden Worte, wer nicht da war – leider Pech gehabt…

In allen Finals gehen die Paare übrigens über die – natürlich – rote Showtreppe auf die Fläche. Damit ihr daheimgebliebenen einen Eindruck bekommt, hier mal ein Bild dazu.

Wir machen uns jetzt langsam auf den Weg zur Pizza, während die Showgruppe noch eine fast mitternächtliche Stellprobe absolviert.

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Gaygames-Tagebuch Valencia, Tag 1: Dienstag 30.06.2026

Das haben wir schon lange nicht mehr gemacht. Gaygames-Tagebuch. Letztes Mal waren es die Gaygames 2018 in Paris!

Als wir in Berlin am Montag losgeflogen sind, lag das wohl historisch heißeste Wochenende der Stadt hinter uns. Während die Berliner*innen nun eine kleine Erholungsphase bekamen, bewegten wir uns in die gaannnzzzz falsche Richtung – 30 Grad, strahlender Sonnenschein und mind. 200% Luftfeuchtigkeit. Und das Wetter bleibt über die ganze Woche gut – die Mauersegelnden fliegen hoch, wie unser mitreisender treuester Fan und Hobbyornithologe sachkundig feststellte. Dieses Erlebnis krönte seinen Tag, nachdem wir auf dem Grünzug in der Nähe der Akkreditierung zwei Wiedehopfende entdeckt und fotografiert haben. So, jetzt schon zwei Sätze ohne Genderstern geschrieben – jetzt reicht es aber!

Während es am Montag wohl noch turbulente beim Check-In zuging, haben wir unsere Badgets und tolle Gaygames Trinkflaschen am Dienstag gegen Mittag schnell und unkompliziert bekommen. Danach erstmal mit der glücklicherweise klimatisierten Metro Richtung Venue. Das Tanzen findet in einer Basketballhalle statt. Diese ist sehr groß, glücklicherweise klimatisiert und die Tanzfläche ist mit schwarzen Stoffwänden sowie Showtreppe angenehm eingebettet. Mehr Deko gibt es dann zwar schon nicht mehr, ist aber auch nicht weiter schlimm. Platz ist reichlich und die Umkleiden sind groß. Die paar Zuschauer*innen verlaufen sich zwar schon in der Halle, aber die Stimmung ist auch am Dienstag gut, dem Tag der Equality-Senioren (ja, wirklich nur Männer*) und der vielen anderen Turniere (Open, Tango-Argentino, American Rhythm und was es sonst noch so „Außergewöhnliches“ gibt).  

Wir stellen erfreut fest: Die Musik macht Laune, der Zeitplan ist transparent und die Moderation professionell. Die sensibelste aller Tanzpartner*innen meckert auch nur ein kleines bisschen über den glatten Tanzboden, dann kann es also gar nicht so schlimm sein.

Einige Pinkis haben sich auch schon in der Halle eingefunden – Leon Strauß und Guido Gentes tanzen – wie immer bereits seit dem frühen Morgen – sie werden wohl bis Freitag durchtanzen. Wir sind schon jetzt beeindruckt.

Als wir wegen Mittag die Halle betreten, sehen wir als erstes einen strahlenden Guido mit Silbermedaille um den Hals. Diese haben die beiden in der B-Klasse Standard gewonnen und sind damit das viertbeste Paar der Equality-Senioren*-Welt. Herzlichen Glückwunsch. Am Nachmittag lief es in der Sichtungsrunde nicht ganz so gut für die beiden. Mit ein klein bisschen zu viel „Understatement“ werden sie nur in die C-Klasse gesichtet, die sie dann aber souverän gewinnen. Wenigsten haben wir Gelegenheit, sie im Finale ausgiebig anzufeuern.

Einen Ergebnislink findet ihr hier:

https://ifssda.org/gay-games-valencia/

Wir machen uns noch ein wenig nützlich und behängen die Halle mit Plakaten für das Queer Dance Camp 2026. Danach bewegen uns gegen 17:00 Uhr aus der Kühle der Halle in die Hitze der Stadt ins belebte und in diesen Tagen sehr queere Viertel Russafa. Dort erobern wir eine kleine Tapas Bar, deren Vorrat an Sprudelwasser die vertrockneteste aller Tanzpartner*innen sofort leert. Ansonsten bringt uns der Kellner brav ganz viele großartige vegetarische Leckereien, obwohl er eigentlich meint, der Tisch sei viel zu klein und unsere Bestellung viel zu groß. Aber wir schaffen das! Und wir müssen unsere Vorurteile über die spanische Küche, die bloß „totes Tier“ kann, doch deutlich überdenken.

Um uns für morgen noch ein wenig einzulaufen, ziehen wir erneut zum Grünzug (Parque fluvial del Río Turia) und laufen diesen nach Süden – dort stehen beeindruckende Bauwerke, deren Architektur an Meerestiere erinnert und die Oper, Kunstaustellung und Kulturforum beherbergen. Valencia kann was, so als Stadt. Zum Glück gibt es dort auch reichlich Wasser und Wind zum Abkühlen. Wir merken, warum es wichtig ist, Mückenschutz zu nutzen (Achtung: Tigermücke).

Zum Hotel ist es nun nicht mehr weit. Noch kurz wappnen, um die -10 Grad kalte Hotel-Lobby zu durchqueren und dann sind wir auch schon im Zimmer. Jetzt heißt es noch kurz mit den daheim Gebliebenen (doch noch ein Wort ohne Stern) telefonieren, duschen und 22:00 Uhr Licht aus. Wir müssen schließlich als Seniorinnen* um 9:30 Uhr früh Sichtungsrunde Latein tanzen. Wir freuen uns.

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Unsere Paare auf der Equality-DM Pfingsten in Darmstadt

Von pinkballroom sind folgende Paare zur diesjährigen Equality-DM über Pfingsten nach Darmstadt gereist:

  • Guido Gentes & Leon Strauß
  • Katrin Stade & Katrin Raithel
  • Eline Quast & Simone Hückelheim
  • Pascal Walther & Finn Kelly
  • Simone Britz / Monique Gärtner

Pfingstsamstag:

Guido & Leon wurden bei den Senioren* Standard in die B-Klasse einsortiert, die sie mit dem ersten Platz in allen Tänzen gewonnen hatten. In der A-Klasse wurde es Silber (im Wiener Walzer war es sogar Platz 1) und damit der Titel Vize-Meister Senioren* Standard.

Katrin & Katrin sowie Eline & Simone tanzten bei den Frauen* in der C-Klasse. Für Eline & Simone war mit dem 10. Platz in der Vorrunde Schluss. Katrin & Katrin tanzten in Finale. Dort wurde die Skatingregel 10 bemüht – die jedoch im Ergebnis leider nicht gut für Katrin & Katrin ausging: Es wurde Platz 6.

Pascal & Finn sowie Guido & Leon klassifizierten sich bei Männer* Latein in die C-Klasse. Dort tanzten Guido & Leon auf den 2. Platz hinter Pascal & Finn, die somit ganz oben auf dem Treppchen standen. Die beiden tanzten nicht in der A-Klasse mit.

Pfingstsonntag:

Katrin & Katrin wurden bei den Seniorinnen* Standard in die B-Klasse einsortiert. Auch an diesem Tag sollte das Glück ihnen nicht hold sein: Sie verpassten leider super knapp das Finale.

Guido & Leon wurden bei den Senioren* Latein als einzige Paar in die B-Klasse gesichtet, die sie mit 35 von 36 Einser-Wertungen gewannen. Da die B-Klasse die höchste Klasse darstellte, sind sie nun Deutsche Meister Senioren* Latein.

Bei den Frauen* Latein tanzten Simone & Monique in der C-Klasse, und dort ins Finale und machten den 6. Platz.

Bei Männer* Standard wurden Guido & Leon in die B-Klasse gesichtet. Diese gewannen sie und tanzten in der A-Klasse (der Quickstep war der 50. Tanz der beiden auf der DM!!!) auf den dritten Treppchenplatz. Das war der 2. Platz in der nationalen Wertung, damit sind sie auch hier Vizemeister Männer* Standard geworden.

In der Kombinationswertung von Guido & Leon machten sie bei Senioren* den ersten Platz und wurden damit Deutsche Meister. Bei Männer* wurde es der geteilte dritten Platz. Da der erste Platz jedoch an ein nicht deutsches Paar ging, griffen sie hier den (geteilten) Meister-Titel ab.

Ergebnislink

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Das waren die Berlin Open 2026

Ach, was war das für ein schönes Turnier!!!!

In diesem Jahr hatten wir 56 Starts in allen 6 angebotenen Turnieren. Das ist eine Steigerung um 30% ggü. 2025! In 2025 hatten wir 43 Starts. Vor allem die Frauen haben das gespürt: Wir mussten insgesamt drei Vorrunden in den Turnieren tanzen! Leider sah das Feld bei den Männern nicht ganz so üppig aus.

Bei den Berlin Open kommen die Paare nicht nur aus Berlin sondern vor allem aus allen Ecken Deutschlands: Bochum, Darmstadt, Düsseldorf, Dresden, Eberswalde, Gettorf, Hamburg, Hannover, Herford, Jena, Kiel, Köln, München, Olsberg, Reinbek, Rödermark. Und jetzt mal Hand aufs Herz: Wisst Ihr, wo diese Orte alle liegen? Wir interpretieren das als: Der Equality-Tanzsport ist auch außerhalb der Metropolen angekommen. Aber die Berlin Open waren auch immer ein internationales Turnier, und somit freuten wir uns sehr über unsere Freund*innen aus Budapest/Ungarn, Katowice/Polen, London/UK, Zypern sowie Kopenhagen/Dänemark.

Wir starteten am Freitag mit unserem traditionellen Eintanzen, Check-in sowie Willkommensgetränk und -kuchen. Auch Orga-Team und Helfer*innen kamen zum Anstoßen  und leckeren Kuchen von plants & flours zusammen, schnackten, lachten —und arbeiteten mit einem Lächeln im Gesicht weiter.

Am nächsten Morgen ging es dann los. Alle Tänzer*innen bekamen ein pinkenes Handtuch für das Turniertäschchen vom Zahnarzt Dr. Proft & Freunde und die besonders kratzigen Kratzebürsten von Gabi Urbanek. Am Eingang standen die Gestecke vom Blumenpavillon Duckwitz neben der ganz schön großen Bandbreite an Pride-Flaggen und dem Buffet von unserem Bistrot (Restaurant Sunshine). Andrea spielte wieder einmal wunderbare Tanzmusik, die immer mal wieder aufhorchen ließ: „Nein, das hatte ich noch nie gehört…“, „diese Version kenne ich ja gar nicht“. Die wunderbare „mein Telefon hat mich heute Morgen nicht erkannt“ Lady O. und der immer fröhliche und Gelassenheit ausstrahlende Boris Ostrowski moderierten wieder als Dreamteam diese Berlin Open: Professionell und charmant. Bei der Turnierleitung ist in diesem Jahr kurzfristig die „beste unter den Besten“ Dörte Lange eingesprungen, die so unglaublich wissend und hilfsbereit ist…. Es war uns eine Wonne! Unterstützt wurde sie von Andreas Schöpp als Beisitzer und Monika Staesche als „Protokoll“.

Kommen wir zur Technik. Wir kennen es doch alle: Das Turniergeschehen wird in die Zwangspause geschickt, weil… irgendwas mit Technik ist. Bei diesem Turnier hat es nur ganz kurz gemuckt und Schuld war nicht die Technik….  Warum funktionierte es? Die Antwort lautet: Weil Stefan Jacob das macht. Und warum ist die Ergebnisliste plötzlich rosa? Weil Stefan es kann😉

Kommen wir zum Tanzen: Das größte Feld war natürlich das Frauen*Standard-Turnier mit 25 Paaren, gefolgt von den 17 Frauen*Latein-Paaren. Während wir vor einiger Zeit noch den Trend zur Separation Standard – Latein verzeichneten, haben bei den Berlin Open 14 Paare beides getanzt!!! Fast alle anderen Felder mussten sich mit 4 Paaren zufriedengeben: beide Männer*-Turniere und Queer Latein. Nur ein Männerpaar tanzte beide Sektionen. Bei Queer Standard waren es dann immerhin noch zwei, so dass wir das Turnier starten konnten.

Für pinkballroom waren 9 Paare in 11 Turnieren am Start:

  • Kerstin Kallmann & Cornelia Wagner in beiden Frauen*-Turnieren
  • Simone Britz & Monique Gärtner in Latein Frauen*
  • Katrin Raithel & Katrin Stade in Standard Frauen*
  • Eline Quast & Simone Hückelheim in Standard Frauen*
  • Guido Gentes & Leon Strauß in beiden Männer*-Turnieren
  • Pascal Walther & Finn Kelly in Latein Männer*
  • Markus Meißner & Patrik Althoff in Latein Männer* und Latein Queer tanzten ihr erstes gemeinsames Turnier
  • Anika Lautenschläger & Kai Vetter in Latein Queer tanzten ihr erstes gemeinsames Turnier
  • Mel Braune & Leon Strauß in Latein Queer

In der ersten Sichtungsrunde des Tages wurden Kerstin & Conny sowie Simone & Monique in die B-Klasse für Latein eingestuft und schafften es beide nicht ins Finale, sondern mussten sich mit Platz 9 (Kerstin & Conny) sowie Platz 10 (Simone & Monique) begnügen.

In der zweiten Sichtungsrunde kamen auch Guido & Leon in die B-Klasse Standard, die sie gewannen, um in der A-Klasse den 3. Platz zu belegen.

Nachmittags starteten wieder die Frauen*, und während Eline & Simone in die C-Klasse gewertet wurden, kamen Kerstin & Conny sowie Katrin & Katrin in die B-Klasse. Für Eline & Simone wurde es in der C der undankbare 7. Platz, während Kerstin & Conny sowie Katrin & Katrin in der B ins Finale und dort beide Paare auch aufs Treppchen kamen: Katrin & Katrin auf den bronzenen und Kerstin & Conny auf den silbernen Platz.

Unsere drei Latein-Männer*-Paare wurden in die B-Klasse gewertet, und tanzten vollkommen ungestört von anderen Paaren ihr Finale, natürlich alle aufs Treppchen: Platz 3 für Markus & Patrik, Platz 2 für Leon & Guido sowie Platz 1 für Pascal & Finn. Pascal & Finn tanzten natürlich in der A-Klasse mit, um dort den 2. Platz zu belegen.

Und dann waren da noch unsere Queer-Paare, die sich so sehr auf dieses Turnier gefreut hatten, weil sie sonst als Frau führend & Mann folgend nirgends starten können. Markus & Patrik (ok, die können auch sonst starten) kamen auf den 4. Platz, Mel & Leon auf den dritten und Anika & Kai gewannen das Turnier.

Es gab nur zwei Paare von uns, die in die Kombinationswertung kamen: Guido & Leon sowie Conny & Kerstin. Bei den Männern war die Wertung recht schlicht: Es gab „nur“ ein Paar, das aber umso verdienter den 1. Platz und damit das „Rosa Band der Spree“ erhielten. Bei den Frauen* war die Konkurrenz stark und das eigene Latein weniger , so dass Kerstin & Conny den 7. Platz erreichten.

Wir hatten uns entschieden, auf den diesjährigen Berlin Open erstmals Senior*innen extra zu bewerten und zu ehren, wenn der*die jüngere*r Tänzer*in im Paar mindestens 55 Jahre alt ist und beide zusammen mindestens 120 Jahre. Hintergrund ist, dass natürlich niemand von uns älter wird, aber die neuen Paare werden immer jünger;-) Wir wollten aber keine weiteren Turnieren in den Zeitplan „reinquetschen“ und hatten uns dafür entschieden, dass die Paare an den an den Frauen* bzw. Männer*-Turnieren teilnehmen, aber zusätzlich extra gerankt werden.

Bei den Männern* waren keine „qualifizierten“ Paare am Start. Bei den Frauen* Latein war es ein Paar. Dorothea Arning & Almut Freund erhielten absolut zu Recht das „Bordeaux Band der Spree“ und tanzten ihren Ehrentanz. Diesen Anlass ließ sich der Präsident des DVET (unser Equality-Tanzsportverband) Jörg Jüngling, nicht entgehen, um den beiden für ihre über 25-jährige Karriere im Equality-Tanzsport mit der bronzenen Ehrennadel des DVET zu ehren. Der Bericht dazu findet sich hier.  Bei den Frauen* Standard gewannen Tessa Cleaver / Stephanie Goj das zweite „Bordeaux Band der Spree“. Mal sehen, wie wir mit dem Thema weiter umgehen….wir sind selber gespannt….

Die Turniersieger*innen sind:

  • Frauen* Latein: Miriam Meister & Angela Pikarski, TSC Mondial Köln
    BO SEN II: Dorothea Arning & Almut Freund, TC Spree-Athen
  • Männer* Standard: Rafael Chmiela & Grzegorz Dyrda, WDS Katowice
    BO SEN II: keine Starts
  • Frauen* Standard: Anita Kozma & Réka Füleki, Charme Hungary
    BO SEN II: Tessa Cleaver & Stephanie Goj, Capital Dance London
  • Männer* Latein: Thomas Nick & Sascha Leu, Zypern / Grün-Gold TTC Herford
    BO SEN II: keine Starts
  • Frauen* Kombination: Miriam Meister & Angela Pikarski, TSC Mondial Köln
  • Männer* Kombination: Leon Strauß & Guido Gentes, Pinkballroom
  • Queer Standard: Niels Henrik Hartvigson & Filip Jensen, KAF Dans København
  • Queer Latein: Anika Lautenschläger & Kai Vetter, Pinkballroom

Die Berliner Meister*innen (wenn nicht bereits oben genannt):

  • Frauen* Latein: Dorothea Arning & Almut Freund, TC Spree-Athen (4. Platz B-Klasse)
  • Männer* Standard: Leon Strauß & Guido Gentes, Pinkballroom (3. Platz A-Klasse)
  • Frauen* Standard: Kerstin Kallmann & Cornelia Wagner, Pinkballroom (2. Platz B-Klasse)
  • Männer* Latein: Pascal Walther & Finn Kelly, Pinkballroom (2. Platz A-Klasse)
  • Frauen* Kombination: Dorothea Arning & Almut Freund, TC Spree-Athen (geteilter 5. Platz)
  • Queer Standard: keine Berliner Teilnahme

Ergebnislink –> https://turniere.btc-gruen-gold.de/OBM_2026/index.htm (in pink;-))

Der Tanzabend danach war gut besucht, und alle haben die Müdigkeit einfach abgeschüttelt und getanzt. Die Chappeloise von Lady O. hatte 70 Teilnnehmer*innen!!!! Und auch bei der total spontanen Flashmob waren bestimmt 20 Personen dabei. Die Musik war vom Feinsten, die Stimmung entsprechend und um halb zwölf haben ganz viel Menschen aufgeräumt.

Am nächsten Morgen haben wir uns dann um 11:00 im Restaurant Hasenheide getroffen – statt Brunch auf der Terrasse. Die Idee war: Es ist April und im Zweifel schneit es. Also saßen wir drinnen bei schönsten Sonnenschein😉 Alle 25 Plätze waren belegt😊 Schön, sich auszutauschen, zu schnacken, zu tratschen und sich nicht nur für Valencia sondern auch für die nächsten Berlin Open am 26.06.2027 zu verabreden.

Danke an alle!!!! In erster Linie an die Tänzer*innen!!! Und die begeisterungsfähigen Zuschauer*innen!!!! Und Danke an alle oben bereits genannten!!!! Und dann natürlich an dieses ganz wunderbare Orgateam: Anika, Andrea, Andreas, Antje, Britta, Claudia, Conny, Helmut, Iris, Jürgen, Kai, Kerstin, Kornelia, Leon, Mel, Monika, Monique, Pascal, Simone, Stefan. Wir waren nicht perfekt, aber irgendjemand hat es immer gemerkt und aufgefangen…. Das Turnier kann aber nur stattfinden, weil wir so viele helfende Hände hatten, von denen jede einzelne wichtig ist: Aufbau, Abbau, Deko, Einlass, Startnummern, Check-in, Kasse, WR- und TL-Betreuung und Versorgung etc… Vielen Dank an Euch – ihr seid wunderbar, egal ob Mitglieder oder auch Freund*innen des Equality Tanzens und von  pinkballroom, die sich in ihrer Freizeit für die OBM engagieren. 

Das Programmheft findet Ihr hier online.

Der Hauptstadtsport.TV war da und hat ein wunderbares Video gedreht: https://www.youtube.com/watch?v=N0MxVOwMnx8

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Katrin & Katrin auf dem Blauen Band 2026

Wie jedes Jahr zu Ostern findet das Tanzkarussell um das Blaue Band der Spree statt. in diesem Jahr bereits zum 52. mal. Das Turnier, das der btc Grün-Gold & pinkballroom gemeinsam mit dem OTK schwarz-weiß in langjähriger Tradition ausrichtet, zieht Paare aus ganz Deutschland sowie Paare aus dem kleinen Grenzverkehr an. Insgesamt 83 Turniere wurden in Standard und Latein getanzt von der Hauptgruppe bis SEN IV, von D bis A.

Vieles wie immer, außer …. Katrin Stade & Katrin Raithel tanzten bei SEN III in der B-Klasse zweimal auf den dritten Platz.

Dem Paar ist ihre Platzierung sicherlich wichtig, aber wir können uns dem historischen Ereignis an sich an diesem Freitag widmen: Erstmals hat ein Equalitypaar am Blauen Band teilgenommen! Und erstmals hat ein Paar von pinkballroom an einem DTV-Turnier teilgenommen! Das ist möglich im Rahmen des Pilotprojektes des DTV, der für die Jahre 2026 und 2027 Equality-Paaren an allen offenen Turnieren und Ranglistenturnieren die Teilnahme ermöglicht. Die Voraussetzung für die Teilnahme ist die DVET-Mitgliedschaft (in der Regel über den Verein) sowie, dass in den letzten zwei Jahren mind. zwei Turniere getanzt wurden, so dass der DVET die Paare in die entspr. Klasse des DTV einsortieren kann. Dafür erteilt der DVET dann eine Startberechtigung. Das alles war für Katrin & Katrin keine Hürde, und wir freuen uns riesig, dass genau dieses Paar die Premiere auf dem Blauen Band gefeiert hat.

Ein toller Start!

Alles weitere zu dem Pilotprojekt findet Ihr hier.

Den langen Bericht zum Blauen Band findet Ihr hier. Danke auch an die vielen Pinkies für die helfenden Hände!!!

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Erstmals auf den Berlin Open 2026: Extra-Wertung für Senior*innen

Wir haben uns entschieden, auf den diesjährigen Berlin Open erstmals Senior*innen in der Alterklasse „BO SEN II“ Paare extra zu bewerten und zu ehren.

Hintergrund ist, dass natürlich niemand von uns älter wird, aber die neuen Paare werden immer jünger;-) Wir wollten aber keine weiteren Turnieren in den Zeitplan „reinquetschen“ und haben uns für diese Lösung entschieden.

Wer kann mitmachen?

„BO SEN II “ bedeutet, dass der*die jüngere*r Tänzer*in im Paar mindestens 55 Jahre alt ist und beide zusammen mindestens 120 Jahre (es gilt das Alter am Tag des Turnieres). Wer in die Wertung aufgenommen werden will, weist beim Check-in das Alter nach. Gebt uns gerne auch gleich mit der Anmeldung Bescheid. Es gibt aktuell zwar bei der EEDA eine Diskussion zu einer SEN II Definition, die ist aber noch nicht abgeschlossen. Deswegen nennen wir die von uns präferierte Definition für dieses Turnier: „BO SEN II“.

Wie funktioniert die Wertung?

Alle an den Frauen* bzw. Männer*-Turnieren teilnehmenden und vom Alter her „qualifizierten“ Paare werden in ihrer Kategorie (z.B. Frauen* Latein) gerankt (ähnlich wie bei der Kombinationswertung). Alle Paare werden geehrt.  

Wie werdet Ihr geehrt?

Ihr werdet zusammen mit der Ehrung der höchsten Klassen einer Kategorie geehrt. Die besten BO SEN II Paare erhalten das bordeaux-farbene bzw. das bronzene Band der Spree. Alle SEN II Paare einer Kategorie tanzen gemeinsam einen Ehrentanz nach eigener Wahl – z.B. Paso doble bzw. Wiener Walzer. 

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Wertungsgericht und erste Startliste Berlin Open

Wir haben das Wertungsgericht veröffentlicht:

  • Jens Neumann, Berlin (Ersatz für Nikolaj Lund, Kopenhagen / Denmark)   
  • Cornel Müller, Bielefeld/Soest
  • Thorsten Zirm, Frankfurt/M.                  
  • Andrea Stachetzki, Berlin (Vormittag)                      
  • Axel Hunger, Berlin (Vormittag)                                  
  • Thierry Ball, Berlin (Nachmittag)                                     
  • Anita Eggert, Berlin (Nachmittag)                     

Und dann haben wir die erste Startliste und zwischenzeitlich aktualisiert (Stand 17.04.2026) veröffentlicht:

Achtung: Die Liste wird nicht täglich aktualisiert, deswegen: Alle Meldungen nach dem 10.04.2026, Ihr kommt mit der nächsten Aktualisierung auf die Liste. Den jeweils aktuellen Stand findet Ihr auf dieser Seite. Wir wissen noch von einigen Paaren, dass sie tanzen werden, die aber noch nicht auf der Liste stehen. Da wird sich in den nächsten zwei Wochen bestimmt noch ganz viel tun….

Wir haben Meldungen aus Budapest/Ungarn, Katowice/Polen, London/UK, Zypern, Kopenhagen/Dänemark, Düsseldorf, Köln, Hannover, Herford, Kiel, Reinbek, Hamburg, München, Dresden, Jena, Olsberg, Gettorf, Bochum, Eberswalde, Rödermark und natürlich aus Berlin. Und freuen uns auf alle!!!

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Tanz in den Mai AUF PROBE am 25.04.2026

Das ist der Tanz nach dem Turnier. Oder das Turnier ist vor dem Tanz.

Das ist kein Tanz in den Mai, sondern der Tanz in den Mai auf Probe. Weil der echte Tanz in den Mai 5 Tage später statt findet. Aber der Tanz in den Mai auf Probe, der wird auch super schön!!!

Also, ein bisschen verrückt sind die schon, die Pinkies, oder?

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