Ach, was war das für ein schönes Turnier!!!!
In diesem Jahr hatten wir 56 Starts in allen 6 angebotenen Turnieren. Das ist eine Steigerung um 30% ggü. 2025! In 2025 hatten wir 43 Starts. Vor allem die Frauen haben das gespürt: Wir mussten insgesamt drei Vorrunden in den Turnieren tanzen! Leider sah das Feld bei den Männern nicht ganz so üppig aus.
Bei den Berlin Open kommen die Paare nicht nur aus Berlin sondern vor allem aus allen Ecken Deutschlands: Bochum, Darmstadt, Düsseldorf, Dresden, Eberswalde, Gettorf, Hamburg, Hannover, Herford, Jena, Kiel, Köln, München, Olsberg, Reinbek, Rödermark. Und jetzt mal Hand aufs Herz: Wisst Ihr, wo diese Orte alle liegen? Wir interpretieren das als: Der Equality-Tanzsport ist auch außerhalb der Metropolen angekommen. Aber die Berlin Open waren auch immer ein internationales Turnier, und somit freuten wir uns sehr über unsere Freund*innen aus Budapest/Ungarn, Katowice/Polen, London/UK, Zypern sowie Kopenhagen/Dänemark.
Wir starteten am Freitag mit unserem traditionellen Eintanzen, Check-in sowie Willkommensgetränk und -kuchen. Auch Orga-Team und Helfer*innen kamen zum Anstoßen und leckeren Kuchen von plants & flours zusammen, schnackten, lachten —und arbeiteten mit einem Lächeln im Gesicht weiter.
Am nächsten Morgen ging es dann los. Alle Tänzer*innen bekamen ein pinkenes Handtuch für das Turniertäschchen vom Zahnarzt Dr. Proft & Freunde und die besonders kratzigen Kratzebürsten von Gabi Urbanek. Am Eingang standen die Gestecke vom Blumenpavillon Duckwitz neben der ganz schön großen Bandbreite an Pride-Flaggen und dem Buffet von unserem Bistrot (Restaurant Sunshine). Andrea spielte wieder einmal wunderbare Tanzmusik, die immer mal wieder aufhorchen ließ: „Nein, das hatte ich noch nie gehört…“, „diese Version kenne ich ja gar nicht“. Die wunderbare „mein Telefon hat mich heute Morgen nicht erkannt“ Lady O. und der immer fröhliche und Gelassenheit ausstrahlende Boris Ostrowski moderierten wieder als Dreamteam diese Berlin Open: Professionell und charmant. Bei der Turnierleitung ist in diesem Jahr kurzfristig die „beste unter den Besten“ Dörte Lange eingesprungen, die so unglaublich wissend und hilfsbereit ist…. Es war uns eine Wonne! Unterstützt wurde sie von Andreas Schöpp als Beisitzer und Monika Staesche als „Protokoll“.
Kommen wir zur Technik. Wir kennen es doch alle: Das Turniergeschehen wird in die Zwangspause geschickt, weil… irgendwas mit Technik ist. Bei diesem Turnier hat es nur ganz kurz gemuckt und Schuld war nicht die Technik…. Warum funktionierte es? Die Antwort lautet: Weil Stefan Jacob das macht. Und warum ist die Ergebnisliste plötzlich rosa? Weil Stefan es kann😉
Kommen wir zum Tanzen: Das größte Feld war natürlich das Frauen*Standard-Turnier mit 25 Paaren, gefolgt von den 17 Frauen*Latein-Paaren. Während wir vor einiger Zeit noch den Trend zur Separation Standard – Latein verzeichneten, haben bei den Berlin Open 14 Paare beides getanzt!!! Fast alle anderen Felder mussten sich mit 4 Paaren zufriedengeben: beide Männer*-Turniere und Queer Latein. Nur ein Männerpaar tanzte beide Sektionen. Bei Queer Standard waren es dann immerhin noch zwei, so dass wir das Turnier starten konnten.
Für pinkballroom waren 9 Paare in 11 Turnieren am Start:
- Kerstin Kallmann & Cornelia Wagner in beiden Frauen*-Turnieren
- Simone Britz & Monique Gärtner in Latein Frauen*
- Katrin Raithel & Katrin Stade in Standard Frauen*
- Eline Quast & Simone Hückelheim in Standard Frauen*
- Guido Gentes & Leon Strauß in beiden Männer*-Turnieren
- Pascal Walther & Finn Kelly in Latein Männer*
- Markus Meißner & Patrik Althoff in Latein Männer* tanzten ihr erstes gemeinsames Turnier
- Anika Lautenschläger & Kai Vetter in Latein Queer tanzten ihr erstes gemeinsames Turnier
- Mel Braune & Leon Strauß in Latein Queer
In der ersten Sichtungsrunde des Tages wurden Kerstin & Conny sowie Simone & Monique in die B-Klasse für Latein eingestuft und schafften es beide nicht ins Finale, sondern mussten sich mit Platz 9 (Kerstin & Conny) sowie Platz 10 (Simone & Monique) begnügen.
In der zweiten Sichtungsrunde kamen auch Guido & Leon in die B-Klasse Standard, die sie gewannen, um in der A-Klasse den 3. Platz zu belegen.
Nachmittags starteten wieder die Frauen*, und während Eline & Simone in die C-Klasse gewertet wurden, kamen Kerstin & Conny sowie Katrin & Katrin in die B-Klasse. Für Eline & Simone wurde es in der C der undankbare 7. Platz, während Kerstin & Conny sowie Katrin & Katrin in der B ins Finale und dort beide Paare auch aufs Treppchen kamen: Katrin & Katrin auf den bronzenen und Kerstin & Conny auf den silbernen Platz.
Unsere drei Latein-Männer*-Paare wurden in die B-Klasse gewertet, und tanzten vollkommen ungestört von anderen Paaren ihr Finale, natürlich alle aufs Treppchen: Platz 3 für Markus & Patrik, Platz 2 für Leon & Guido sowie Platz 1 für Pascal & Finn. Pascal & Finn tanzten natürlich in der A-Klasse mit, um dort den 2. Platz zu belegen.
Und dann waren da noch unsere Queer-Paare, die sich so sehr auf dieses Turnier gefreut hatten, weil sie sonst als Frau führend & Mann folgend nirgends starten können. Markus & Patrik (ok, die können auch sonst starten) kamen auf den 4. Platz, Mel & Leon auf den dritten und Anika & Kai gewannen das Turnier.
Es gab nur zwei Paare von uns, die in die Kombinationswertung kamen: Guido & Leon sowie Conny & Kerstin. Bei den Männern war die Wertung recht schlicht: Es gab „nur“ ein Paar, das aber umso verdienter den 1. Platz und damit das „Rosa Band der Spree“ erhielten. Bei den Frauen* war die Konkurrenz stark und das eigene Latein weniger , so dass Kerstin & Conny den 7. Platz erreichten.
Wir hatten uns entschieden, auf den diesjährigen Berlin Open erstmals Senior*innen extra zu bewerten und zu ehren, wenn der*die jüngere*r Tänzer*in im Paar mindestens 55 Jahre alt ist und beide zusammen mindestens 120 Jahre. Hintergrund ist, dass natürlich niemand von uns älter wird, aber die neuen Paare werden immer jünger;-) Wir wollten aber keine weiteren Turnieren in den Zeitplan „reinquetschen“ und hatten uns dafür entschieden, dass die Paare an den an den Frauen* bzw. Männer*-Turnieren teilnehmen, aber zusätzlich extra gerankt werden.
Bei den Männern* waren keine „qualifizierten“ Paare am Start. Bei den Frauen* Latein war es ein Paar. Dorothea Arning & Almut Freund erhielten absolut zu Recht das „Bordeaux Band der Spree“ und tanzten ihren Ehrentanz. Diesen Anlass ließ sich der Präsident des DVET (unser Equality-Tanzsportverband) Jörg Jüngling, nicht entgehen, um den beiden für ihre über 25-jährige Karriere im Equality-Tanzsport mit der bronzenen Ehrennadel des DVET zu ehren. Der Bericht dazu findet sich hier. Bei den Frauen* Standard gewannen Tessa Cleaver / Stephanie Goj das zweite „Bordeaux Band der Spree“. Mal sehen, wie wir mit dem Thema weiter umgehen….wir sind selber gespannt….
Die Turniersieger*innen sind:
- Frauen* Latein: Miriam Meister & Angela Pikarski, TSC Mondial Köln
BO SEN II: Dorothea Arning & Almut Freund, TC Spree-Athen - Männer* Standard: Rafael Chmiela & Grzegorz Dyrda, WDS Katowice
BO SEN II: keine Starts - Frauen* Standard: Anita Kozma & Réka Füleki, Charme Hungary
BO SEN II: Tessa Cleaver & Stephanie Goj, Capital Dance London - Männer* Latein: Thomas Nick & Sascha Leu, Zypern / Grün-Gold TTC Herford
BO SEN II: keine Starts - Frauen* Kombination: Miriam Meister & Angela Pikarski, TSC Mondial Köln
- Männer* Kombination: Leon Strauß & Guido Gentes, Pinkballroom
- Queer Standard: Niels Henrik Hartvigson & Filip Jensen, KAF Dans København
- Queer Latein: Anika Lautenschläger & Kai Vetter, Pinkballroom
Die Berliner Meister*innen (wenn nicht bereits oben genannt):
- Frauen* Latein: Dorothea Arning & Almut Freund, TC Spree-Athen (4. Platz B-Klasse)
- Männer* Standard: Leon Strauß & Guido Gentes, Pinkballroom (3. Platz A-Klasse)
- Frauen* Standard: Kerstin Kallmann & Cornelia Wagner, Pinkballroom (2. Platz B-Klasse)
- Männer* Latein: Pascal Walther & Finn Kelly, Pinkballroom (2. Platz A-Klasse)
- Frauen* Kombination: Dorothea Arning & Almut Freund, TC Spree-Athen (geteilter 5. Platz)
- Queer Standard: keine Berliner Teilnahme
Ergebnislink –> https://turniere.btc-gruen-gold.de/OBM_2026/index.htm (in pink;-))
Der Tanzabend danach war gut besucht, und alle haben die Müdigkeit einfach abgeschüttelt und getanzt. Die Chappeloise von Lady O. hatte 70 Teilnnehmer*innen!!!! Und auch bei der total spontanen Flashmob waren bestimmt 20 Personen dabei. Die Musik war vom Feinsten, die Stimmung entsprechend und um halb zwölf haben ganz viel Menschen aufgeräumt.
Am nächsten Morgen haben wir uns dann um 11:00 im Restaurant Hasenheide getroffen – statt Brunch auf der Terrasse. Die Idee war: Es ist April und im Zweifel schneit es. Also saßen wir drinnen bei schönsten Sonnenschein😉 Alle 25 Plätze waren belegt😊 Schön, sich auszutauschen, zu schnacken, zu tratschen und sich nicht nur für Valencia sondern auch für die nächsten Berlin Open am 26.06.2027 zu verabreden.
Danke an alle!!!! In erster Linie an die Tänzer*innen!!! Und die begeisterungsfähigen Zuschauer*innen!!!! Und Danke an alle oben bereits genannten!!!! Und dann natürlich an dieses ganz wunderbare Orgateam: Anika, Andrea, Andreas, Antje, Britta, Claudia, Conny, Helmut, Iris, Jürgen, Kai, Kerstin, Kornelia, Leon, Mel, Monika, Monique, Pascal, Simone, Stefan. Wir waren nicht perfekt, aber irgendjemand hat es immer gemerkt und aufgefangen…. Das Turnier kann aber nur stattfinden, weil wir so viele helfende Hände hatten, von denen jede einzelne wichtig ist: Aufbau, Abbau, Deko, Einlass, Startnummern, Check-in, Kasse, WR- und TL-Betreuung und Versorgung etc… Vielen Dank an Euch – ihr seid wunderbar, egal ob Mitglieder oder auch Freund*innen des Equality Tanzens und von pinkballroom, die sich in ihrer Freizeit für die OBM engagieren.
Das Programmheft findet Ihr hier online.
Der Hauptstadtsport.TV war da und hat ein wunderbares Video gedreht: https://www.youtube.com/watch?v=N0MxVOwMnx8










