Das waren die Berlin Open 2019

Zu den Berlin Open 2019 kamen nicht nur 25 startende Paare aus Berlin, die um die_den eine_n oder andere_n Bär_in für die Berliner Meister_innen der jeweiligen Klasse tanzten. Die Paare kamen aus ganz Deutschland, z.B. aus Hannover, Köln, Frankfurt/Main, Paderborn, Greifswald, Aachen, Fischbach, Esslingen, Ludwigsfelde, München und Fürth.Aber die Berlin Open sind bekannt für ihr besonders internationales Starter_innenfeld und so kamen auch Paare aus ganz Europa, nämlich aus Polen, Ungarn, Niederlanden, Frankreich, Schweiz, Russland, UK, Dänemark und Finnland (ist fast in Busstärke angereist und stellte das größte nicht-deutsche Starter_innenfeld. Tolle Leistung von Piia & Sandra!!!!).

Kurzübersicht über die Ergebnisse:

  • 20 Frauenpaare tanzten in D bis A- Klasse Latein. Es gewannen die amtierenden Weltmeisterinnen Yulia Zhdanova & Kelly Monshouwer aus Russland & den Niederlanden. Die Berliner Meisterinnen heißen Kerstin Kallmann & Cornelia Wagner (A-Klasse 4. Platz, pinkballroom).
  • 13 Männerpaare Tanzten in der C bis A-Klasse Standard. Es gewannen die amtierenden Europameister Grzegorz Dyrda & Rafael Chmiela aus Polen. Die Berliner Meister heißen Simone Biagini & Thomas Emanuel Bensch (B-Klasse 2. Platz, Tsc Richtigrum Berlin / Tsc Balance Berlin)
  • 33 Frauenpaare tanzten in D bis A-Klasse Standard. Es gewannen die amtierenden Weltmeisterinnen Caroline Privou & Petra Zimmermann aus Köln. Die Berliner Meisterinnen heißen Ines Dimitrova & Tania Dimitrova (A-Klasse 3. Platz, pinkballroom).
  • 9 Männerpaare tanzten in der C bis A-Klasse Latein. Es gewannen Grzegorz Dyrda & Rafael Chmiela. Die Berliner Meister heißen Csaba Gyöngyösi & Ingo Elze (2. Platz A-Klasse, TSC Balance Berlin).
  • Das rosa Band der Spree für die Kombinationswertung ging an Grzegorz Dyrda & Rafael Chmiela und daslila Band der Spree an Kerstin Kallmann & Cornelia Wagner.

Wir bedanken uns bei den Wertungsrichter_innen Gordon Knittel, Anita Eggert (die nun das 20. mal in Folge in Berlin gewertet hatte und dafür einen Ehrenbären bekam), Ariane Schießler, Rolf Pfaff, Margaryta Vyshetravska und Boris Exeler. Das Turnierbüro (Thorsten Reulen, Stefan Huch, Guido Bouwmann, Stefan Kerk und Stefan Jacob) haben einen tollen Job gemacht und hatten ständig alles im Griff. Die Musik von Andrea Schlinkert war immer super und manchmal anspruchsvoll (so soll es sein!!!!). Die Moderation von Boris Ostrowski und Lady Olivia war professionell und charmant. Abends wurde auf die Musik von Lady Olivia noch fleißig das Tanzbein geschwungen. Der Dank geht auch an die Unterstützer_innen (vor allem an unsere Hauptsponsor_innen Tanzschule MAXIXE und VIVANTES), an alle Helfer_innen des btc Grün-Gold & pinkballroom und insbesondere an das Organisationteam.

Schön wars!!!! Das Publikum war nicht nur zahlreich, sondern schaffte es auch, Begeisterung lautstark auszudrücken. Zum Brunch schien doch noch meistens die Sonne! Und café fatal gab es sowohl am Sonntag vorher wie nachher – was will mensch mehr….????

Die nächsten Berlin Open finden am 20.06.2020 statt.

Die Ergebnisse findet Ihr hier.

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Freut Euch auf die Berlin Open am Samstag, den 04. Mai!!!!

68 Paare (Starts) sind jetzt bereits gemeldet für die Berlin Open 2019 am nächsten Samstag. Darunter ist das vollständige Podium Frauen A Standard der letztjährigen Weltmeister_innenschaften in Paris sowie das (bisher erst fast vollständige) Podium Frauen A Latein. Aber auch bei den Männern starten amtierende Deutsche- sowie amtierende Europameister. Das Feld wird somit höchstklassiges Tanzen zeigen. Aber auch in der Breite des Könnens gibt es was zu sehen: Schönes Tanzen findet in jeder Klasse statt!!!!

Die Paare kommen aus ganz vielen verschiedenen Vereinen Berlins – allein 25 Paare tanzen um die Berliner Meister_innen-Titel. Aus Deutschland reisen die Paare aus Hannover, Köln, Frankfurt/Main, Paderborn, Greifswald, Aachen, Fischbach, Esslingen, Ludwigsfelde und Fürth an. Aber Berlin ist berühmt für das internationale Starter_innenfeld! Diese Paare kommen aus Polen, Ungarn, Niederlanden, Finnland (bietet das größte nicht-deutsche Starter_innenfeld), Frankreich, Schweiz, Russland.

Die Startliste findet Ihr hier. Wenn Ihr Euch dort nicht findet, habt Ihr Euch wahrscheinlich noch nicht angemeldet. Dann wird es höchste Zeit!!!!

Es starten die Frauen Latein und die Männer Standard um 11 Uhr mit ihren Sichtungsrunden. Ab 16 Uhr startet das Turnier mit den Frauen Standard und Männern Latein. Das Turnier wird moderiert von Lady Olivia & Boris Ostrowksi und die Paare tanzen auf Musik von Andrea Schlinkert. Wenn das Turnier fertig ist, können dann alle auf Musik von Lady Olivia tanzen!!!

  • Für alle Tänzer_innen des btc-Grün-Gold: Die Möglichkeiten, an dem Wochenende zu trainieren sind sehr eingeschränkt!!! Z.B. geht es – unabhängig von den üblichen Terminen nicht:
    • Freitag 17:00 – 19:00 Vereinsheim: Eintanzen für die Berlin Open
    • Freitag ab 19:30 bis Sonntag 14:00 Sportzentrum 1. OG (alle drei Säle): Turnier inkl. Vor- und nachbereitung
    • Samstag 9:00 – 14:00 Vereinsheim & Terrassensaal: Ausweichangebot Fitness & Gesundheit
    • Sonntag bis 16:00 Vereinsheim & Terrassensaal: Brunch

Wir brauchen noch Unterstützung bei den Helfer_inneneinsätzen (vor allem für den Brunch) und Beiträge zum Brunch-Büffet. Beide Listen hängen im Sportzentrum aus.

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revue en rose gewinnt den Berliner Amateursportpreis 2019!

In der Night of Sport 2019 am 16.03.2019 wurde revue en rose der Pokal für den Berliner Amateusportpreis verliehen, den die Deutsche Olympische Gesellschaft und der Landes Sportbund Berlin ausloben.  

Ende 2018 hatte sich der LTV Berlin entschieden, aufgrund der Erfolge von „revue en rose“ (Weltmeistertitel Showtanz Gruppe bei den Gaygames in Paris 2018) die Standard-Showgruppe von pinkballroom zu nominieren. Januar bis Ende Februar konnten die 15 nominierten Teams durch SMS-Voting unterstützt werden. Die gesammelten Stimmen wurden zu 50% in das Endergebnis eingerechnet. revue en rose hat mit Abstand die meisten Stimmen erhalten: 853 Stimmen, das waren 17,6 % aller Stimmen und 174 mehr als das zweitplazierte Team bei dem SMS-Voting! Eine Fachjury hatte dann unabhängig von der SMS-Wahl die restlichen 50% festgelegt, und pinkballroom auf den 5. Platz gewertet. In der Summe hatte dann revue en rose durch den deutlichen Vorsprung im Publikumsvoting die Nase so weit vorn, dass es noch recht komfortabel für den 1. Platz gereicht hat.  

Revue en rose und die anderen Preisträger_innen vor dem Bild aus Paris, Foto: Jürgen Beier

Das alles wissen wir jetzt, aber die Sieger_innen-Ehrung war super spannend. Zunächst gingen Gabriella und Andrea als Delegierte des Teams mit Regenbogenfahne zusammen mit den anderen Teams auf die Bühne. Die beste Fankurve gehörte eindeutig revue en rose. Aber wir wussten alle, dass es für den Preis darauf nicht ankommt (für die Ehre allerdings schon;-). Wir wussten zwar, dass wir fleißig und hartnäckig Stimmen gesammelt haben, aber wir wussten ja nicht, was die anderen so alles auf die Beine stellen. Und wie die Jury Equality-Tanzen bewertet, war für uns auch nicht absehbar. Große Anspannung auf der Sieger_innen-Ehrung war das Ergebnis, wollten wir doch wirklich gerne diesen ersten Platz……und der dritte und zweite Platz waren schon vergeben (und die Plätze 4 bis 15 waren vollkommen unbekannt!),…die Moderation zögerte die Ankündigung des ersten Platzes hinaus, aber dann flimmerte plötzlich das uns so bekannte Foto aus Paris auf der Leinwand auf, und der Jubel ging los… zuerst noch zögerlich, aber als das Foto auf der Leinwand verblieb, immer lauter.  

Jubel & Medaillen & Pokal, und nebenbei ein Interview mit hauptstadtsport.tv, Foto: BTFB/hauptstadtsport.tv

Teamkapitänin Andrea Schlinkert im Interview mit hauptstadtsport.tv: „Wir haben gewonnen!!! Nominiert zu werden war schon grandios aber das Ganze zu gewinnen…ÜBERWÄLTIGEND!!!“

Danke an alle, die Ihre Stimme für unser Team abgegeben haben!!!!!! Das Team hat nun einen schweren Pokal, lauter schöne Medaillen und einen Scheck in der Höhe von 1.500 EUR erhalten. Das Geld kann das Team für die Reise zu den EuroGames nach Rom in diesem Sommer gut gebrauchen.

Aber auch vor der Sieger_innen-Ehrung war pinkballroom auf diesem Event vertreten: Sowohl Tania & Ines Dimitrova mit ihrer Show „Zorro“ als auch pink unicorns mit ihrer Show „Queen“ vertraten toll den Equality-Tanzsport. Es gab im Publikum bestimmt einige, die vorher noch niemals gleichgeschlechtliches Tanzen gesehen hatten (außer Mädchen, die in der Tanzschule keinen Jungen mehr abbekommen hatten;-). Trotzdem gab es viel Applaus und reichlich Menschen, die unbedingt persönlich nochmal mitteilen wollten, wie sehr ihnen die Shows gefallen hatten. Zusätzlich war die Fotoausstellung „Equality-Tanzsport – Momente“ auf der „Flaniermeile“ zu besichtigen. Das war ein guter Abend für den Equality-Tanzsport im Allgemeinen, für pinkballroom im Besonderen und für revue en rose im Speziellen!

Weitere Infos und Berichte:

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pinkballroom in der TiB 1848 auf der Night of Sport 2019

Die Night of Sport ist nicht nur ein spannender Abend für alle die, die revue en rose unterstützt haben und mit ihnen mitfiebern, welchen Platz sie bei der Preisverlehung zum Amateursportpreis erreichen. Am 16.03.2019 wird auch viel für Tänzer_innen geboten: Mit den „Funnies“ ist eine renommierte Tanzkapelle am Start, die sowohl das 1×1 der Standard- und Lateintänze beherrschen, aber auch moderne Arrangements aktueller Musik beherrschen. In der Party-Area wird von „Right Now“ die gesamte Bandbreite der Hits der letzten Jahrzehnte gespielt. Es wird Showacts von pinkballroom geben, und zwar sowohl von Tania & Ines Dimitrova (Vize-Weltmeisterinnen Showtanz Paar) als auch pink unicorns (Deutsche Meister_innen Showtanz Gruppe). Die Fotoausstellung „Equality-Tanzsport – Momente“ wird auf der „Flaniermeile“ zu besichtigen sein.

Speziell für Mitglieder der TiB 1848 e.V. gibt es einen TiB-Tarif für folgende Kategorien:

  • KAT 1 – 36,00 € (statt 45,00 €) Saal Maritim runde Tische
  • KAT 2 – 28,00 € (statt 35,00 €) Saal Maritim Längstische Mitte
  • KAT 3 – 20,00 € (statt 25,00 €) Sitzplatz Saal Maritim im hinteren Teil
  • (Flaniermeile KAT 4 – 15,00 € ohne Sitzplatzanspruch im Saal Maritim, kein zusätzlicher Preisvorteil)

Bestellungen können unter dem Stichwort „TiB1848“ direkt an info@night-of-sports.berlin geschickt werden.

Und nicht vergessen: Bitte unterstützt unser Team (pinkballroom Team „revue en rose“ Nummer 23) bis zum 28.02.2019 mit einer SMS mit der Zahl 23 an die 01577 354 42 08!!!!

https://youtu.be/TDuyCG0U1ew

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Nordic Open: Gelungene Premiere in Finnland

Zum ersten Mal fand das Silvesterturnier der Nordic Open samt dem Silvesterball in Finnland statt. Die Sateenkaaritanssijat – Rainbow Dancers Finland haben sich damit einen Traum erfüllt und in Kooperation mit dem finnischen Tanzsportclub Vantaan Kilpatanssijat ein gelungenes Equality-Turnier geboten, das aufgrund der langanhaltenden Dunkelheit sich anfühlte, als würde die ganze Nacht durchgetanzt. Ein großes Feld war angetreten aus Finnland, Dänemark, Großbritannien, Schweiz, Frankreich, Ungarn, Österreich, Deutschland, Polen und Russland. Von pinkballroom waren Tania & Ines Dimitrovas nach Finnland gefahren, um vor Frankreich den Turniersieg in Standard nach Hause zu bringen.

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Neuigkeiten bei Senior_innen Latein am Mittwoch

Der Kurs Senior_innen Latein am Mittwoch bleibt grundsätzlich erhalten, aber es sind zwei Neuigkeiten zu vermelden:

  • Der Kurs rückt um eine viertel Stunde auf 20:30 vor (Sportzentrum Saal 1).
  • Pascal Herrbach wird das Turniertraining Senior_innen-Latein übernehmen.

Anhand von Trainingsfolgen werden technische Abläufe und Bewegungselemente im Latein trainiert und auf die individuellen
Programme der Paare übertragen. Leichtigkeit des Tanzens, harmonische Bewegungen sowie das Erkennen und Betonen der tänzerischen Stärken des
Paares sind für den Trainer ebenso wichtige Ziele wie die Spaß und Freude während des Gruppenunterrichts.

Das Training richtet sich speziell an den Bedürfnissen von Turniertanzpaaren in den Klassen der Senior_innen aus, ist jedoch auch offen für alle anderen Paare – egal ob gleichgeschlechtlich tanzend oder trainingsbegeisterte Hobby-Tänzer_innen ohne Turnierambitionen.

Pascal Herrbach

Pascal begann in jungen Jahren mit dem Turniertanzen im DTV-Bereich und war bereits dort außerordentlich erfolgreich (u. a. Deutscher Meister
Junioren Standard 1993). Seit 2000 ist er fast nur noch auf dem Equality-Parkett zu sehen. Neben vier Titeln auf Weltmeisterschaften,
Gaygames und Outgames wurde er mehrfach Europameister in Standard, Latein sowie über 10-Tänze.

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Berliner Amateursport-Preis 2019, bitte votet für uns!

Der LTV Berlin hat ein Vorschlagsrecht für die Nominierung des Berliner Amateursportpreis 2019, den die Deutsche Olympische Gesellschaft und der Landes Sportbund Berlin ausloben und aufgrund der Erfolge von „revue en rose“ (Weltmeistertitel Showtanz Gruppe bei den Gaygames in Paris 2018) hat sich der LTV entschieden, die Standard-Showgruppe von pinkballroom zu nominieren.

Insgesamt sind dieses Jahr 15 Vereine von den verschiedenen Verbänden für den Berliner Amateursport-Preis nominiert worden.

Die Abstimmung zum Amateursport-Preis erfolgt per SMS bis zum 28.02.2019 per SMS! Die gesammelten Stimmen werden zu 50% in das Endergebnis eingehen. Eine Fachjury wird unabhängig von der SMS-Wahl die restlichen 50% festlegen.

Die Teams auf den Plätzen 1-3 werden mit Preisgeldern gefördert.

Ihr möchtet unserem Team (pinkballroom Team „revue en rose“ Nummer 23) eure Stimme geben?
Sendet eine SMS mit der Zahl 23 an die 01577 – 3544208

EURE STIMME ZÄHLT, BITTE VOTET FÜR UNS!

Zum Film zur Bewerbung:

Weitere Infos:
www.night-of-sports.berlin

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Das 5. Queer Dance Camp

Kurz nach dem 20. Jubiläum von pinkballroom stand schon wieder eine (diesmal kleines) Jubiläum ins Haus. Wir veranstalteten zum 5. mal das Queer Dance Camp am letzten Wochenende vor Weihnachten. Das Trainingscamp richtete sich an Equality-Tanzpaare aus Berlin, Deutschland sowie international. Gekommen sind insgesamt 66 Tänzer_innen aus den Niederlanden, Wales, England, Ungarn, Schweiz sowie aus Hamburg, Esslingen, München, Köln, Düsseldorf, Stuttgart und natürlich aus Berlin. Das waren nochmal ein paar mehr als letztes Jahr. Gemeinsam trainiert haben Turnierpaare (alle Klassen) sowie Breitensportler_innen mit einem gewissen Ehrgeiz. Besonders freuen konnten sich 4 Paare aus Berlin, weil der LTV Berlin für sie die Teilnahmegebühr aufgrund der (Vize-)Titel-Gewinne bei der WM in Paris übernahm. Für alle Tänzer_innen, die im DVET organisiert waren, übernahm dieser einen Teil der Teilnahmegebühr im Rahmen der Sportförderung. Danke an beide Verbände!!!!

An dem Wochenende wurden elf unterschiedliche Trainingseinheiten für Standard und Latein von erfahrenen Trainer_innen angeboten. Diese waren in diesem Jahr: Pascal Herrbach, Gergely Darabos und Guido Bouwmann von pinkballroom, Margaryta Vyshetravska von Charme Hungary, Christian Wenzel vom TSC conTakt Düsseldorf sowie Carolin Privou & Petra Zimmermann vom TSC Rot-Gold Köln. Das Thema in diesem Jahr hieß: „Rotationen“. Wir lernten Verwringungen im Körper zu nutzen, die Gegenrotationen im Wiener Walzer und in der Rumba aufzubauen, den unterschiedlichen Rotationsgrad bei geraden und gekurvten Figuren im Slowfox, das Auf- und Zuklappen bei Promenaden im Tango sowie Jive, Ballett-Drehungen bis zum Umfallen …….. In unseren Tanzräumen hat zeitweise richtig moderne Technik Einzug gehalten: Die Musik wurde mittels Armbanduhr gesteuert…..

Wir aßen leckerere Pizza & leckeren pinkenen Kuchen sowie tranken ebensolchen Saft. Die Pinkies & Freund_innen schafften es innerhalb einer Rekordzeit von 30 Minuten, aus einem Trainingssaal einen schönen Ballsaal zu zaubern!!! Irgendwelche reizenden Menschen steuerten tolle Dinge zum leckeren Buffet bei und Britta schmückte den Saal richtig weihnachtlich. Lady Olivia &Andrea eröffneten den Pink-X-mas-Ball mit ihrem Besuch beim Buffet. Lady Olivia führte uns in den Tanz des Jahres (des DTV), den „Katchi“, ein und sparte dabei nicht mit akrobatischen Einlagen. Mark Haps & Kai Vetter (Deutsche Meister 2018 Latein) bezauberten das Publikum mit ihrer Latein-Show. Die Musik von Andrea war wundervoll, und bis kurz vor 00:30 wurde eifrig getanzt. Danke an alle, die auch um 00:30 noch da waren und super eifrig und effizient die Ballatmosphäre vernichteten und die trockene Trainingsatmosphäre in die Hallen zurückholten.

Übrigens wurden wir zeitweise von einem Filmteam der Filmhochschule Potsdam Babelsberg gefilmt, die der Intimität bei Tanztraining auf der Spur waren. Wir sind gespannt auf das Ergebnis.

Eine Teilnehmerin aus UK: „It was all fantastic. Thank you all for your warm welcome and especially to Kerstin, to the organisers of a great event and to the fabulously skilled teachers for such informative classes“

Ein großes Dankeschön auch an die anderen Tänzer_innen und an die Abteilung Fitness & Gesundheit, dafür dass sie uns das Queer Dance Camp ermöglichen!

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Festakt 20 Jahre pinkballroom

Im Jahre 1998 kamen die Berliner Paare von dem Tanzturnier auf den GayGames in Amsterdam nach Berlin zurück und suchten eine Möglichkeit für ein regelmäßiges Turniertraining in der Stadt. Der DTV-Tanzsportverein btc im Wedding (einem der beiden Vorgängervereine der Abteilung Tanzsport bin der TiB 1848 e.V.) ließ sich nicht zweimal bitten und richtete ein völlig neues Angebot unter der Marke „pinkballroom“ ein – Turniertanzen ausschließlich für gleichgeschlechtliche Paare. Ein absolutes Novum in einem DTV-Verein. pinkballroom wurde in diesem Herbst 20 Jahre alt und das hatten am Freitag, den 19.10.2018 gefeiert.

Bei dem Festakt wollten wir uns nicht nur an Berichten „wie war das doch damals“ erfreuen, sondern auch unseren „heutigen“ Sport feiern. Was bot sich da mehr an, als die Fotoausstellung „Equality-Tanzsport – Momente“ zu diesem Anlass zu zeigen. Die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg Angelika Schöttler, lud sowohl die Ausstellung als auch den Festakt in „ihr“ Rathaus Schöneberg ein, so dass wir in historischem Ambiente unter den bronzenen Augen von Friedrich Ebert feiern konnten. Durch den Festakt geleiteten uns Andrea Schlinkert & Lady Olivia (alias Pascal Herrbach), die nicht nur charmant, sondern als ebenso erfahrene wie erfolgreiche Pinkies selber das ein oder anderen Hintergrundwissen beitragen konnten.

Angelika Schöttler, die selber gerne mal wieder das Tanzbein schwingen würde, begrüßte die gut 100 Menschen, unter denen Pinkies der ersten Stunde, andere langjährige, auch ehemalige und zukünftige Pinkies sowie viele Freund_innen, die uns über viele Jahre begleitet haben, waren. Die Bürgermeisterin, die 2017 vom LSVD zum Respektpreis nominiert war, zeigte sich sehr beeindruckt von der Kraft der Fotos und den Emotionen, die die Fotos, die im ersten Geschoss bis Ende November zu bestaunen sind, auslösen. Sie freut sich jetzt schon über jeden Gang aus ihrem Büro über die Gänge der Ausstellung und wir sind überzeugt, dass spätestens Ende November der nächste Tanzkurs gebucht ist;-)

Als erster Redner konnte Franz Allert (DTV-Ehrenpräsident) über die Unruhe berichten, für die die ersten Equality-Turniere im Tanzsportverband sorgten, als er Präsident des Landestanzsportverbandes (LTV) Berlin war. Als den Wertungsrichter_innen von Vertreter_innen des Deutschen Tanzsportverbandes (DTV) gedroht wurde, ihnen ihre Lizenz zu entziehen, sollten sie Equality-Turniere werten, stellte sich Franz Allert selber an die Fläche der ersten Berlin Open (1999). Mit dem Gewicht seines Amtes sorgte er dafür, dass nicht nur er, sondern auch alle anderen ihre Lizenz behielten. So sieht Unterstützung aus! Auch vier Jahre später, als Boris Ostrowsky & Jens Neumann die EuroGames gewannen und somit innoffizielle Standard-Europameister wurden, sorgte ihr Foto auf dem Titel des Tanzjournals (den offiziellen regionalen Seiten des Tanzsports im Tanzspiegel) noch für große Aufregung in den Mainstream-Tanzkreisen, sogar im vergleichsweise aufgeschlossenen LTV Berlin. Nach Einschätzung von Franz war die Aufnahme des Deutschen Verbandes für Equality-Tanzsport (DVET) im DTV im Jahr 2010 ein wichtiger Schritt für die Akzeptanz unseres Tanzsports.

Thorsten Süfke, der jetzige Präsident des LTV-Berlin, kann keine „Aufreger“ mehr berichten, ist doch der Equality-Tanzsport in Berlin inzwischen so normal geworden, dass er in mehreren Vereinen angeboten wird bzw. Equality-Paare in zahlreichen Vereinen willkommen sind. Auch wurde unter seinem Vorsitz das erste Equality-Paar in den Standard-Kader des LTV Berlin aufgenommen, wie später angemerkt wurde. Thorsten konnte noch berichten, dass die Mitglieder des OTK Schwarz-Weiß, als sie von pinkballroom gefragt wurden, gemeinsam die Europameisterschaften 2017 auszurichten, schon sehr freudig „ja“ sagten, auch wenn in diesem Verein kein gleichgeschlechtliches Paar tanzt. Der Equality-Tanzsport hat aber nach den drei Tagen der EC richtige Fans aus dem Kreise des OTK Schwarz-Weiß dazugewonnen, die von den sportlichen Leistungen und von der positiven Stimmung überwältigt waren.

Jürgen Beier, ist nicht nur Vize-Präsident des LTV-Berlin, sondern auch Pinkie der 1. Stunde. Er konnte von der Aufbruchstimmung in den 90er Jahren berichten, von der Begeisterung, mit der alle Möglichkeiten genutzt wurden, gleichgeschlechtlich zu tanzen – sei es im café fatal oder in den Tanzschulen wie Maxixe und Walzerlinksgestrickt. Und dann kam der Ehrgeiz, auch auf den GayGames und EuroGames eine gute Figur machen zu wollen. Weil Dirk Heidemann und der Verein btc die Zeichen der Zeit erkannt hatten, gibt es pinkballroom. Jürgen berichtet von einer erfolgreichen Integration die Pinkies im Verein. Er wurde, obwohl damals „nur“ pink-tanzend, als Leiter der gesamten Tanzsport-Abteilung gewählt, damit auch von den gemischtgeschlechtlich Tanzenden im Verein – und das nur wenige Jahre nach dem Eklat mit dem Foto. Bald wurde diskutiert, ob die Pinkies geschützte Räume brauchen, oder die wahre Gleichberechtigung nur mit dem Zusammenlegen der Angebote für „Pinkies“ und „die anderen“ zu erreichen ist. Der Verein hat sich für letzteres entschieden, aber die Diskussion geht weiter, betrifft sie doch noch andere Aspekte des Equality-Tanzens. Wir durften auch von Jürgen erfahren, was ihn angeregt hat vor den Berlin Open regelmäßig auf der Leiter zu stehen und den Saal so schön festlich zu gestalten.

Dörte Lange, die Präsidentin des DVET und Gründungsmitglied des entsprechenden Europäischen Verbandes ESSDA, gratuliert pinkballroom zum Jubiläum und weist darauf hin, wie bemerkenswert es ist, dass ein Verein über 20 Jahre ohne Unterbrechung jährlich ein Turnier ausrichtet – das sind bereits 17 Berlin Open, zwei Deutsche Meisterschaften und eine Europameisterschaft. Apropos Deutsche Meisterschaften..… pinkballroom hatte 2005 einfach beschlossen: „Eine Deutsche Meisterschaft muss her!“. Mit anderen Vereinen hatte mensch sich abgestimmt, aber den Deutschen Verband DVET gab es noch gar nicht. Seit diesem Jahr übernahm jedes Jahr ein Verein in Deutschland die Ausrichtung des Wettbewerbes. Erst seit 2009 macht das der DVET. Ideen und Engagement machen laut Dörte die Berlin Open seit langem zu dem wichtigsten Turnier auf deutschen Boden (nach den Deutschen Meisterschaften).

Petra Nowacki, Vorsitzende des Schiedsgerichts des DVET und Bundesvorsitzende der SPDqueer, tanzte selber in einer Formation und wurde jüngste Wertungsrichterin im DTV. Sie knüpfte an den Bericht von Franz Allert an. Auch wenn sich die Geschichten anhören, als wären sie 50 oder gar 70 Jahre her, sind es erst wenige Jahre, in denen wir so etwas ähnliches wie Normalität für queere Menschen erleben dürfen (na ja, in den Städten…). Der Equality-Tanzsport zeigt das „anders-sein“ gegenüber dem gemischtgeschlechtlichen Tanzen besonders deutlich. Und das ist auch gut so – sagt Petra. Sie weist darauf hin, dass Politiker_innen gesellschaftlichen Druck brauchen, genauso wie die Gesellschaft Initiativen von den Politiker_innen erwarten dürfen. Aber nur wenn beides Hand in Hand spielt, kann sich wirklich was verändern. Auch die Ehe für alle ist gerade erst 2 Jahre alt – und sie war wahrlich kein Selbstläufer, sondern das Ergebnis eines jahrzehntelangen Zusammenwirkens von gesellschaftlichen Initiativen und Politiker_innen verschiedener Parteien.

Die Veranstaltung wechselte in das Foyer des Rathauses: Tanzen war angesagt. DJane Andrea Schlinkert legte auf und stimmte mit dem Titelsong aus „Babylon Berlin“ auf den (film-)historischen Ort ein. Die „pink unicorns“ stellten den 1. Showact des Abends mit ihrer Lateinshow “Queen“. Im Mai 2018 wurden die Gruppe unter der Leitung von Gergely Darabos deutsche Meister_innen im Equality-Showtanz. Die tolle Show auf die mitreißende Musik macht immer wieder Spaß und begeisterte das Publikum.

Nach einer kleinen Umziehpause, in der das Publikum tanzen konnte, wurde zum 2. Showact in das Foyer geladen. Aber zunächst ergriff Hans-Jürgen Dietrich, Vizepräsident des DVET, das Wort. Er bat Gabriella-Ann Davis zu sich, um ihr die bronzene Ehrennadel des DVET zu verleihen, weil sie sich „in bemerkenswerter Weise Verdienste um den gleichgeschlechtlichen Tanzsport erworben hat“. Sie hat von der ersten Stunde an das Standardtraining für pinkballroom angeboten, und aus ihrem Training sind zahlreiche Deutsche-, Europa- und Weltmeister_innen hervorgegangen. „Wie kaum jemand anderes hat sie sich den Equality-Tanzsport zu ihrer Herzensangelegenheit gemacht und ihre hervorragenden Fähigkeiten unserem Tanzsport gewidmet. Damit hat sie nicht nur pinkballroom zu einem der größten und erfolgreichsten Equality-Tanzsportverein Deutschlands gemacht, sondern bereits früh einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass die sportliche Qualität inzwischen da angelangt ist, wo sie heute steht.“

Ihr aktueller großer Erfolg ist der Gewinn des Weltmeistertitels 2018 für die Showgruppe „revue en rose“ mit der Show „Queer World“, die sie choreographiert und trainiert hat. Ein toller Erfolg, nach dem die Gruppe bereits 2017 den Europameistertitel geholt hatte. „Queer World“ war der 2. Showact des Abends. Die Tänzer_innen „erzählten“ zahlreiche kleinere Geschichtchen aber auch große Geschichten wie den Brexit und den Klimawandel. Petra Nowacki über die Show: „Als politischer Mensch habe ich die Weltmeistershow ganz unabhängig von den klasse tänzerischen Leistungen auch als Integrationsprojekt par excellence und als ein deutliches Bekenntnis zu Europa empfunden. Das ist echt vorbildlich und ich wünsche mir, dass das – gerade in einer Zeit des aufstrebenden Rechtpopulismus und schwindender Solidarität in der Gesellschaft – viele Menschen sehen.“

Mit dem Ende der Show war der offizielle Teil des Festaktes beendet und es durfte getanzt werden. Um 22 Uhr verabschiedeten die Moderator_innen die Gäste und verwiesen auf die nächsten pinkballroom-Termine: QueerDanceCamp am 14.-16.12.2018, Pink-X-mas-Ball am 15.12.2018 und Berlin Open am 04.05.2019. Wir bedanken uns bei allen, die den schönen Abend möglich gemacht hatten – bei der herzlichen Gastgeberin und ihren Mitarbeiter_innen, bei den Redner_innen, die uns an ihrem Gedächtnis teilhaben ließen, bei den beiden wunderbaren Moderator_innen, bei der DJane mit ihren Händchen für gute Musik, bei den beiden Showgruppen und ihren Trainer_innen, bei den zahlreichen Person, die zum Buffet beigetragen haben, bei drei Personen, die die Getränke gespendet haben, bei der wunderbaren und professionellen Vorbereitungsgruppe, bei den Helfer_innen und bei allen, die kamen.
Text: Kerstin Kallmann
Fotos: Stefan Conradi & Dörte Lange

Weitere Fotos von Dörte

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Die Jubiläums-Gay-Games 2018 in Paris

Ein Jubiläum darf immer mit einem Rückblick beginnen. 1982 erblickte in San Franzisco ein neuer Sportevent das Licht der damals noch so anderen Welt: Die Gay Games No. 1 (noch unter dem Namen „Gay Olympics“). Alle 4 Jahre sollten sie seit dem stattfinden – genauso wie die Olympischen Spiele. Sie wanderten zunächst innerhalb Nordamerikas von Metropole zu Metropole (nochmal San Franzisco, dann Vancouver und New York). 1998 unterstrichen sie mit dem Sprung über den Teich ihre inzwischen weltweite Bedeutung für die queere Community: Amsterdam! Auf diesen Gay Games wird auch erstmals ein Tanzturnier für Standard und Latein ausgetragen, das nachhaltige Impulse in der queeren Tanzcommunity aussendet (siehe Meilensteine des Equality-Tanzsports auf pinkballroom.de). An die ersten Gay Games in diesem Jahrtausend werden sich viele der noch aktiven Tänzer_innen erinnern können: Sydney in 2002. Es folgten Chicago (2006), Köln (2010, das mit 520 Tänzer_innen immer noch größte gleichgeschlechtliche Tanzsportevent aller Zeiten) und Cleveland (2014). Zu den 10. – und damit zu den Jubiläums-Gay-Games – heißt nun die schöne Stadt Paris, das Organisationskomitee, die vielen Helfer_innen, die Bürgermeisterin Anne Hidalgo und der Präsident Emmanuel Macron alle Sportler_innen unter dem Motto „All Equal“ willkommen. Inklusion ist die Idee, mit der auch die Weltmeisterschaft im Tanzsport unter dem Schirm der IFSSDA ausgerichtet wurde. Aber dazu später mehr….

34 Tänzer_innen von pinkballroom, die Trainer_innen Gabriella und Pascal sowie eine sehr ordentliche Fankurve (!!!) reisten nach Paris. Die 34 Tänzer_innen brachten es auf insgesamt 27 Start, wobei Cornelia Wagner & Kerstin Kallmann mit jeweils 5 Starts am „fleißigsten“ waren. Unsere 6 Männer sind ausschließlich in der Showgruppe bzw. in den Mixed-Turnieren an den Start gegangen.

Wie auch in Berlin, war es in Paris zunächst vor allem HEISS! Mit Temperaturen knapp an die 40°C am Dienstag schwitzten wir viel. Da wurden die Senior_innen plötzlich um ihre frühe Startzeiten beneidet, weil diese noch halbwegs machbare Temperaturen versprachen. Aber mit jeder Minute stieg die Temperatur in der Halle, so dass die Ausrichter_innen nur noch einen Weg sahen: Die gesundheitliche Gefahr durch die Hitze wurde als bedrohlicher eingeschätzt, als die Gefahr durch Feuer, so dass nach kleineren technischen Umbauten ein steter Luftzug durch die Halle strömte. Zum Glück war es zur EC 2017 nicht so heiß, in Deutschland (und noch schlimmer Preußen) wäre diese Problemlösung nicht möglich gewesen….

Das Turnier startete am Dienstagvormittag mit den Seniorinnen Standard. In die C-Klasse wurde 18 Paare gewertet. Mit dem 13. Platz wurden Dorothea Kohlwagner & Iris von Wedel das Anschlusspaar zum Halbfinale. In dieser Klasse kamen Bettina Beinker & Anja Schittenhelm 2 Runden weiter und tanzten im Finale auf den tollen 5. Platz. Kerstin Hübner wurde mit Claudia Neidig zusammen mit 13 Paaren in die B-Klasse gewertet und erreichte dort den 11. Platz. Bei den Mixed-Turnieren SEN Standard bestand die B-Klasse aus unseren beiden Paaren Simone Britz mit Frank Morche und Katrin Raithel & Gisbert Winzler, wobei Simone & Frank am Ende vorne lagen.
Am Dienstagnachmittag starteten die Latein Frauen. In die C-Klasse wurden 16 Paare einsortiert. Bis ins Halbfinale tanzten Claudia Neidig & Regina Remski und dort auf den 8. Platz. Monique Gärtner & Kerstin Hübner erreichten das Finale und tanzten dort ganz fantastisch und sie wurden auch mit einigen Einsen belohnt. Aber die Konkurrenz war groß und es wurde der 6-Platz. In der B-Klasse tanzten 10 Paare zunächst um den Einzug ins Finale, das Kerstin & Cornelia als Anschlusspaar (hier sei mal ein rein subjektives „leider“ erlaubt) nicht gelang. Mel Braune & Stefanie Siebels überzeugten die Wertungsrichter_innen mehr, erfreuten sich im Finale an der tollen Unterstützung durch die Fankurve und tanzten auf den 6. Platz. In der Hauptgruppe Mixed Standard tanzten sich Katrin & Gisbert in der C-Klasse auf den 4. Platz. In der B-Klasse tanzten Simone & Frank wieder mal zusammen mit einem pinkballroom-Paar, aber diesmal mit Sophia Arkenstette & Pascal Herrbach. Letztere erfreuten die Zuschauer_innen mit vielfältigen Führungswechseln, gewannen 3 Tänze und somit auch das Turnier.

Am Mittwoch kamen die 10-Tänze-Wettbewerbe. Hier stießen Kerstin & Cornelia auf die Sieger_innen im Latein B-Finale des Vortages, die ebenfalls den 2. Platz sicher machen wollten (der Titel musste eindeutig nach Köln;-). Durch den 2. Platz im Jive sowie in allen Standard-Tänzen und einen geteilten 2. Platz in der Samba sind Cornelia & Kerstin die Vize-Weltmeisterinnen 2018.

Mittwochabends wurden dann die Tango-Argentino-Wettbewerbe getanzt. Wie anders dieses Tanzen doch ist….und wie unterschiedlich die Paare waren…. Von uns sind Andrea Schlinkert & Leon Strauss sowie Anja & Bettina an den Start gegangen. Während 4 Paare gleich in das Finale gesichtet wurden, mussten diese 4 Berliner_innen in die Hoffnungsrunde. Die Wertungsrichter_innne waren sich diesmal einig mit der Fankurve: Beide Paare kamen ins Finale. Andrea & Leon erreichten dort mit ihrer sehr innigen Interpretation dieses Tanzes den 6. Platz und Anja & Bettina mit ihrer super eleganten Tanzart den 5. Platz. Da eigentlich in verschiedenen Turnieren (Männer, Frauen, Mixed, SEN/Hptgr.) und in verschiedenen Klassen getanzt werden sollten, wurden auf Betreiben der Tänzer_innen doch alle Medaillen korrekterweise (d.h. entspr. Der ESSDA-Rules) vergeben. Anja & Bettina gewannen die B-Klasse Frauen in der Hauptgruppe sowie bei den SEN, Andrea & Leon gewannen die B-Klasse bei Mixed-SEN.

Am Donnerstagnachmittag startete das größte Feld des Turnieres: Frauen Hauptgruppe Standard. 24 Paare wurden allein in die C-Klasse gewertet. Dorothea & Iris erreichten in der Vorrunde den geteilten 17. Platz. Bettina & Anja erreichten auch in der Hauptgruppe das Finale und dort den 7.Platz. In der B-Klasse tanzten Kerstin & Claudia im Halbfinale auf den 12. Platz. In der A-Klasse verpassten Kerstin & Cornelia mit dem 8. Platz das Finale. Mit fünfmal 2. Plätzen tanzten Tania & Ines Dimitrova auf den fantastischen Silberrang dieser Weltmeisterschaft! Bei den Mixed Latein Turnier hatten Pascal & Sophia den Titel bereits nach der Sichtungsrunde sicher, weil sie als einziges Paar in die B-Klasse gewertet wurden. In der C-Klasse tanzte Mel zusammen mit Graham Ashwell (UK) spontan aber erfolgreich: Nach vier gewonnenen Tänzen wurde ihnen die Goldmedaille übergeben.

Am Freitag starteten 13 Showpaare mit extrem unterschiedlichen Darbietungen. Auch Kerstin & Cornelia ließen es sich nicht nehmen, ihre letzte Show für das café fatal aufzuwerten. Mit der Show „Pride“ (nach dem gleichnamigen Film) erreichten sie den 9. Platz. Tania & Ines erreichten mit ihrer Show „Zorro“ nicht nur das Finale, sondern auch den bronzenen Treppchenplatz. Danach zeigten 6 Showgruppen ihre Darbietungen. Die 19 Pinkies von revue en rose um die Trainerin und Choreografin Gabriella Davis stießen als amtierende Europameister_innen (2017) auf die amtierenden Weltmeister „Vima Vice Sqad“ aus San Franzisco. Aber ebenso ist mit den swinging sisters immer und überall zu rechnen, war der Titel 2017 doch denkbar knapp. Vima Vice Sqad startete als erste Gruppe das Finale. Das reine Männerteam zeichnet sich durch coole Choreographie aus und verbindet das mit schwarz-weiß gemusterten Klamotten mit halluzinatorischer Wirkung. Die Pink Dancers aus London haben ihre Show ganz auf Paris ausgerichtet und gewannen damit sicher nicht nur die Herzen der Französ_innen. Unsere Herzen rutschten dagegen kurzzeitig ganz nach unten, erkannten wir doch „unsere“ Musik wieder. Das war aber auch schnell wieder vorbei und so konnten wir die Show genießen. Die swinging sisters hatten ihre aus Berlin bekannte Show „Burlesque“ mit kleinen Accessoires auf die französische Hauptstadt ausgerichtet. Revue en rose hat dagegen ihre Show „Queer Europe“ passenderweise zur WM zu einer Show „Queer World“ angepasst. Neue Musikstücke, neue Kontinente, neue Länder, neue Klamotten. Wir tanzten jetzt nicht nur den Brexit, sondern auch den Klimawandel. Standing ovations…;-))) Die 5. Show war das 2. Team aus den USA und war ein reines Frauenteam. Diese tanzten Formation in Wild-West-Saloon-Ausstattung. Das letzte Team war PanDans, die ihre Show des letzten Jahres tänzerisch und von der Ausstattung deutlich aufgepeppt hatten.
Das Ergebnis: Die amtierenden Europameister_innen sind auch die neuen Weltmeister_innen!!!!

Soweit die Ergebnisse der Pinkies….aber es ist ja noch viel mehr passiert…..

Kommen wir zurück zur Inklusion bei den Gay Games. Es wurden zusätzlich Handidance Show-Wettbewerbe angeboten. Leider tanzte nur ein gleichgeschlechtliches Paar. Aber das Paar, das später den Titel gewinnen sollte, gehörte zu den wenigen Mixed-Paaren, die so etwas wie einen Führungswechsel tanzten (Hinweis: Ich kenne mich nicht aus mit Rollstuhltanzen, deswegen bitte ich um Hinweise, falls ich Unsinn schreibe). Eine „Hebefigur“, bei der der Fußgänger am Ende kopfüber über dem Parkett schwebte, und der Saal tobte. Er hörte auch nicht mehr auf zu toben, als die Rollstuhltänzerin binnenkörperliche Bewegungen zeigte, die die ein oder den andere_n Fußgänger_in vor Neid erblassen ließ (inkl. die Schreiberin). Auch hier erhob sich der Saal in Ehrerbietung.

Bei der Hauptgruppe Latein Männer sahen wir Paare, die auf den ersten und auch noch auf den zweiten Blick nach einem gemischtgeschlechtlichen Paar aussahen. Eigentlich kennen wir das nur aus den Frauen Turnieren. Während vor gar nicht so langer Zeit noch über Schleier, Hosenröcke oder High-Heels bei Männern gestritten wurde, rockten in 2018 drei Paare von den Philippinen bzw. aus Hongkong mit Personen das Männer-A-Finale, die High-Heels und Röcke und Strass-BHs zeigten. Die eindeutig schönste Lady des gesamten Turnieres tanzte dort. Vielfalt und die Einbindung von Transgender-Personen soll von Seiten des ESSDA und des DVET voran gebracht werden. Diese drei jungen Paare haben den Verbänden und Tänzer_innen wertvolle Nachhilfestunden gegeben – und genial tanzen konnten sie auch noch.

Das Turnier war insgesamt schön, viele hochklassige Paare waren da und insgesamt erstaunlich viele auch von außerhalb Europas. Wir tanzten zu toller Musik von Michael Kongso. Die Moderation von Tony Marcireau war charmant und von Pete Meager professionell. Patrick Sharkey als Chairman war ein phantastischer Gastgeber. Das Orgateam um Patrice, Alice und Co. war unermüdlich und immer hilfsbereit. Und doch…..Da die ESSDA nicht offiziell eingebunden war, fehlte es ein wenig an der Erfahrung mit der Ausrichtung von Großturnieren. Im Vorfeld hatte der Sportausschuss des DVET mehrere Fragen an die Veranstalter gerichtet, um Klarheit über die Turnierdurchführung für die Tänzer_innen zu erlangen. Einige dieser Fragen konnten im Vorfeld geklärt werden, andere erst am Tag selber durch den unermüdlichen Einsatz des DVET, einzelner Paare und wahrscheinlich auch des ESSDA. Zusätzlich hatte der DVET-Sportwart sich beim DTV intensiv dafür eingesetzt, dass die eigentlich angekündigte Sandra Caspers werten kann – leider erfolglos. In der Jahreshauptversammlung (annual General Meeting) der ESSDA haben wir vereinbart, dass wir die Erfahrungen (best practices) für die Organisation von Wettbewerben zusammentragen, um sie für nachfolgende Turniere zur Verfügung stellen zu können. Während Düsseldorf (2010) und Kopenhagen (2021) sicherlich noch vergleichsweise smooth über die Runden gehen werden (weil erfahrene Ausrichter), wird das Einbringen unserer gesammelten ESSDA-/DVET-Erfahrungen insbesondere für Rom (2019) und Hongkong (2022) wertvoll sein, damit auch diese zu unvergesslichen Ereignissen werden.

Zusätzlich zu unserem Pinkie-zentrierten Blickwinkel verweisen wir gerne auf die Berichte & Fotos von Dörte auf der DVET-Website:
GayGames 10 Paris – Tag 1
GayGames 10 Paris – Tag 2
GayGames 10 Paris – Tag 3
GayGames 10 Paris – Tag 4
sowie auf den Bericht von Thorsten auf der LTV-Berlin-Website.
Alle Ergebnisse finden sich auf der ESSDA-Website

Weitere Berichte & Fotos von:
France3 Regions: Gay Games : VOIR ou REVOIR le gala de danse de clôture
NBC News: The 10th annual Gay Games descend on Paris (Fotostrecke)
Reuters: Gay Games in Paris (Fotostrecke)
The New York Times: The Paris Gay Games in Pictures: ‘The Atmosphere Is Really Electric’
EuroNews: Same-sex duos tango and foxtrot at Paris Gay Games (ink. Film)
ABS CBN News: Pinoys shine in 2018 Gay Games dancesport
Sky Sports: Para Dance Sport duo ‚Strictly Wheels‘ chasing gold at Gay Games
Getty Images: Gay Games – Bilder und Fotos (aktuelle und ältere Gay Games)
Spiegel online: Gay Games in Paris: Festspiele der Vielfalt

Kerstin Kallmann

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