Das waren die inoffiziellen Europameister_innenschaften bei den EuroGames 2019 in Rom – Jetzt der Bericht

Seit 1996 gibt es Tanzsportwettbewerbe auf den EuroGames, seit 1998 auf den GayGames und seit 2011 werden auf diesen Tanzsportwettbewerben auch die offiziellen Europameister_innen-Titel der ESSDA (der europäische Verband unseres Tanzsport) vergeben.  

Es war schon immer etwas schwierig, einen Tanzwettbewerb innerhalb der Multisportevents EuroGames, GayGames oder OutGames zu veranstalten, insbesondere weil die finanziellen Anforderungen (vor allem für Räumlichkeiten, Wertungsrichter_innen) für ein Tanzturnier sich ganz erheblich von anderen Tanzsportarten unterscheiden und weil nicht-tanzsporterfahrene Menschen im Vor-Ort-Orga-Team sich dieser Unterschiede nicht immer bewusst sind. Bei den EuroGames 2019 in Rom gestaltete es sich besonders schwer, dabei scheint einiges Porzellan zerrstört worden zu sein. Mitte März gab die ESSDA erst mal auf, in Rom eine Europameister_innenschaft veranstalten zu können. Daraufhin wandte sich die EGLSF (der Verband, der die EuroGames ausrichtet) an den DVET (unser deutscher Verband), der selber Mitglied in der EGLSF ist. Dörte & Thorsten als Vertreter_innen des DVET sowie Peter des zusätzlich eingebundenen ÖTSV (das österreichische Pendant) fuhren kurzfristig zu einem Vor-Ort-Termin nach Rom und veröffentlichten Mitte April die gemeinsame Entscheidung, dass sie ein Tanzturnier auf den EuroGames veranstalten werden, das zumindest als „inoffizielle Europameister_innenschaften“ gelten werden (so wie vor 2011 auch). In kürzester Zeit suchten sie ein 9-köpfiges Wertungsgericht zusammen, die tollste D-Jane ever (Andrea Tangoschlampe Schlinkert), ein 3-köpfiges Moderationsteam (Lady Olivia, Csaba Csetneki & Marta Gagnin). Das war der „einfache“ Teil der Übung. Der schwierige Teil blieb auch für Dörte & Thorsten die Zusammenarbeit Vor-Ort…..der Kaffee für die Wertungsrichter_innen, Rechner und Drucker für das Turnierbüro, Shuttle-Service für die Tänzer_innen zum Veranstaltungsort, Klimatisierung des Tanzsaales, Medaillen, Akkreditierung & Begrüßungstüten…..alles wurde zu Herausforderungen, die graue Haare im Organisationsteam wachsen ließen….

Das Wertungsgericht der EuroGames 2019

Und leider gelang es nicht, die ESSDA zu überzeugen, aus dem Turnier doch noch offizielle Europameister_innenschaften zu lassen. Schade, aber nicht schlimm…

Die organisatorischen Schwierigkeiten, der Verzicht auf die Vergabe offizieller Titel und urlaubstechnische Gründe veranlasste leider einige Paare dazu, nicht die Reise nach Rom anzutreten. Von pinkballroom machten sich aber zahlreiche Tänzer_innen auf dem Weg nach Rom, immer bestens informiert durch ständig aktualisierte Wegbeschreibungen von Thorsten. Der Veranstaltungsort war verkehrstechnisch eigentlich ungeheuer praktisch gelegen: Direkt neben dem Flughafen Ciampino, der vor allem von einer Billigst-Fluglinie angeflogen wird. Vorteilhaft waren die günstigen Preise für die Hotels, die mit der guten Verkehrsanbindung einhergehende Geräuschkulisse berücksichtigen. Wer nahe wohnte, konnte die Mittänzer_innen regelmäßig in der Pizzeria/Trattorie wiedertreffen – Ciampino ist halt übersichtlich;-) Obwohl Flughafen und Hotel so nah waren, war der Weg zum Veranstaltungsort zu Fuß doch noch herausfordernd. Ein paar hundert Meter waren auf einer befahrenen Straße ohne Gehweg zurückzulegen – interessante Hinterlassenschaften und Gerüche inklusive. Der Weg führte in ein Gewerbegebiet mit Tankstelle und Hyper-Mercato und eben dem Veranstaltungsort Palacavicchi. Dieser Ort, der obwohl aus den 90ern bereits mit sehr viel Trash bei eher verhaltenem Flair aufwarten konnte, verwandelt sich am Wochenende in einen Tanzschuppen mit Bargelände für bis zu 11.000 Menschen. So viel waren wir nicht….ein kleiner Teil davon reichte für die angereisten Tänzer_innen und mitgebrachten Zuschauer_innen aus – wir hatten Platz!

So sieht Platz aus!!

Für die Tänzer_innen startete es mit einem Warm-Up am Mittwoch und einem gemeinsamen Empfang vom DVET und dem UKSSDC. Das war schon mal wichtig, um den Flair von Palacavicchi auf sich wirken zu lassen und auch mental bestens vorbereitet die Turniere 11.-13.07.2019 angehen zu können.

Am Donnerstag starteten die Europameister_innenschaften mit dem Wettbewerb 10 Tänze Senior_innen (keine Pinkies bei den Männern). Von pinkballroom war Sophia Arkenstette mit ihrer städteübergreifenden Tanzpartnerinnenschaft Susanne Jurkowlaniec aus Hannover am Start. Während sie in vier der Standardtänze den 4. Platz machten, mussten sie sich in den Lateintänzen mit dem 5.Platz genügen. In der Summe wurde es somit knapp der 5. Platz.

Am Nachmittag folgten die Hauptgruppen-Wettbewerbe Latein Frauen und Standard Männer. In dem Frauenfeld mit 16 Paaren starteten 6 Pinkie-Paare, bei den 11 Männerpaaren ein Paar von uns. Sophia & Susanne mussten mit dem 4. Platz in der D-Klasse wieder neben dem Treppchen Platz nehmen. In der B-Klasse  tanzten 3 Pinkie-Paare in einem Feld von 5 Paaren. Claudia Neidig & Ilka Spencker tanzten in ihrem ersten gemeinsamen Turnier auf den 4. Platz. Die Silbermedaille hätten Monique Gärtner & Kerstin Hübner gerne entgegen genommen, aber die gab es am Donnerstag noch nicht. Trotzdem war es der schöne 2. Platz! Davor setzten sich die nach einem Jahr Pause die spontan zusammentanzenden Mel Braune & Stefanie Siebels, die dann in dem A-Finale den 5. Platz machten. Wiederum davor erreichten Cornelia Wagner & Kerstin Kallmann den 4. Platz (europäische Wertung: 3. Platz) und Ulrike Gutewort & Anika Lautenschläger den 3. Platz (mit einem 2. Platz und einem geteilten 2. Platz, inoffizielle Vize-Europameister_innen). Es gewannen mit allen gewonnenen Tänzen die amtierenden offiziellen Weltmeisterinnen Yulia Zhdanova & Kelly Monshouwer (Russland/Niederlande). Antonio Ciutto & Kai Vetter gewannen in Standard mit allen gewonnenen Tänzen die B-Klasse und tanzten in der A-Klasse auf den 5. Platz. Die (neuen) inoffiziellen Europameister heißen Stefan Lehner & Thomas Marter (Österreich).

Von der folgenden Opening Zeremonie können wir leider nicht berichten, so dass der Bericht gleich mit dem nächsten Tag weitergehen kann. Es war der Freitag. Dieser Tag beinhaltete alle Senior_innen Einzel-Turniere, die Hauptgruppen-10-Tänze-Turniere, alle Show-Turniere sowie die als Fun-Turniere angekündigten Tango- und Salsa-Turniere – in der Summe 10 Turniere, die in einander verschachtelt wurden. Eine logistische Meisterleistung der Turnierorgakunst!!!! Es war für uns einfache Tänzer_innen allerdings nicht ganz einfach, den Überblick zu behalten….. zum Glück hatten wir einen detaillierten Zeitplan, der über 2 Seiten des Programmheftes verlief!

In dem 17-paarigen Seniorinnenfeld Standard teilten sich Sophia & Susanne mit einem anderen Paar den Anschlussplatz an das C-Finale. In der B-Klasse tanzten Kerstin & Claudia auf den 5. Platz. Der Tanz um den Sieg in dieser Klasse war spannend!!! Mit drei 2. Platzen und einem ersten gewannen Monika Schmitt & Antje Wähner. Das Siegerinnentreppchen hätten drei verschiedene Berliner Vereine besetzt – aber wer braucht schon ein Treppchen;-) In der A-Klasse tanzten Moni & Antje auf den 4. Platz. Das Turnier gewannen mit allen gewonnenen Tänzen die amtierenden offiziellen Seniorinnen-Weltmeisterinnen Caroline Privou & Petra Zimmermann (Köln). Es gibt keine Latein- tanzenden Pinkie-Männer.

In dem 10-Tänze-Turnier der Hauptgruppe tanzten Sophia & Susanne auf den 4. Platz. Die amtierenden Weltmeisterinnen waren leider nicht am Start, so dass Kerstin & Conny sich nicht lange bitten ließen und den nun inoffiziellen Titel gewannen. Ab dieser Sieger_innen-Ehrung  gab es auch die EuroGames Medaillen dazu.

Für den Tango-Wettbewerb verließ Andrea Schlinkert kurz mal ihr DJane-Pult und tanzte mit Leon Strauß auf den 2. Platz der A-Klasse(übrigens zieren die beiden das aktuelle Juli-Blatt des aktuellen Berlin Open Kalenders;-). Das Turnier gewannen Bettina Beinker& Anja Schittenhelm (Berlin). Für den Salsa-Wettbewerb tanzten Katrin Raithel & Gisbert Winzler auf den 1. Platz der B-Klasse. In der A-Klasse tanzte Ulrike Gutewort spontan mit Bettina Beinker auf den 4. Platz. Offensichtlich trainiert hatten Leonhard Stefan & Gergely Darabos (zumindest an diesem Tag) und tanzten mit spektakulären Figuren auf den 2. Platz der A-Klasse. Es gewann die italienisch-israelische Kombination Davide di Prete & Yoav Oved.

Am Nachmittag starteten die Seniorinnen Latein und die Senioren Standard. In der C-Klasse tanzten die unermüdlichen Sophia & Susanne auf den 6. Platz in der C-Klasse. Claudia & Ilka kamen in diesem Turnier in die B-Klasse und erreichten den bronzenen Treppchenplatz. Sie nahmen nicht nur ein paar Einser-Wertungen mit, sondern sind mit dem Ergebnis das drittbeste Frauenpaar Europas dieser Altersstufe. Es gewannen Dorothea Arning & Almut Freund (Berlin). Das Seniorenturnier Standard gewannen (ohne Pinkie-Beteiligung) Thomas Bensch & Simone Biagini (Berlin).

Bereits Mittags war die Vorrunde der beiden Show-Turniere zu bewundern. Bei den Paaren tanzten neben Tania & Ines Dimitrova mit ihrer Show „Zorro“ noch Davide di Prete & Yoav Oved mit einer Modern Dance – Latein Show sowie Liore Panitz & Jo Popadynetz (USA) mit ihrer Latein-Interpretation zu „Halleluja!“. Letztere verzichteten leider auf die Möglichkeit, die Präsentationsrunde zu tanzen und wurden Letzte im Turnier. Es gewannen recht eindeutig Tania & Ines.

Bei den Showgruppen starteten beide pinkballroom-Gruppen: revue en rose unter der Leitung von Gabriella Davis sowie pink unicorns unter der Leitung von Gergely Darabos. Die pink unicorns zeigten ihre Show “Vogue”, mit der sie bereits den Deutschen Meister_innen Titel gewannen. Kai Vetter, Anika Lautenschläger, Ulrike Gutewort, Monique Gärtner, Kerstin Hübner, Mel Braune, Tatjana Meier & Leonhard Stefan zeigten tänzerisch wie stilistisch ganz große Klasse und waren nochmal besser als in Hamburg. Die pink dancers aus London (Leitung: Ralf Schiller) zeigten in coolen Raumanzügen (O-Ton einer Tänzerin: „It’s NOT cool!“) ihre Interpretation des Zeitgeistes während der ersten Mondlandung. Ganz schön schwerelos! Bei revue en rose tanzten Andrea Schlinkert, Simone Götz, Sabine Stratmann, Leon Strauß, Mel Braune, Gisbert Winzler, Katrin Raithel, Kerstin Hübner, Frank Morche, Rainer Dietzel, Antje Wähner, Monika Schmitt, Anja Schittenhelm, Konscha Schostak, Simone Britz, Monique Gärtner, Jan Himme und Annika Lautenschläger passend zum 50. Jahrestag des Stonewall-Aufstandes in der Christopher Street den Kampf für die Rechte der LGBTI-Community. Da war alles drin: Bigotterie in der Kirche, gleichgeschlechtliche Ehe, Ausgrenzung von Homosexuellen und die Befreiung durch Coming Outs….. Es wurde (wie bereits 2017 während der EC in Berlin) ein ganz knappes Ergebnis. Mit 160,0 zu 159,5 gewannen revue en rose vor pink unicorns. Zahlen können so brutal sein…. Menschen hätten zweimal den ersten Platz vergeben (weichherzige auch dreimal)……

Insgesamt zeigt sich bei den Gruppen eine Entwicklung zu deutlich mehr Phantasie, zu mehr Wow-Effekten bei den Kostümen und bei den tänzerischen Show-Effekten (diese ganz wunderbare menschliche Treppe, zum Dahin schmelzen!!!). Das Publikum freut es!!!!!

Am letzten Tag (Samstag) gab es nur noch zwei Turniere der Hauptgruppe. Wer aufgepasst hat, weiß sofort, dass die inoffiziellen Titel Frauen Standard und Männer Latein noch offen sind. Sophia & Susanne nutzten die viele Turnier-Erfahrung der letzten Tage und erreichten in der C-Klasse den 13. Platz. In dieser Klasse erreichten Kerstin Hübner & Claudia Neidig  sowie Simone Britz & Nora Martens das Finale. In diesem Finale wurden die Ziffern zwar kunterbunt erteilt, aber die Plätze dann doch recht eindeutig errechnet. Auf das Treppchen kamen beide Pinkie-Paare , wobei Nora & Simone vor Kerstin & Claudia auf den 2. Platz kamen. In dem Finale der B-Klasse waren wieder zwei Pinkie-Paare vertreten: Monika & Antje sowie Jan Himme & Monique Gärtner. Auch hier waren sich wieder die Wertungsrichter_innen nicht ganz einig. Jedes Paare erhielt Einser-Wertungen. So auch Moni & Antje, aber unter dem Strich wurde es der 4. Platz. Fast jedes Paar erhielt auch Sechser-Wertungen – außer Monique & Jan. Folgerichtig gewannen sie diese Klasse mit drei gewonnenen Tänzen. In der höchsten Klasse war pinkballroom dann mit drei Paaren vertreten, wobei Monique & Jan den Einzug in das Finale verpassten. Dort tanzten Kerstin & Conny auf den 5. Platz, während sich Tania &Ines ein Duell mit Reka & Maria aus Ungarn gaben. Da sie „nur“ zwei Tänze „gewannen“ wurde es der bronzene Treppchenplatz. Das Turnier gewannen „natürlich“ die amtierenden Weltmeisterinnen Petra & Caroline. Seit 2005 ungeschlagen….und doch immer wieder unglaublich!!!!!

Bei den Männern starteten Mark Haps & Kai Vetter in der B-Klasse und erreichten den silbernen Rang. Dieses Turnier gewannen Antonio Cavallo & Andrea Chiapello aus Italien.

Ach so: In diesem Finale tanzte noch ein Paar aus Italien. Und in der B-Klasseauch ein Paar mit Italien-Beteiligung….Es war also nicht nur das erste Turnier in Italien, sondern auch das erste Turnier mit Tänzer_innen, die für Italien starten. Wir würden uns freuen, wenn diese Paare dabei blieben und noch ein paar Freund_innen mitbrängen.

Von pinkballroom können wir 29 Starts vermelden bei insgesamt 129 Starts, wir waren also ganz gut vertreten! 16 „Titel“ wurden vergeben, davon gingen drei an Pinkies: Die Titel im Wettbewerb Showtanz Gruppe, im Wettbewerb Showtanz Paar und im Wettbewerb 10 Tänze Hauptgruppe. Aber wegen der Titel waren wir ja gar nicht da! Wir haben schönes Tanzen gesehen, wir haben unser Bestes gegeben, gedankt wurde es meistens auch von Wertungsricht und Publikum. Auch wenn dieses größtenteils aus Tänzer_innen bestanden, sind gerade auch aus Berlin einige Familienangehörige und Freund_innen mitgereist, um die Paare zu unterstützen. Das Publikum war toll!!!!

Bei Richtigrum schreibt Kathrin Raithel:

„Und was ist nun das Fazit? Gelungene Tanzwettbewerbe in der „ewigen Stadt“ mit gut gelaunten und engagierten Akteuren, Helfern und Turnierveranstaltern. Die tolle Gemeinschaft an den Turniertagen und der unbedingte Wille, gemeinsam das Gelingen des Events erreichen zu wollen, werden wohl bei vielen von uns in starker Erinnerung bleiben. Arrivederci Roma! Ciao Düsseldorf 2020!“

Was wäre dem hinzuzufügen?(außer ein Gender_Gap;-) und unser Dankeschön.

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Das waren die inoffiziellen Europameister_innenschaften bei den EuroGames 2019 in Rom – Noch kein Bericht, nur Danke!

Auf der (in?)offiziellen Website der offiziellen Organisator_innen der inoffiziellen Europameisterschaften der offiziellen EuroGames 2019 war folgendes zu lesen:

„THANK YOU! The EuroGames 2019 in Rome ended yesterday with the brilliant finals of the women’s Standard and men’s Latin. We from the organization committee of the DVET and ÖTSV would like to thank all those who made this event possible and contributed to the success! The results can be found on the website of the DVET.“

Dörte Lange, Thomas Marter, Thorsten Reulen and Peter Steinerberger

Nun, zurück in Berlin bleiben die Erinnerungen an ein Turnier, das im Vorfeld zu reichlich Diskussionen geführt hat, das aufgrund der orgnisatorischen Unzulänglichkeiten sogar Thorstens Geduld über alle Maßen strapaziert hatte, bei dem einiges nicht geklappt hat, das natürlich viel zu heiß war, und der Weg war auch nicht sooooo schön….. aber es bleiben vor allem Erinnerungen an ein Turnier, bei dem einige wenige Menschen sich entschieden hatten, nach dem „Aus“ der ESSDA, es zu retten, bei dem diese Menschen sich bemühten, die Tänzer_innen die Unzulänglichkeiten nicht spüren zu lassen, bei dem viel Freude beim Tanzen und viel Gemeinschaft in der Community zu spüren war, bei dem die Freude über die inoffiziellen Titel keinesfalls geringer waren, als die über offizielle…..

Tausend Dank und quattro mille baci a Dörte, Thorsten, Peter und Thomas!!!!

Folgende inoffiziellen Europameister_innen-Titel gingen holten sich die Pinkies:

  • Revue en rose (Leitung: Gabriella A. Davis) mit ihrer Show „Holy Diversity“ im Wettbewerb Showtanz Gruppe
  • Tania & Ines Dimitrova mit ihrer Show „Zorro“ im Wettbewerb Showtanz Paar
  • Cornelia Wagner & Kerstin Kallmann im Wettbewerb 10 Tänze Hauptgruppe

Darüber hinaus gab es zahlreiche ganz tolle Ergebnisse, die in dem vollständigen Bericht ergänzt wurden. Unter „Results“ könnt Ihr auch noch stöbern….

Weitere Berichte:

Alle Wege führen nach Rom“ von Kathrin Stade bei richtigrum

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Regenbogen über der Hansestadt

Zum zweiten mal wurde eine offizielle Deutsche Meisterschaft in Hamburg ausgerichtet – diesmal vom Club Saltatio Hamburg. Die Vorbereitung dieser DM beeindruckte zunächst durch eine perfekte website zur Veranstaltung, auf der ständig News zur Veranstaltung und FAQ zum Equality-Tanzsport gepostet wurden. Spannend wurde es dann, als der Veranstaltungssaal mit Foto präsentiert wurde. Die Community war verwirrt: Ist das nun groß oder klein? Quer oder längs? Wo ist die zweite Hälfte des Parketts?

Um das Geheimnis zu lüften, fuhren viele schon zum Eintanzen am Donnerstag Abend in die Irene-Sendler-Schule, irgendwo draußen vor Hamburgs Toren (Zum Glück decken die modernen Navigeräte auch die letzte Wildnis Deutschlands ab). Hui – die Fläche war klein und darüber hinaus auch noch glatt….. Das musste sich ändern. Mit allen Mitteln wurde um jeden Zentimeter der Fläche gerungen. Aber am nächsten Morgen mit Öl und Wachs, Bürsten und nassen Lappen bewaffnet fanden wir dann eine gut tanzbare und über Nacht auch gewachsene (nicht „gewachste“) Fläche vor. Zum Glück! Und hier schon mal ein erster Dank an das Turnier-Orga-Team und den DVET!

Leider waren diese Deutschen Meisterschaften nicht ganz so gut besucht, wie in den Vorjahren. Zudem setzt sich der Trend fort, dass immer weniger internationale Paare an den Start gehen. Schade eigentlich, denn der Club Saltatio mit Frontmann Tobias Brügmann hatten viel Arbeit und Liebe in die Veranstaltung gesteckt. Mit Erfolg!!!!

Bei den Seniorinnen Latein waren leider nur sechs Paare am Start, die sich dann auf drei Klassen verteilten. Schade – aber dennoch gab es tolles Tanzen zu sehen. In der C-Klasse belegten Astar Reinert (pinkballroom) und Sigrid Dorschky (1.TSZ im TKH und TanzArt Hannover) den 2. Platz. Siegerinnen des Turniers in der A-Klasse: Simeonova Stiliyana & Leezah Hertzmann, Inspiration2Dance, London [GBR].

Bei den Senioren Standard waren es immerhin 11 Paare, aber niemand von pinkballroom. Au weia – Männer in den besten Jahren – wo seid ihr??? Sieger des Turniers wurden Jan de Haas & Mario Houtsma-Grech, CanDance Amsterdam [NED].

Der Nachmittag begann mit den Vorrunden der Show-Gruppen und Show Paare, aber dazu später mehr.

Darauf folgte das größte Turnier des Wochenendes mit 33 Paaren: Frauen Standard Hauptgruppe. Schon in der Sichtungsrunde wurde streng gewertet. In der D-Klasse ging die Bronzemedallie an Astar & Sigrid. In der starken C-Klasse nach Vorrunde und Halbfinale konnten Nora Martens & Simone Britz den 4. Platz erreichen – mit „Blickweite“ zu den davor liegenden Paaren. Die B-Klasse ging ebenfalls über drei Runden. An der Spitze lieferten sich Jan Himme & Stefanie Hampel sowie Kerstin Kallmann & Cornelia Wagner ein enges Rennen, dass erst im Quickstep des Finales entschieden wurde, zugunsten der Letztgenannten. Diese konnten sich dann noch mal so richtig motivieren für die Teilnahme an der Präsentationsrunde der A-Klasse und das darauf folgende Finale mit großartiger Stimmung. Nach 27 Tänzen belegten Kerstin & Conny dann final den 6. Platz in der A-Klasse. Tania & Ines Dimitrova brauchten keinen Umweg über die B-Klasse. Sie erreichten in dem starken Damen-Feld den 4. Platz. Den Titel gewannen zum nunmehr 15. Mal Caroline Privou / Petra Zimmermann, TTC Rot-Gold Köln.

Ähnlich wie Kerstin & Conny erging es Mark Haps & Kai Vetter. Auch sie ertanzten sich einen Sieg in der B-Klasse und wurden mit der Teilnahme am A-Finale und einem 4. Platz darin belohnt. Der Turniersieg ging an Joao Baiao / Tom Wohlfahrt, Jo’s Dance Emporium [GBR].

Nun endlich zu den Show Wettbewerben. Es sollte ein Fest für die „Pinkies“ werden: Zwei Deutsche Meister-Titel. Der erste ging an unser Showdance Paar Tania & Ines mit ihrer mitreißenden Show “Zorro”. Bei den Gruppen waren drei Shows am Start: Jede hatte etwas ganz Besonderes. Die „Hip ’n’ Wheels“ aus Hannover erzählten mit ihrer inklusiven Formation die Geschichte aus dem Musical „Grease“ in neuer Weise, mitsamt der bekannten Hebefigur (wer jetzt aufgepasst hat, weiß: nicht „Grease“, sondern „Dirty Dancing“). Toll! Die Swinging Sisters schafften es mit (oder trotz?) Musik von Helene Fischer den Saal zu rocken. Es bebten die Herzen aller –  coole Girls! Aber dann kam das Highlight, nicht nur aus pinkballroom Sicht. Von den Klamotten bis zum Tanzen der reinste Hingucker: Die pink unicorns von Gergely Darabos mit der Show “Vogue”. Kai Vetter, Anika Lautenschläger, Ulrike Gutewort, Monique Gärtner, Kerstin Hübner, Mel Braune, Tatjana Meier & Leonhard Stefan – alle so verschieden und doch alle so Madonna!!! Den Titel habt ihr euch verdient!!

Nun der zweite Tag. Für den bzw. die eine*n oder andere*n begann es mit Muskelkater bzw. -katze (Die Autorinnen dieses Beitrages kennen so etwas natürlich nicht;-). GAAANNNZZZZ früh mussten die armen Senior*innen ran. Astar und Sigrid hielten die pinki-Fahne bei den Seniorinnen Standard hoch. Sie erreichten den 6. Platz in der C-Klasse. Siegerinnen des Turniers & Deutsche Meisterinnen wurden Sabine Engelmann / Manuela Schulze (TSC Tanz usw.!, Frankfurt am Main). Leider keine Pinkies bei den Senioren Latein. Neue Deutsche Meister wurden Jürgen Robisch &  Norman Paulsen vom ausrichtenden Club Saltatio Hamburg.

Bei den Frauen Latein brauchten die Wertungsrichter*innen etwas, um warm zu werden. So waren zunächst nur zwei Paare in A-Klasse gesichtet worden, und dies auch nur knapp. Dies bedeutete besonders stark und voll besetzte „untere“ Klassen. Astar und Sigrid – die den inoffiziellen Titel im Viel-Tanz bei pinkballroom holten – kamen in der C-Klasse auf Platz 7. Diese Klasse gewannen Jan & Stefanie souverän. Als Aufsteiger*innen ertanzten sie Platz 9 in der B-Klasse. In dieser Klasse standen drei „Pinki-Paare“ im Finale. Der 6. Platz ging an Kerstin & Conny, davor konnten sich Mel Braune & Marta Ports auf Rang 5 platzieren. Noch besser lief es bei Anika Lautenschläger & Ulrike Gutewort die die Bronzemedaille erreichten. Nun kam eine Besonderheit ins Spiel: Die DVET Chairperson hatte mit Blick auf die starken gezeigten Leistungen der Paare entschieden, die Plätze 1-3 der B-Klasse im A-Finale am Abend tanzen zu lassen. Damit waren Anika & Rike auch dabei! Hier noch mal ein riesen Dank an das Turnierteam aus Hamburg und DVET für diese Flexibilität! Wie richtig diese Entscheidung war, stand außer Frage ….. denn das Finale war das Highlight des Abends!!! Alle Paare drehten nochmal auf und mobilisierten alle verfügbaren Kräfte. Wo mensch nur hinschaute, tolles Tanzen! Für Anika & Rike wurde es im Finale Rang 5. Eindeutige Siegerinnen des Turniers & Deutsche Meisterinnen: Ute Graffenberger & Marina Hüls, TTC Rot-Gold Köln.

Bei den Männern Hauptgruppe Standard gewann das einzige für pinkballroom startende Paar Antonio Ciutto & Kai Vetter die B-Klasse. Sie konnten ihre Leistung gegenüber dem Berlin Turnier noch einmal ordentlich steigern. Auch sie nahmen am A-Finale am Abend teil und erreichten den 4. Platz. Der Hingucker im Finale war das Sieger-Paar: Thomas Marter & Stefan Lehner, TSC Wechselschritt Linz, die mit allen 1ern gewannen.

„Liebevoll dazwischen geschoben“ wie es eine Tänzer*in ausdrückte, fanden die Siegerehrungen in der Kombination statt. Bei den Senior*innen ging der Titel zum wiederholten Mal an Dorothea Arning & Almut Freund,TC Spree-Athen Berlin. Astar und Sigrid verfehlten knapp Platz 3. Bei den Senioren ging der Titel an Simone Biagini & Thomas Emanuel Bensch, TSC Balance Berlin / TSC Richtigrum Berlin.  Bei den jüngeren Herren kam leider kein Pinki Paar in Frage. Der Sieg ging an die Niederländer Jan de Haas & Mario Houtsma-Grech von CanDance Amsterdam. Bei den Frauen gab es in der Kombination sogar neun Paare. Den geteilten dritten Platz erreichten Jan & Stefanie. Kerstin & Conny dürfen ein weiteres Jahr den deutschen Vize-Meisterinnen-Titel führen. Deutsche Meisterinnen sind Miriam Meister & Angela Pikarski, TSC Mondial Köln.

Der Abend endete mit viel Tanzen auf tolle Musik von Denise Lau. Vor dem Tanzsaal erschien den Schreiberinnen ein Regenbogen in der Abendsonne… wie passend und fast gar nicht kitschig. Währenddessen gewann auch noch Kloppo irgendwas……

Die Ergebnisse im Einzelnen findet ihr hier: Ergebnislink. Siehe auch auf pinkballroom.de den Ergebnisüberblick. Fotos von AR-Fotographie gibt es dort.

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Ergebnisse aus Hamburg von der Equality-DM 30.05.-01.06.2019

Wir hatten schöne Tage ein Hamburg, der Club Saltatio Hamburg hat sich richtig ins Zeug gelegt und ein schönes Turnier organisiert. Es gab super packende Finals (nicht nur in den A-Klassen), gute Stimmung, tolle Leistungen, und Dörte und Thorsten vom DVET, die alles mögliche (und unmögliche) einfach gemacht haben. Danke an alle!!!

Ergebnisse von Tag 1:

Seniorinnen Latein:

  • Siegerinnen des Turniers: Simeonova Stiliyana / Leezah Hertzmann, Inspiration2Dance, London [GBR]
  • Deutsche Meisterinnen & bestes Berliner Paar: Dorothea Arning / Almut Freund, TC Spree-Athen Berlin (2. Platz A-Klasse)
  • Bestes Pinkie-Paar: Astar Reinert mit Sigrid Dorschky, 1.TSZ im TKH und TanzArt e.V., Hannover (2. Platz C-Klasse)

Senioren Standard:

  • Sieger des Turniers: Jan de Haas / Mario Houtsma-Grech, CanDance Amsterdam [NED]
  • Deutsche Meister: Gerd Rücker / Andreas Gußmann-Kort; TSC TANZ usw.! Frankfurt am Main  (2. Platz A-Klasse)
  • Bestes Berliner Paar: Simone Biagini / Thomas Emanuel Bensch, TSC Balance Berlin / TSC Richtigrum Berlin (3. Platz B-Klasse)
  • (keine Pinkie-Beteiligung)

Frauen Hauptgruppe Standard:

  • Siegerinnen des Turniers & Deutsche Meisterinnen: Caroline Privou / Petra Zimmermann, TTC Rot-Gold Köln
  • Bestes Berliner & Pinkie-Paar: Tania Dimitrova / Ines Dimitrova (4. Platz A-Klasse)

Männer Hauptgruppe Latein: 

  • Sieger des Turniers: Joao Baiao / Tom Wohlfahrt, Jo’s Dance Emporium [GBR]
  • Deutsche Meister: Damian Spyrka / Marc Hartung-Knöfler, TSZ Blau-Gold-Casino Darmstadt / Tanzsportclub Rot-Weiß Viernheim (2.Platz A-Klasse)
  • Bestes Berliner Paar: Csaba Gyöngyösii / Ingo Elze, TSC Balance Berlin (3. Platz A-Klasse)
  • Bestes Pinkie-Paar: Mark Haps / Kai Vetter (4. Platz A-Klasse)

Showdance Paare:

  • Siegerinnen des Turnieres: Tania Dimitrova / Ines Dimitrova (“Zorro”)

Showdance Gruppen:

  • Sieger_innen des Turnieres: Pink Unicorns, (“Vogue” von Madonna)

Ergebnisse von Tag 2:

Seniorinnen Standard:

  • Siegerinnen des Turniers & Deutsche Meisterinnen: Sabine Engelmann / Manuela Schulze (TSC Tanz usw.!, Frankfurt am Main)
  • Bestes Berliner Paar: Dorothea Arning / Almut Freund, TC Spree-Athen Berlin (2. Platz A-Klasse)
  • Bestes Pinkie-Paar: Astar Reinert mit Sigrid Dorschky, 1.TSZ im TKH und TanzArt e.V., Hannover (6. Platz C-Klasse)

Senioren Latein:

  • Sieger des Turniers & Deutsche Meister: Jürgen Robisch / Norman Paulsen, Club Saltatio Hamburg
  • Bestes Berliner Paar: Simone Biagini / Thomas Emanuel Bensch, TSC Balance Berlin / TSC Richtigrum Berlin (2. Platz B-Klasse)
  • (keine Pinkie-Beteiligung)

Frauen Hauptgruppe Latein:

  • Siegerinnen des Turniers & Deutsche Meisterinnen: Ute Graffenberger / Marina Hüls, TTC Rot-Gold Köln
  • Bestes Berliner & Pinkie-Paar: Anika Lautenschläger / Ulrike Gutewort (5. Platz A-Klasse)

Männer Hauptgruppe Standard:

  • Sieger des Turniers: Thomas Marter / Stefan Lehner, TSC Wechselschritt Linz
  • Deutsche Meister: Gerd Rücker / Andreas Gußmann-Kort, TSC TANZ usw.! Frankfurt am Main (2. Platz A-Klasse)
  • Bestes Berliner & Pinkie-Paar: Antonio Ciutto / Kai Vetter (4. Platz A-Klasse)

Kombination  Seniorinnen:

  • Siegerinnen des Turniers & Deutsche Meisterinnen: Dorothea Arning / Almut Freund,TC Spree-Athen Berlin

Kombination Senioren:

  • Sieger des Turniers & Deutsche Meister: Simone Biagini / Thomas Emanuel Bensch, TSC Balance Berlin / TSC Richtigrum Berlin

Kombination Hauptgruppe Frauen:

  • Siegerinnen des Turniers & Deutsche Meisterinnen: Miriam Meister / Angela Pikarski, TSC Mondial Köln
  • Bestes Berliner & Pinkie-Paar: Kerstin Kallmann / Cornelia Wagner

Kombination Hauptgruppe  Männer:

  • Sieger des Turniers: Jan de Haas & Mario Houtsma-Grech, CanDance Amsterdam NL
  • Deutsche Meister: Stefan Laschke / Thomas Laschke, TC Seidenstadt Krefeld

Weitere Ergebnisse der Pinkies und Eindrücke findet Ihr hier.

Fotos von AR-Fotographie gibt es dort.

Ergebnislink

Auf der DM war die Video-Präsentation 10 Jahre DVET 2008 – 2018… von Daniela Weber zu sehen. Es ist die „2019reloaded“ Version. Der erste Blick lohnte sich schon! Und der zweite auch!!!

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Berichte vom Berliner Amateursportpreis 2018

Diese Auszeichnung für Revue en rose wurde sowohl im Hauptteil des „Tanzspiegels“ aufgegriffen (der offiziellen Zeitschrift des Deutschen Tanzsportverbandes, und dort in dem deutschlandweiten Teil) als auch in der offiziellen Zeitschrift des Landessportbunds Berlin, die „Sport in Berlin“.

Viel Spaß beim Schmökern!

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Das waren die Berlin Open 2019

Pinkballroom ist gerade 20 Jahre alt geworden und richtete am 4. Mai 2019 nun zum 18. mal die Offenen Berliner Meisterschaften für Frauen- und Männerpaare in den Standard- und Lateinamerikanischen Tänzen aus. Zu den Berlin Open 2019 kamen nicht nur 25 startende Paare aus Berlin, die um die_den eine_n oder andere_n Bär_in für die Berliner Meister_innen der jeweiligen Klasse tanzten. Die Paare kamen aus ganz Deutschland, z.B. aus Hannover, Köln, Frankfurt/Main, Paderborn, Greifswald, Aachen, Fischbach, Esslingen, Ludwigsfelde, München und Fürth. Aber die Berlin Open sind bekannt für ihr besonders internationales Starter_innenfeld und so kamen auch Paare aus ganz Europa, nämlich aus Polen, Ungarn, Niederlanden, Frankreich, Schweiz, Russland, UK, Dänemark und Finnland. Finnland ist fast in Busstärke angereist und stellte das größte nicht-deutsche Starter_innenfeld. Eine tolle Leistung, wenn mensch bedenkt, dass vor wenigen Jahren Finnland nur ein einziges Equality-Paar kannte und dieses Paar dann (fast) allein die Equality-Tanzszene in Finnland aufbaut.

Besonders hat uns gefreut, dass in beiden Frauen-Sektionen jeweils die drei weltbesten Frauenpaare am Start waren, die auch in Berlin ihre Klasse ausspielten und die Treppchenplätze unter sich ausmachten. Aber auch bei den Männern waren amtierende Europa- und Deutsche Meister am Start. Die kurz gefassten Ergebnisse:

  • 20 Frauenpaare tanzten in D bis A- Klasse Latein. Es gewannen die amtierenden Weltmeisterinnen Yulia Zhdanova & Kelly Monshouwer aus Russland & den Niederlanden. Die Berliner Meisterinnen heißen Kerstin Kallmann & Cornelia Wagner (A-Klasse 4. Platz, pinkballroom).
  • 13 Männerpaare Tanzten in der C bis A-Klasse Standard. Den ersten Platz erreichten die amtierenden Europameister Grzegorz Dyrda & Rafael Chmiela aus Polen. Die Berliner Meister heißen Simone Biagini & Thomas Emanuel Bensch (B-Klasse 2. Platz, Tsc Richtigrum Berlin / Tsc Balance Berlin)
  • 33 Frauenpaare tanzten in D bis A-Klasse Standard. Es gewannen die amtierenden Weltmeisterinnen Caroline Privou & Petra Zimmermann aus Köln. Die Berliner Meisterinnen heißen Ines Dimitrova & Tania Dimitrova (A-Klasse 3. Platz, pinkballroom).
  • 9 Männerpaare tanzten in der C bis A-Klasse Latein. Es gewannen wieder Grzegorz Dyrda & Rafael Chmiela. Die Berliner Meister heißen Csaba Gyöngyösi & Ingo Elze (2. Platz A-Klasse, TSC Balance Berlin).
  • Das rosa Band der Spree für die Kombinationswertung ging an Grzegorz Dyrda & Rafael Chmiela und das lila Band der Spree an Kerstin Kallmann & Cornelia Wagner.

Wir sahen wunderschönes und ergreifendes Tanzen in allen Klassen. Wir freuen uns, dass bei den Frauen starke Felder in den D-Klassen tanzten, in denen vor allem Turniereinsteiger_innen am Start waren (meistenteils aus einem skandinavischen Land). Eine wunderschöne Entwicklung sind auch die vereinsübergreifenden Paarkonstallationen, die auch stadtübergreifend und sogar transnational sein können. Es tanzten z.B. pinkballroom-richtigrum-Kombinationen (Katrin Stade & Katrin Raithel), Berlin-Hannover-Kombination (Astar Reinert & Sigrid Dorschky), Fürth-Ludwigsfelde (Stefan Schoberth & Ludwig Becker), Düsseldorf-Berlin (Britta Paetsch & Sibylle May), Paris-Kopenhagen (Rémy Bruno & Niels Henrik Hartvigson) und Aachen-Budapest (Schuberth Agnes & Kozma Anita). Einige dieser Kombinationen haben sich spontan zusammen gefunden, andere trainieren schon länger zusammen. Was für ein Einsatz für unseren schönen Sport und was für ein Zeichen für den Zusammenhalt in der Equality-Tanzszene! Die gereifteren von uns konnten sich auch darüber freuen, dass Spitzentänzer_innen von früher wieder auftauchten. Letztes Jahr hängte bereits Sonja Kull das Moderationsmikrofon an den Nagel und tanzte erfolgreich mit ihrer neuen Partnerin Katharina Mayr-Welschlau. Dieses Jahr starteten Csaba Gyöngyösi & Ingo Elze nach jeweils mehr als 10-jähriger Wettkampfpause (sie tanzten mit jeweils anderen Partnern) und holten ihren ersten Berliner Titel. Der Nachwuchs im Equality-Tanzsport ist vielfältig – und das ist auch gut so!

Schön wars!!!! Perfekte Organisation, die IT hat dieses mal ohne Fehler unterstützt, wunderschöne und stimmungsvolle Deko. Das Publikum war nicht nur zahlreich, sondern schaffte es auch, Begeisterung lautstark auszudrücken. Zum Brunch schien doch noch meistens die Sonne! Und café fatal gab es sowohl am Sonntag vorher wie nachher – was will mensch mehr….???? Wir bedanken uns bei den Wertungsrichter_innen Gordon Knittel, Anita Eggert (die nun das 20. mal in Folge in Berlin gewertet hatte und dafür einen Ehrenbären bekam), Ariane Schießler, Rolf Pfaff, Margaryta Vyshetravska und Boris Exeler. Das Turnierbüro (Thorsten Reulen, Stefan Huch, Guido Bouwmann, Stefan Kerk und Stefan Jacob) haben einen tollen Job gemacht und hatten ständig alles im Griff. Die Musik von Andrea Schlinkert war immer super und manchmal anspruchsvoll (so soll es sein!!!!). Die Moderation von Boris Ostrowski und Lady Olivia war professionell und charmant. Abends wurde auf die Musik von Lady Olivia noch fleißig das Tanzbein geschwungen. Der Dank geht auch an die Unterstützer_innen (vor allem an unsere Hauptsponsor_innen Tanzschule MAXIXE und VIVANTES), an alle Helfer_innen des btc Grün-Gold & pinkballroom und insbesondere an das Organisationteam.

Wehrmutstropfen: Die Männer machten sich rar – vor allem in den unteren Klassen. Und das Wertungsgericht war sehr streng. So streng, dass z.B. selbst die amtierenden Deutschen Meister die B-Klasse erst gewinnen mussten, um in der A-Klasse mittanzen zu dürfen.

Die nächsten Berlin Open finden am 20.06.2020 statt.

Die Ergebnisse findet Ihr hier.

Fotos von Olaf Höch & Michaela Sawalisch findet Ihr bei TSC richtigrum.

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Freut Euch auf die Berlin Open am Samstag, den 04. Mai!!!!

68 Paare (Starts) sind jetzt bereits gemeldet für die Berlin Open 2019 am nächsten Samstag. Darunter ist das vollständige Podium Frauen A Standard der letztjährigen Weltmeister_innenschaften in Paris sowie das (bisher erst fast vollständige) Podium Frauen A Latein. Aber auch bei den Männern starten amtierende Deutsche- sowie amtierende Europameister. Das Feld wird somit höchstklassiges Tanzen zeigen. Aber auch in der Breite des Könnens gibt es was zu sehen: Schönes Tanzen findet in jeder Klasse statt!!!!

Die Paare kommen aus ganz vielen verschiedenen Vereinen Berlins – allein 25 Paare tanzen um die Berliner Meister_innen-Titel. Aus Deutschland reisen die Paare aus Hannover, Köln, Frankfurt/Main, Paderborn, Greifswald, Aachen, Fischbach, Esslingen, Ludwigsfelde und Fürth an. Aber Berlin ist berühmt für das internationale Starter_innenfeld! Diese Paare kommen aus Polen, Ungarn, Niederlanden, Finnland (bietet das größte nicht-deutsche Starter_innenfeld), Frankreich, Schweiz, Russland.

Die Startliste findet Ihr hier. Wenn Ihr Euch dort nicht findet, habt Ihr Euch wahrscheinlich noch nicht angemeldet. Dann wird es höchste Zeit!!!!

Es starten die Frauen Latein und die Männer Standard um 11 Uhr mit ihren Sichtungsrunden. Ab 16 Uhr startet das Turnier mit den Frauen Standard und Männern Latein. Das Turnier wird moderiert von Lady Olivia & Boris Ostrowksi und die Paare tanzen auf Musik von Andrea Schlinkert. Wenn das Turnier fertig ist, können dann alle auf Musik von Lady Olivia tanzen!!!

  • Für alle Tänzer_innen des btc-Grün-Gold: Die Möglichkeiten, an dem Wochenende zu trainieren sind sehr eingeschränkt!!! Z.B. geht es – unabhängig von den üblichen Terminen nicht:
    • Freitag 17:00 – 19:00 Vereinsheim: Eintanzen für die Berlin Open
    • Freitag ab 19:30 bis Sonntag 14:00 Sportzentrum 1. OG (alle drei Säle): Turnier inkl. Vor- und nachbereitung
    • Samstag 9:00 – 14:00 Vereinsheim & Terrassensaal: Ausweichangebot Fitness & Gesundheit
    • Sonntag bis 16:00 Vereinsheim & Terrassensaal: Brunch

Wir brauchen noch Unterstützung bei den Helfer_inneneinsätzen (vor allem für den Brunch) und Beiträge zum Brunch-Büffet. Beide Listen hängen im Sportzentrum aus.

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revue en rose gewinnt den Berliner Amateursportpreis 2019!

In der Night of Sport 2019 am 16.03.2019 wurde revue en rose der Pokal für den Berliner Amateusportpreis verliehen, den die Deutsche Olympische Gesellschaft und der Landes Sportbund Berlin ausloben.  

Ende 2018 hatte sich der LTV Berlin entschieden, aufgrund der Erfolge von „revue en rose“ (Weltmeistertitel Showtanz Gruppe bei den Gaygames in Paris 2018) die Standard-Showgruppe von pinkballroom zu nominieren. Januar bis Ende Februar konnten die 15 nominierten Teams durch SMS-Voting unterstützt werden. Die gesammelten Stimmen wurden zu 50% in das Endergebnis eingerechnet. revue en rose hat mit Abstand die meisten Stimmen erhalten: 853 Stimmen, das waren 17,6 % aller Stimmen und 174 mehr als das zweitplazierte Team bei dem SMS-Voting! Eine Fachjury hatte dann unabhängig von der SMS-Wahl die restlichen 50% festgelegt, und pinkballroom auf den 5. Platz gewertet. In der Summe hatte dann revue en rose durch den deutlichen Vorsprung im Publikumsvoting die Nase so weit vorn, dass es noch recht komfortabel für den 1. Platz gereicht hat.  

Revue en rose und die anderen Preisträger_innen vor dem Bild aus Paris, Foto: Jürgen Beier

Das alles wissen wir jetzt, aber die Sieger_innen-Ehrung war super spannend. Zunächst gingen Gabriella und Andrea als Delegierte des Teams mit Regenbogenfahne zusammen mit den anderen Teams auf die Bühne. Die beste Fankurve gehörte eindeutig revue en rose. Aber wir wussten alle, dass es für den Preis darauf nicht ankommt (für die Ehre allerdings schon;-). Wir wussten zwar, dass wir fleißig und hartnäckig Stimmen gesammelt haben, aber wir wussten ja nicht, was die anderen so alles auf die Beine stellen. Und wie die Jury Equality-Tanzen bewertet, war für uns auch nicht absehbar. Große Anspannung auf der Sieger_innen-Ehrung war das Ergebnis, wollten wir doch wirklich gerne diesen ersten Platz……und der dritte und zweite Platz waren schon vergeben (und die Plätze 4 bis 15 waren vollkommen unbekannt!),…die Moderation zögerte die Ankündigung des ersten Platzes hinaus, aber dann flimmerte plötzlich das uns so bekannte Foto aus Paris auf der Leinwand auf, und der Jubel ging los… zuerst noch zögerlich, aber als das Foto auf der Leinwand verblieb, immer lauter.  

Jubel & Medaillen & Pokal, und nebenbei ein Interview mit hauptstadtsport.tv, Foto: BTFB/hauptstadtsport.tv

Teamkapitänin Andrea Schlinkert im Interview mit hauptstadtsport.tv: „Wir haben gewonnen!!! Nominiert zu werden war schon grandios aber das Ganze zu gewinnen…ÜBERWÄLTIGEND!!!“

Danke an alle, die Ihre Stimme für unser Team abgegeben haben!!!!!! Das Team hat nun einen schweren Pokal, lauter schöne Medaillen und einen Scheck in der Höhe von 1.500 EUR erhalten. Das Geld kann das Team für die Reise zu den EuroGames nach Rom in diesem Sommer gut gebrauchen.

Aber auch vor der Sieger_innen-Ehrung war pinkballroom auf diesem Event vertreten: Sowohl Tania & Ines Dimitrova mit ihrer Show „Zorro“ als auch pink unicorns mit ihrer Show „Queen“ vertraten toll den Equality-Tanzsport. Es gab im Publikum bestimmt einige, die vorher noch niemals gleichgeschlechtliches Tanzen gesehen hatten (außer Mädchen, die in der Tanzschule keinen Jungen mehr abbekommen hatten;-). Trotzdem gab es viel Applaus und reichlich Menschen, die unbedingt persönlich nochmal mitteilen wollten, wie sehr ihnen die Shows gefallen hatten. Zusätzlich war die Fotoausstellung „Equality-Tanzsport – Momente“ auf der „Flaniermeile“ zu besichtigen. Das war ein guter Abend für den Equality-Tanzsport im Allgemeinen, für pinkballroom im Besonderen und für revue en rose im Speziellen!

Weitere Infos und Berichte:

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pinkballroom in der TiB 1848 auf der Night of Sport 2019

Die Night of Sport ist nicht nur ein spannender Abend für alle die, die revue en rose unterstützt haben und mit ihnen mitfiebern, welchen Platz sie bei der Preisverlehung zum Amateursportpreis erreichen. Am 16.03.2019 wird auch viel für Tänzer_innen geboten: Mit den „Funnies“ ist eine renommierte Tanzkapelle am Start, die sowohl das 1×1 der Standard- und Lateintänze beherrschen, aber auch moderne Arrangements aktueller Musik beherrschen. In der Party-Area wird von „Right Now“ die gesamte Bandbreite der Hits der letzten Jahrzehnte gespielt. Es wird Showacts von pinkballroom geben, und zwar sowohl von Tania & Ines Dimitrova (Vize-Weltmeisterinnen Showtanz Paar) als auch pink unicorns (Deutsche Meister_innen Showtanz Gruppe). Die Fotoausstellung „Equality-Tanzsport – Momente“ wird auf der „Flaniermeile“ zu besichtigen sein.

Speziell für Mitglieder der TiB 1848 e.V. gibt es einen TiB-Tarif für folgende Kategorien:

  • KAT 1 – 36,00 € (statt 45,00 €) Saal Maritim runde Tische
  • KAT 2 – 28,00 € (statt 35,00 €) Saal Maritim Längstische Mitte
  • KAT 3 – 20,00 € (statt 25,00 €) Sitzplatz Saal Maritim im hinteren Teil
  • (Flaniermeile KAT 4 – 15,00 € ohne Sitzplatzanspruch im Saal Maritim, kein zusätzlicher Preisvorteil)

Bestellungen können unter dem Stichwort „TiB1848“ direkt an info@night-of-sports.berlin geschickt werden.

Und nicht vergessen: Bitte unterstützt unser Team (pinkballroom Team „revue en rose“ Nummer 23) bis zum 28.02.2019 mit einer SMS mit der Zahl 23 an die 01577 354 42 08!!!!

https://youtu.be/TDuyCG0U1ew

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Nordic Open: Gelungene Premiere in Finnland

Zum ersten Mal fand das Silvesterturnier der Nordic Open samt dem Silvesterball in Finnland statt. Die Sateenkaaritanssijat – Rainbow Dancers Finland haben sich damit einen Traum erfüllt und in Kooperation mit dem finnischen Tanzsportclub Vantaan Kilpatanssijat ein gelungenes Equality-Turnier geboten, das aufgrund der langanhaltenden Dunkelheit sich anfühlte, als würde die ganze Nacht durchgetanzt. Ein großes Feld war angetreten aus Finnland, Dänemark, Großbritannien, Schweiz, Frankreich, Ungarn, Österreich, Deutschland, Polen und Russland. Von pinkballroom waren Tania & Ines Dimitrovas nach Finnland gefahren, um vor Frankreich den Turniersieg in Standard nach Hause zu bringen.

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