Das war das Queer Dance Camp 2017

Wir waren viele, sehr viele! 60 Tänzer_innen nahmen dieses Jahr am Trainingscamp für gleichgeschlechtliche Paare teil. Wir kamen aus Esslingen, München, Zwickau, Köln, Düsseldorf, Hamburg, Bremen, Hannover, Rotterdam, Utrecht, Portugal und natürlich aus Berlin. Der Männeranteil ist gegenüber 2016 um 300% gestiegen.

Das Thema in diesem Jahr hieß: „Rhythmus & Musikalität“. Es ist schon interessant, wie unterschiedlich die Trainer_innen mit dem Thema umgingen, welche Facetten sie herausgestellt hatten. Wir starteten mit einfachen Gehschritten im Tango Argentino und tasteten uns mit Andrea in diesen vorsichtig an das Thema „Rhythmuswechsel“ an. Im Paso ging dann Pascal gleich richtig zur Sache und peppte eine einfache Folge durch Synkopen richtig auf. Die letzte Session des tages wurde dann bei Slowfox wieder ruhiger: Gergely erklärte, wie fließendes musikalisches Tanzen geht. Dann beim gemeinsamen Abendessen waren die Pizzen groß und die Gesichter schon zufrieden.

QDC_Trainer_innenteam

Das Trainer_innen- & Assitent_innen-Team (ohne Ute)

Der nächste Tag startete für die ganz Harten mit Warm-up „Russian Style“ mit Margaryta. Mit schnellen Füßen in den New Yorkern des ChaCha beschäftigte sich Christian anschließend. Sehr grundlegend wurde es bei Ute mit einer Basic Folge im Langsamen Walzer, bei der wir am ersten tag ungefähr bis zum 2. Schritt kamen. Gergely unterrichtete mit Tafel und innovativen pädagogischen Unterrichtsmittel („lebendigen“ Taktschlägen) die verschiedenen Rhythmen der Samba. Anschließend konzentrierte sich Christian auf ganze 4 (!) Schritte in der Tangopromenade und alle arbeiteten voll konzentriert daran, Weichheit und Schnelligkeit gezielt einzusetzen. Bei Margaryta forderte volle Aufmerksamkeit mit ihrer Rumbafolge, die sie mit verschiedenen Techniken zur Ent- und Beschleunigung in eine vollkommen neue Folge umbaute. Natürlich waren jetzt alle müde – aber das half gar nichts: Umbau zum Ball! Andrea & Olivia eröffneten den Pink-X-mas-Ball pünktlich um 21:00. Es wurde fleißigst getanzt zu der schönen Musik von Andrea und um 22:00 gab es die selten zu sehende Show von „revue en rose“: Queer Europe. Mit dieser Show hatte pinkballroom die EC 2017 gewonnen. Und danach weiter tanzen, tanzen, tanzen – als gäbe es kein Morgen….

 

Dieser kam dann aber doch – früher als es gut gewesen wäre. Margaryta kündigte an, dass das diesmalige Warm-up nicht so hart sein würde und tatsächlich lagen alle Frühaufsteher_innen auf dem Parkett, als die späten Vögel endlich ankamen (und sowas wie Neid verspürten). Wir starteten mit Ute und durften diesmal die Schritte 3 bis 10 der kleinen Folge vom Vortag tanzen. Margaryta baute auf der Lehrstunde von Gergely auf und stellte uns auch wieder eine „einfache“ Sambafolge vor, die durch Rhythmus- und Technikwechsel nicht lange „einfach“ blieb. Pascal fukussierte dann wieder auf Basicschritte im Langsamen Walzer: Anhand von Promenade und Chassé schwebten wir in den Tänzer_innenhimmel. Einzelne schwebten auch gleich weiter zu der Probe für den Auftritt im café fatal…… Und viele trafen sich dann abends eben dort, um die große Pinkballroom-Show zu bestaunen. Es tanzen: Anika & Rike ChaCha, Claudia & Simon, Mel & Steffi sowie Gergö & Margarita (mit Führungswechsel! Danke!!!). Marc & Kai tanzten ihre EM-Show und die Showgruppe “Pink Unicorns“ ihre Freddy Mercury EM-Show.

Dann war aber wirklich Schluss!

Das war schön, sagt die Veranstalterin;-) Lassen wir doch mal ein paar Teilnehmer_innen zu Wort kommen:

  • „Es war wieder mal ein tolles Camp bei Euch in Berlin! Wir freuen uns aufs nächste Jahr!“
  • „Das Queer Dance Camp ist eine gute Veranstaltung, die uns einerseits hilft, unser Tanzen zu verbessern, andererseits das Wiedersehen und Kennenlernen fördert. Wir sind im Mai beim Queerball in Hamburg darauf aufmerksam geworden und haben uns sehr gefreut, dass Pascal und Christian unterrichtet haben – die beiden sind einfach toll! Aber auch bei den anderen Trainern, die wir bislang noch nicht gekannt haben, haben wir uns gut aufgehoben gefühlt und möchten deren Training nicht verpasst haben. Wir freuen uns aufs nächste Camp!“
  • „Vielen Dank noch einmal persönlich für das wunderbare, gut organisierte, vielfältige und so lehrreiche Dance Camp. Dank an Alle die von Euch daran beteiligt waren. Ich war diesmal das erste (aber nicht das letzte) Mal dabei. Große Klasse – vom ersten Tag bis zur Show gestern Abend. Mir hat alles wirklich mehr als gut gefallen.“

Das nächste Queer Dance Camp wird vorauss. am 14.-16.12.2018 stattfinden.

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