EuroGames 2016 Nachlese

pinkballroom war mit 8 Paaren und 17 Starts bei dem EM gut vertreten. 7 dieser 8 Paare haben insgesamt 11 Medaillenränge erreicht. Sechs mal erhielten Pinkies den Titel Vize-Europameister_innen und einmal gar den Titel Europameisterinnen. Diese Ausbeute ist guuuut!!!

Aber es gibt ja noch mehr als Tanzen aus solchen EuroGames…..

Am Freitag nach dem Turniertag Nr. 2 fand die jährliche Sitzung der ESSDA statt. Sehr straff geführt, haben wir in einer Stunde einige wichtige Dinge besprochen:

  1. Die Altersregelungen für die Seniorinnen (40+/zusammen 90) bleiben auch für die nächsten beiden Jahre bestehen.
  2. Es können jetzt Regeln für Showgruppen und -paare auf der ESSDA Seite nachgelesen werden.
  3. Es werden immer noch neue Mitglieder/Mitfrauen für das ESSDA-Board für diese Wahlperiode gesucht, diese können sich jetzt melden.
  4. Die ESSDA bittet, dass mehr Tänzer_innen persönliche Mitglieder werden und an den Entscheidungsprozessen aktiv mitwirken.

Davy berichtet darüber, dass Helsinki die kleinste EM/Eurogames im Tanzen bislang waren. Alle sind zuversichtlich, dass dies in Berlin anders sein wird. Ebenso wie der DVET arbeitetet die ESSDA an Werbestategien, um neue Paare zu locken. Wir nutzen die Chance, um über den Stand der Vorbereitungen zur EC 2017zu berichten und alle nach Berlin einzuladen.

Am Samstag treffen sich Teile unserer Orga Gruppe (Dan, Thorsten, Kerstin, Conny) mit Hadass, Davy und Diane, um weitere Details zur Vorbereitung abzusprechen. Eines ist schon jetzt klar, wir bekommen viele Gäste: Baut schon mal an und um, kauft Luftmatratzen und Hängematten und mobilisiert eure Bekannten. Hostet-Housing-Plätze können gerne schon jetzt an uns (es organisiert Almut) gemeldet werden, und zwar hier. Ach ja: Die tolle neue Website zur EC 2017 (zumindest der deutsche Teil) ist bereits online, mit vielen Informationen, die ständig aktualisiert und ergänzt werden.

Die Pride hatte mit ca. 25.000 Besucher_innen beeindruckende Ausmaße und war gut in der ja sonst eher kleinen Stadt präsent. Leider die EuroGames weniger, so dass das beliebte Sportartenraten leider dieses Jahr ausfallen musste. Hoffentlich haben zukünftige Eurogames wieder mehr Teilnehmer_innen. Die Pride war auch schuld daran, dass wir so früh aufstehen mussten, denn bis zu ihrem Start, sollte der Sport beendet sein – dafür doch immer wieder gerne. Einen Social Event gab es auch, am Samstag zwischen 19 und 21Uhr im Hercules Club. Es war voll und die Fläche klein, aber dennoch schön, dass so viele da waren. Und dann zogen wir noch los, die überwiegend weibliche deutsche Fan_innengruppe, um die finnischen Sportsbars unsicher zu machen und Tore zu bejubeln. Mensch wurden unsere Nerven auf die Probe gestellt. Der Finne an sich hat aber auch andere Sachen als Fußball im Kopf und direkt nach dem siegreichen Elfmeter die Glotze (war natürlich ein Beamer, aber gefühlt war es die Glotze) ausgemacht und die Gitarre ausgepackt, um echte finnische Rockmusik zu machen.

Nachfolgend konnten wir mit ausreichend Bier im Kopf fachkundig Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Fußball und Tanzsport untersuchen. Aus aktuellen Anlass kamen wir zum Schluss, dass eine Verwarnung bei unsportlichem Verhalten (=gelbe Karte) auch beim Tanzen Einzug erhalten sollte. Darüberhinaus könnte auch ein Foul, das ein Tor (=Sieg) eines anderen Paares verhindern soll, mit einem Elfmeter (= mind. 1 Platz nach hinten rücken) geahndet werden.  Wir wissen nicht, ob die Wertungsrichter_innen diese Möglichkeiten auch ohne Festschreibung in der Turniersportordnung bereits ausgeschöpft haben, ein Blick in die Wertungen lassen aber diese Interpretation zu.

Was wir von Helsinki berichten können. Die Innenstadt ist schön überschaubar, man kommt fast überall zu Fuß hin. Nach einem weiteren Fehlversuch am Hafen, haben wir am AdW (mitten im nirgendwo, oder jwd, wie die pingeligste aller Tanzpartner_innen dazwischen ruft) den tatsächlich und ganz objektiv besten Eisladen Helsinkis, wenn nicht ganz Finnlands, gefunden und ausgiebigst getestet. Es handelte sich um den Laden Jädelino, der sich im Teurastamo, einem zum Eventort umgestalteten Schlachthof im Stadtteil Kalasatama. Danach ging es mit eisigem Bauch weiter mit der Straßenbahn nach Arabia, wo früher Porzellan hergestellt wurde, sich heute moderne Wohnviertel befinden, die Blick auf eine gemütliche Meer Bucht haben. Die technickbegeistertste aller Tanzpartner_innen entdeckte an einer Flusseinmündung ein Museum für Wasserkraft, da war der Nachmittag trotz Regen gerettet. In Helsinki kann mensch auch gute italienische Pizza essen, wir empfehlen Alfonso in der Bergmannskatu im Stadtteil Punavuori. Zum Abend empfehlen wir Bierverkostung im Brewdogs im gleichen Stadtteil, es gibt auch Frizz-Limo. Das Wetter war übrigens sommerlich sonnig, außer an den einzigen beiden Tagen unseres Aufenthalts, an denen wir nicht tanzen mussten, ist klar, oder? Bei der Wettervorhersage wunderte es kaum, dass wir viele Tänzer_innen am Sonntagmorgen um 12 Uhr in der Felsenkirche zum öffentlichen Konzert trafen. Architektur und Akustik sind schon beeindruckend und auch das Erklimmen des Hügels drum herum ist nicht nur was für Kletterfeunde. Überhaupt sind die vielen Granitbuckel mitten in der Stadt etwas Besonderes und geben ein schönes urtümliches Flair in dieser eher neuen Stadt.

eis

Eisglückseligkeit

Den Montag verbrachten wir auf der Festungsinsel Suomenlinna, wo wir noch eine kleine Fährtour hin machten, an der felsigen Küste entlang turnten und nochmal Eis probierten, nicht ganz das Beste, aber OK (siehe Bild). Zum Flughafen fährt alle 10 min ein Zug, so waren wir über pünktlich  am Flughafen und landen jetzt gleich  in Berlin. Helsinki war schön. Ein Koffer mit ca.100 Tanzschuhen fehlt zwar noch, aber wir sind zuversichtlich, dass den niemand haben will.

Und zum Abschluss: „Du tanzt wunderbar.“ heißt: „Sä tanssit ihanasti.“

Kerstin & Conny

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Titel über Titel – Tag 2 und 3 der EM in Helsinki

Aufgrund der unmenschlichen Startzeiten um 10 bzw. 9 Uhr (!!!, und dass, obwohl wir immer noch nicht Seniorinnen tanzen können), der AGM Sitzung der ESSDA am Freitag abend und der EC 2017 Vorbereitungssitzung, dem Social Event mit Dancing und DEM Fußball-Krimi Samstag Nacht (in Finnland gehen die Uhren eine Stunde vor), kommen wir erst heute dazu, den Blog fortzusetzen.

Der zweite Tag der EM begann bereits um 10 Uhr für die Hauptgruppe über 10-Tänze. Bei den Damen trauten sich fast nur die A-Klassen Paare an den Start. Unbeirrt behaupteten sich Sophia & Katrin in diesem Feld und wurden mit Platz 5 bei der EM belohnt. Die starke Konkurrenz ließ Kerstin & Conny lediglich Rang 4 übrig, immerhin mit einem dritten Platz in der Latein-Sektion. Die Siegerinnen Kelly Monshouwer & Liejette Spindler (Niederlande), eigentlich bisher ausschließlich als Favoritinnen in Latein gehandelt, zeigten bislang geheim gehaltene Standard-Qualitäten. Bei den Herren 10-Tänze können die erfahrenen Blog-Leser_innen den folgenden Satz nun selbstständig ergänzen. Es waren, wie immer keine … am Start und es siegten, wie immer, … aus München. Und wie immer, gibt es für die richtige Lösung einen Stapel Flyer zum Verteilen zu gewinnen. Interessant zu erwähnen war, dass in diesem Turnier Rang 3 an ein junges russisches Paar ging. Diese haben versprochen, mit dem GESAMTEN russischen Team zur EC 2017 nach Berlin zu kommen.

Am selben Tag zu christlicherer Zeit fanden nacheinander alle Senior_innen Turniere statt. Bei den Herren Standard holten sich in ihrem ersten gemeinsamen Turnier Holger Wenzel & Frank Schnur den Sieg in der B_Klasse. Da die A-Klasse nur aus einem Paar, Bernd Müller & Gerhard Hummel (München) bestand, wurden Holger & Frank gleichzeitig Vize-Europameister und zwar mit Führungswechsel! Wir gratulieren zum gelungenen Einstand. Bei den Seniorinnen Latein war das B-Finale (leider wurde zu Unrecht kein Paar in die A-Klasse gesichtet) fest in Berliner Hand. Claudia Neidig & Regine Remski holten für pinkballroom den Vize-Europameister_innen-Titel Nummer 4, hinter Dorothea Arning & Almut Freund (Berlin).

Bei den Seniorinnen Standard starteten Kerstin Hübner & Claudia Neidig und belegten in der C-Klasse Rang 3. Ein tolles Ergebnis gelang Daniela Weber & Monika Schmitt bereits mit der Sichtung in die A-Klasse und damit noch nicht genug. Sie sicherten sich dort Rang 2 und den Vize-Europameister_innen-Titel Nummer 5 für pinkballroom. Die Beiden konnten vor allem durch ihren tollen Shape überzeugen. Den Titel ertanzten sich Heike Hämmerer & Heidrun Kling aus Fürth. Herren Latein Senioren in schnell erzählt: keine Pinkies und es gewannen als einziges A-Klasse Paar Niels Hartvigson & Lars Thybo Noergaard (Dänemark), die das Finale mit Solo-„Show“tänzen sichtlich genossen.

Den Höhepunkt des Tages bildeten die Show-Tänzer_innen. Leider waren nur die Pink-Dancers aus London bei den Gruppen am Start. Diese zeigten, wie schon im letzten Jahr, eine tolle Formations-Choreo für alle Altersgruppen. Damit haben sie sich den EM-Titel verdient. Bei den Paaren weinten wir (zumindest die rührseligste aller Tanzpartner_innen) beim Tod von Romeo & Julia alias Bradley & Sören Stauffer-Kruse (UK), gruselten uns beim Kampf der Zombies Santiago Granizal & Antonio Castillo (Spanien) und fieberten mit bei Vampir vs. UNSCHULDIGER Jungfrau (Angabe ohne Gewähr) von Tania & Ines Dimitrova. Und als es dann bei der Siegerehrung endlich hieß: 1. Platz und damit Europa-Meisterinnen Tania & Ines freuten wir uns mit den beiden mit, dass es nun endlich geklappt hat. Verdient haben sie es , da ließ auch der Beifall des Publikums keinerlei Zweifel.

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Fankurve (n>1) und die wachesten aller Tänzerinnen (Foto: Daniela Weber)

Am dritten Tag erreichten wir um 8 Uhr als zweite und dritte Tänzer_in die Halle. Dies war nur mit dem Taxi möglich, da zu so nachtschlafender Zeit richtiger Weise am Samstag noch keine Straßenbahn in Helsinki fuhr. Vor uns waren nur die vielen fleißigen und sehr hilfsbereiten Helfer_innen in den pinkfarbenen (nein, nicht pinkenen) T-Shirts da und sorgten für den Einlass. Man erkannte uns bereits und gab uns die richtige Nummer, ohne dass wir unsere Namen ansagen mussten. Auch unsere Fan-Kurve, die sich tapfer pünktlich zum Turnierstart einfand, wurde wie alte Bekannte begrüßt. Auch andere Pinkies hatten Unterstützung von treuen Fans dabei, die jeden Tag zu jeder unerhörten Urzeit für alle Paare anfeuerten – das verdient höchste Anerkennung. Um 9 Uhr startete dann die Hauptgruppe Frauen Latein. Das schöne am Tanzen ist, dass bei genügend Training, viele Bewegungen wie im Schlaf funktionieren. Bei dem Blick in die Gesichter einiger Mittänzer_innen war diese Fertigkeit an diesem Tag um diese Uhrzeit dringend gefordert. Bei der Sichtungsrunde noch nicht so richtig in Fahrt, dafür aber in der D-Klasse aufdrehend, sicherten sich Sophia & Katrin den 1. Platz und damit eine der schönen Eurogames-Medallien mit dem Helsinkier Löwenlogo. Claudia & Regina wiederholten ihren Erfolg aus dem Seniorinnen-Tunier und zogen wiederum in die B-Klasse ein. Dort belegten sie Platz 4. Kerstin & Conny freuten sich über den eindeutigen Einzug in die A-Klasse, der einigen Mitkonkurrentinnen nicht gelang (ein anderer Schnitt zwischen den Klassen wäre angesichts der hohen Leistungsdichte sicherlich angemessener gewesen). Sie belegten, wie häufig, Rang 4. Das packende Duell um den Sieg entschieden, zur Enttäuschung des finnischen Publikums nicht die LokaL-Matadorinnen, sondern Kelly & Liejette (Niederlande). Bei den Herren Standard kamen Holger & Frank wiederum in die B-Klasse und belegten dort Rang 2 (Gesamtwertung der EM, Rang 5). In der A-Klasse holten zum Abschluss des Turniers Gordon Knittel & Stefan Huch den 2. Platz und damit Vize-Europameister-Titel Nummer 6 für pinkballroom. Angesichts der starken Konkurrenz freuten sich die Beiden über diesen Platz sehr. Der Sieg ging an Axel Zischka & Stefan Lehner (Frankreich).

Bei der Sieger_innenehrung wurde die neue Regelung umgesetzt, dass der Titel Europameister_in nicht allein den Paaren in der A-Klasse vorbehalten ist. Den Wunsch hatten viele Paare bei der ESSDA eingebracht – u.a. wir. Schön, dass das aufgegriffen wurde!!! Bei den Senior_innen zeigte sich, dass wir da den Turnieroffiziellen durchaus die ein oder andere Herausforderung mitgegeben hatten: Zuerst wurden die Sieger_innen-Ehrungen der Klassen und dann des Gesamtturnieres durchgeführt. Kompliziert, aber doch schön so!

Das Turnier war dank der straffen Führung durch die Offiziellen der ESSDA Hadass Armon & Davy Brocatus gut organisiert, nach dem Zeitplan hätte man die Uhren stellen können. Für etwas Verwirrung sorgten die Pausen im Zeitplan, die der Regel geschuldet waren, dass alle Paare zwischen den Runden bzw. den verschiedenen Turnieren, die sie tanzen, 20 Minuten Regenerationszeit zugestanden bekommen. Alle Rundenauslosungen und Ergebnisse wurden vorbildlich sofort ausgehangen. Für die Turnierdurchführung sorgten Eija Lyly & Kari Nyyssönen aus Finnland mit großer Routine. Die berühmte (zumindest wohl in Skandinavien und unter Fachleuten für Tanzmusik) DJane Avera sorgte durchgängig für tolle und auch anspruchsvolle Musik. Dass der Sound aus den Decken-Boxen nicht immer perfekt auf der Fläche ankam, dafür konnte sie schließlich nix. Die Halle erwies sich für das Tanzen als funktional und auch die Qualität des Bodens hat sich durch die ständigen Fegeaktionen der fleißigen Helfer_innen deutlich verbessert. Ein bisschen mehr Deko wird es in Berlin aber auf jeden Fall geben – nicht wahr Jürgen?! Durch die Veranstaltung leiteten charmant und informativ die allseits bekannte Heather Gladding (UK) und der in Equality-Tanz-Kreisen bislang unbekannte Tomi Lappi. Letzterer zeigte uns, dass weiße Socken zu schwarzen Schuhen und verschiedensten Outfits mit zu kurzen Hosen mitnichten unattraktiv, sondern höchst stylisch aussehen können – nicht umsonst war er schließlich drittplatzierter der Mr. Gay-World Competition 2015 – Respekt, Respekt!!! Auch Heather bezauberte uns durch verschiedenste elegante Outfits aus ihrer Kleiderkollektion und das gewinnendste Lächeln der Eurogames 2016. In Sachen Outfits gab es aber auch bei ESSDA Co-President sowie bei den Wertungsrichter_innen das eine oder andere sehr interessante und modische Teilchen zu sehen – echte Hingucker.

Und heute lernen wir: „Tanzen wir noch den nächsten Tanz?“. Das heißt in dieser interessanten Sprache: „Vielä tanssia seuraavan tanssin?“.

Conny & Kerstin

 

Ein paar Fotos gibt es von Daniela Weber, da folgen noch mehr.

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2 mal Vize-Europameisterinnen am 1. Tag der EM

Heute begann die EM mit den 10-Tänze-Wettbewerben der Senior_innen. Bei den Frauen starteten leider nur zwei Paare. Beide Paare kamen aus Berlin und waren würdige 10-Tänze-Tänzerinnnen und es machte großen Spaß, das Finale zu schauen. pinkballroom vertraten Kerstin Hübner & Claudia Neidig. Die beiden mussten sich den deutschen Meisterinnen Dorothea Arning & Almut Freund geschlagen geben und sind damit Vize-Europameisterinnen. Auch bei den Männern gab es mit Bernd Hummel & Gerhard Müller bei dem Titel keine echte Überraschung (so eine Aussage will sich erarbeitet werden). Pinkies waren hier nicht am Start.

Weiter ging es, mit den Hauptgruppen-Turnieren Frauen Standard und Männer Latein. Zu den Herren ist schnell zu sagen – wie immer leider keine Pinkies. Dafür gab es aber ein spannendes A-Finale mit australischen Tigern (und welcher Streber jetzt sagt, in Australien gäbe es gar keine Tiger – doch, wir haben sie live gesehen – ätsch) sowie einem nicht ganz überraschenden, aber dennoch unerwarteten Sieg der Schweizer Marcus & Renato vor den Seriensiegern aus Spanien.

So schnell, wie wir jetzt von den Turnieren erzählen, ging es auch im Programm voran. Hadass sorgte wie immer dafür, dass alle Tänzer_innen wussten, wo es lang geht, dass sie die Tanzfläche schnellstmöglich betreten und auch wieder räumen sollten und wie man bei der Siegerehrung für das Foto steht.

Bei den Frauen Standard gab es erfreulicher Weise eine D-Klasse mit vielen Anfängerinnen aus Finnland. Hoffentlich ist das bei der EC 2017 auch so bei den Berliner Paaren. Die C-Klasse war mal wieder unglaublich stark besetzt. Leider bekamen das auch die Pinki Paare Kerstin & Claudia sowie Sophia Arkenstette & Kathrin Purschke zu spüren, die das Finale nicht erreichten. Sehr erfreulich dafür, der Sieg von Daniela Weber & Monika Schmitt in der B-Klasse – das sah doch gut aus. Mit der Frauen A-Klasse ging mensch milde um, da mensch sich ein direktes Finale mit 7 Paaren erlaubte, und so die Zwischenrunde sparte. Für Kerstin Kallmann & Cornelia Wagner wurde es dann Rang 7. Riesig freuten sich, nach toller Leistung, Tania & Ines Dimitrova über den Vize-Europameisterinnen-Titel. Dafür kann man die Tanzpartnerin schon mal auf die Fläche tragen (irgendwo haben wir das doch schon mal gesehen?). Gewonnen haben (natürlich) Carolin Privou & Petra Zimmermann aus Köln.

Alle Ergebnisse finden sich auf dieser Seite der ESSDA. Auf der DVET-Seite findet Ihr den dortigen Bericht vor allem ergänzt um die Fotos von Dörte.

Und was heißt doch gleich „Kommst Du tanzen?“. Wir verlosen unter den ersten richtigen Einsendungen 100 EC-2017-Flyer zum Verteilen (nein, Behalten gilt nicht!).

Und es geht auch gleich weiter. „Kannst Du Walzer?“ heißt: „Osaat Sä valssia?“.

Conny & Kerstin (müde)

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Hei aus Helsinki – Eurogames Tagebuch Tag 0

Was wir an unserem ersten Tag bereits gelernt haben: Finnisch ist so schwer, dass wir noch kein Wort aufgeschnappt haben (Während ich dies hier schreibe, sucht die akribischste aller Tanzpartnerinnen nach der korrekten Übersetzung von „Hallo“. Stolz verkündet sie nach gefühlten 10 Minuten ihre Erkenntnis, die ihr in der Überschrift nachlesen könnt. Ich sage nur, ohne Gewähr…).

Als wir am Dienstag abend mitten in der Nacht vom Flughafen mit dem Zug, durch die noch vollständig vom Tageslicht beschienenen Vororte fuhren, wunderten wir uns über so manchen Ortsnamen. Aber wir sollten uns nicht beschweren, können wir doch auch in Deutschland mit Ortsnamen wie „Strullendorf“ dienen. Unter denen, die wissen, welche_r Equality-Tänzer_in aus diesem bestimmt attraktiven Ort mit dem wohlklingenden Namen kommt, verlosen wir 100 EC2017-Flyer zum Behalten und Weiterverteilen.

Am Mittwoch verwöhnt uns Helsiniki mit strahlendem Sonnenschein und gut temperierten 21 Grad, da macht ein Spaziergang durch diese sympatische, durchaus sehenswerte und mit Wasser und Grün durchzogene Stadt gleich noch mehr Spaß. Wir nutzen die Gelegenheit, das angeblich beste Eis der Stadt zu probieren, dem die kritischste alle Tanzpartnerinnen (die sich selbst als lebende Eisinstitution bezeichnet) die Note 3+ geben würde – ausbaufähig. Danach schlenderten wir zur Akkreditierung, die mensch gut an den Regenbogenfahnen von Weitem erkennen konnte und die auch recht schnell und unbürokratisch war. Dort trafen wir schon die ersten Tänzer_innen und auch einige Pinkies. Die Stimmung war sofort familiär. Aufmerksame Besucher_innen finden überall in der Stadt Hinweise auf die Eurogames und die gleichzeitig stattfindende Helsinki Pride. Leider tragen nicht alle Athletes ihre Badgetes so wie die vorbildlichste aller Tanzpartnerinnen den ganzen Tag um den Hals.

Exkurs: Seit Jahren beschwert sich die beharrlichste aller Tanzpartnerinnen: Sie sei schließlich nicht nur die tollste, folgendste, kritischste, sensibleste … aller weiblichen, sondern überhaupt aller Tanzpartner_innen der ganzen Welt. Warum denn im Wort kein Gender-Gap einfügen wollte. Ohne sich, an meine jahrelange, immer gleiche Argumentation erinnern zu wollen, behauptet sie, diese sei sowieso völlig haltlos. Ich hingegen antwort mit stoischer Gelassenheit (ich weiß nicht, warum sie neben mir lacht), dass ich schließlich keine männlichen Tanzpartner hätte bzw. jemals haben werde und ich daher gar nicht prüfen kann, ob sie die … (ihr wisst schon) der Welt wäre. Ich sei zu „ich“ bezogen, kontert sie frech. Hhhhmmm … Danach versucht sie es mit Schmeicheleien. Na gut, man muss auch mal nachgeben können. Warum bekommt sie eigentlich immer, was sie will? Also ab jetzt mit Gender-Gap.

Wir kommen zum Eintanzen, wo sich über die drei Stunden hinweg, fast die gesamte kleine, aber feine Pinki-Schar einfindet. Auch die Show von Tania und Ines ist gerettet, da die zunächst vergessenen Vampir-Ohren zwischenzeitlich den Weg nach Helsinki gefunden haben. Der Saal ist groß, die Fläche auch – und eigentlich gut zum Tanzen geeignet. Hoffentlich, macht aber noch jemand bis morgen sauber – sonst heißt es „Vorsicht Rutschgefahr“. Die Musik war auch schon vielversprechend. Die Größe von Helsinki ist zum Glück überschaubar und der Turnierort liegt ziemlich zentral. Es verspricht, ein schönes Turnier zu werden. Unser treuester aller Fans hat bei dieser Reise Verstärkung durch die „Puschel-Queen“ von pinkballroom bekommen und beide haben sich darüber gefreut, dass der Eintritt diesmal für Zuschauende kostenfrei ist. Unsere Fankurve hat sich für dieses Turnier also VERDOPPELT!!! (Spaßbefreite, mathematisch-orientierte Menschen behaupten zwar, dass N=1 Personen noch keine Fankurve sind, da können die drauf rumreiten, die es nicht nötig haben.)

Nach dem Eintanzen waren wir noch im „süßesten Cafe der Stadt“ in einer Villa aus Holz an der benachbarten Töölön Bucht, sind durch die Stadt spaziert und waren, wie immer beim Italiener (ja, ja Helsinki ist nicht ganz preiswert…).

Obwohles noch hell ist, wie am Nachmittag, bin ich schon total müde und will jetzt ins Bett. Die Nachtaktivste aller Tanzpartnerinnen kann ja noch weitermachen.

OK, habe übernommen. Also heute lernen wir: „Kommst Du tanzen?“ heißt „Tuutko tanssimaan?“ Das wird morgen abgefragt.

Gute Nacht!

Cornelia Wagner mit aufopferungsvoller Unterstützung von Kerstin Kallmann

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Trauer

Orlando

Quelle: Facebook.com/supadance

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir Pinkies & Freund_innen trauern um die, die vielleicht einfach nur „tanzen“ wollten, oder Freunde treffen oder feiern … – aber wahrscheinlich noch viel mehr. Auch wir wollen mehr als tanzen! Wir wollen leben, mit denen die wir lieben, um die wir uns sorgen und mit denen, die für uns da sind – egal welchen Geschlechts, Alters, Herkunft. Wir sind weiterhin erschrocken und immer wütender über Homophobie, Rassismus und Extremismus – egal aus welcher Richtung dies kommt.

Weiteres zu Orlando:

OrlandoII

 

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Der LSB berichtet über Equality-Tanzen

Es gibt eine Zeitschrift von Landessportbund, die heißt „Sport in Berlin“. Die Tinte ist noch nicht trocken unter dem Bericht zur DM, da hält mir der treueste aller Fans einen ganzseitigen Artikel unter die Nase. Mit „Darf ich bitten…“ berichtet der LSB über Equality- und anders Tanzen im TSC richtigrum. Dieser schreibt auf der Website: „Wir freuen uns wie Bolle: Der Landessportbund Berlin hat uns unter der Rubrik „Vereinsprojekt des Monats“ einen Artikel gewidmet.“

Die Freude können wir verstehen. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung und zu dem Bericht, der nicht nur den ausgezeichneten Verein, sondern auch unsere Sportart in Berlin bekannter machen wird!

KK 30.05.2016

 

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Stefan & Gordon Deutsche Meister in …???

Die 12. Deutsche Meisterschaft Equality hatte es in sich – nicht nur für die Ausrichter_innen. Eine Woche vor dem Turnier setzte ein Starkregen die Veranstaltungshalle und ihr Parkett unter Wasser. In Windeseile gelang es den Veranstalter_innen des Artemis Sport Frankfurt sowie des TSC Phoenix mit der Stadthalle Bergen eine angemessene Ersatzlocation zu organisieren, die sich auch zum Ball stilvoll und festlich herrichten ließ. Und somit konnten in Frankfurt die Deutschen Meisterschaften Equality starten – auch Frankfurt hat somit nach Berlin die zweiten DM ausgerichtet.

Die Starter_innen-Felder wirkten zwar auf den ersten Blick nicht besonders beeindruckend, boten aber auf den zweiten Blick durchaus Klasse. Pinkballroom war mit 9 Paaren vertreten. Der Auftakt hätte kaum besser sein können. Bei Seniorinnen Standard siegten in der B-Klasse Daniela Weber mit ihrer Partnerin Monika Schmitt (Blau-Silber Berlin). Claudia Neidig & Kerstin Hübner erreichten den auch sehr schönen bronzenen Platz in diesem Finale. Das Hauptgruppenturnier Frauen Latein bot die ersten Überraschungen. Die hohe Qualität des Frauenfeldes zeigte sich bereits in der D-Klasse, in der viele Paare langjährige Turniererfahrung und entsprechende Qualität zeigten. Hier wurden Sophia Arkenstette & Kathrin Purschke Dritte. Wer im Turnierverlauf nicht richtig aufgepasst hatte, hätte (ganz aus Versehen) das C-Finale mindestens für die B-Klasse gehalten (so auch der Moderator), und so bot auch das Publikum A-Finale-Stimmung. Umso erfreulicher, dass Regina Remski & Claudia Neidig es in dieses Finale schafften und dort den 6. Rang erreichten. Leider hatte es für Kerstin Hübner & Janine Kirsch trotz schönem Tanzen nicht für das Finale gereicht, aber sie können auf ihren 8. Platz stolz sein. Die B-Klasse war leider sehr klein. Hier belegten Kerstin Kallmann & Cornelia Wagner den dritten Platz. Das A-Finale fand mit 4 Paaren plus Aufsteigerinnen statt. Überraschenderweise siegten nicht die favorisierten Ungarinnen bzw. die Niederländerinnen, sondern Marina Hüls & Nadine Wolff (TSC contakt Düsseldorf/TTC Rot-Gold Köln).

Siegerehrung A-Klasse Männer Hauptgruppe Standard, Foto: Dörte Lange

„Die Deutschen Meister in Latein heißen Gordon Knittel & Stefan Huch“, so sagte es der Moderator und wir freuten uns über den ersten Latein-Start für pinkballroom seit Jahren. Und dann war der auch gleich sooo erfolgreich und das – soweit wir wissen – ganz ohne Training…. Nur wer jetzt aufgepasst hatte, der_m fiel auf, dass trotz Strass das Outfit nicht als Latein-Klamotte durchging, und auch dass die Sieger des Turnieres (Axel Zischka & StefanLehner, Rainbow Evedanse Paris) kein Latein tanzen können. Messerscharf folgerten wir sachkundig, dass es sich doch „nur“ um Standard handeln konnte. Na gut, auch schön!!!! Und so ein Moderator kann sich ja schließlich auch mal versprechen, oder zweimal, oder dreimal…

Am zweiten Tag erzielten Kurt-Jürgen Beyer & Andreas Trummer maximale Ausbeute aus vorerst nur einem Start: Eine Gold-Medaille in der C-Klasse Standard Senioren, eine Bronze-Medaille in der B-Klasse Männer, einen Vize-Meister-Titel in dieser Klasse und den 3. Platz in der Gesamtwertung des Turnieres;-) Bei den Seniorinnen Latein ertanzten sich Regina Remski & Claudia Neidig etwas effizienter (d.h. maximale Ausbeute bei minimiertem Tanzaufwand): Den 2. Platz in der B-Klasse, den 2. Platz in der deutschen sowie der Gesamtwertung und somit den Vize-Meister-Titel des Turnieres.

Die Hauptgruppe Latein Männer musste nach dem kurzen o.g. Intermezzo doch wieder ohne pinkballroom-Beteiligung auskommen. Dieses Turnier gewannen mit begeisterndem Tanzen Marcus Mnerinsky & Renato Minnig (Dancer’s World, Schweiz). Bei den Frauen Standard war die C-Klasse wieder die größte Klasse und beeindruckend leistungsstark. Leider schafften es Sophia & Kathrin „nur“ auf den 14. Platz. Kerstin Hübner & Claudia Neidig erreichten bereits die nächst höhere Klasse und wurden dort das Anschlusspaar für das Finale. Kerstin & Conny freuten sich zunächst über die A-Sichtung, leider aber nicht über den verpassten Finaleinzug. Für Tania & Ines Dimitrova hätte es ein richtiger Abend zu Feiern werden können (wir machen es jetzt mal richtig spannend;-). Mit dem 2. Platz vor den favorisierten Ungarinnen und hinter den auf den Titel abonnierten Caroline Privou & Petra Zimmermann (TTC Rot Gold Köln) war der deutsche Vize-Meistertitel sicher der gefühlte Tänzerinnen-Himmel. Aber statt die Sektkorken knallen zu lassen, fuhren die beiden Nächtens noch mit dem Auto zurück nach Berlin, um am nächsten Tag pünktlich um 10 Uhr bei der Wertungsrichter_innen-Schulung auf der Matte zu stehen. Das mit den Sektkorken wird bestimmt nachgeholt.

Die Pötte – Kombinationstrophäen des DVET

„Topf hin – Topf her“ hieß es zum krönenden Abschluss bei der Siegerehrung Kombination Hauptgruppe. Unstrittig war nur der erste Platz des tollen aufstrebenden Paares aus Polen: Rafael Chmiela & Grzegorz Dyrda. Der 2. Platz und damit der Deutsche Meister-Titel wurde jedoch zunächst falsch vergeben. Ohne dass es die Turnieroffiziellen bemerkt haben, hatten nämlich Christian Janßen & Florian Höck ihr erstes Standard-Turnier getanzt und sich damit in die 10-Tänze-Liga „reingeschmuggelt“. Im zweiten Anlauf der Siegerehrung durften sie dann den Kombinations-Pokal (liebevoll auch „Pott“ genannt) in Empfang nehmen. Der Kombination-Senioren-Pott ging dagegen wie gewohnt an Bernd Müller & Gerhard Hummel (Team München/TSC Savoy München). Bei den Frauen Hauptgruppe siegten Reka Füleki & Beatrix Rencsisovszki (Charme Hungary) vor den alten und neuen Deutschen Meisterinnen Miriam Meister & Angela Pikarski (TSC Excelsior Köln). Und bei den Seniorinnen ging der Pott zum – wir und sie wissen auch nicht mehr zum wievielten Male – an Dorothea Arning & Almt Freund (TC Spree-Athen Berlin). Schade, dass es nur für die Deutschen Meister_innen den Pott gab, und für alle anderen Treppchen-Plätze nur Urkunden.

Wir gratulieren allen erfolgreichen Paaren. Für alle anderen: Kopf hoch!!! Es kann immer noch schlimmer kommen;-)

Das Team von Artemis & Phönix hat sich insbesondere mit der Organisation des Balles mit der guten Live-Band richtig ins Zeug gelegt. Auch im Programmheft gab es interessante Einblicke in Frankfurter Brauchtum: Nämlich über das Bembel und die Grüne Soße. Ein kleiner Einblick für die Paare in den geplanten Rundenablauf wäre allerdings auch ganz schön gewesen. Das hätte sicher auch dem Moderator geholfen, uns sicher durch das Turnier zu geleiten (Es ist ja nicht ganz einfach, Vorrunden, Präsentationsrunden und Finals auseinanderzuhalten, geschweige denn Klassen, Sektionen und Heats sowie die jeweilige Anzahl der dazugehörenden Paare). Während einige Menschen sich gerne beklagen, dass die Equality-Tänzer_innen immer älter werden, wurden bei diesem Turnier die Turnieroffiziellen immer jünger. In Personalunion im Protokoll, der Flächenreinigung sowie als Offizieller bei der Sieger_innen-Ehrung fungierte der kleine Sohn des Moderators. Da mussten sich die Chairpersons des DVET (Thorsten Reulen & Dörte Lange) auf ganz neue Arbeitsbedingungen einstellen. Hoffentlich hatten sie dabei die Kinderschutzbestimmungen immer schön im Blick. Die Musik des „vielleicht weltbesten hessischen Turnier DJ“ kommt zwar nicht ganz ran an die Musik der „ganz sicher weltbesten weltweiten Turnier DJane aus Berlin“ (wir sind aus Berlin, und wir behaupten das mal einfach), aber gefallen hat uns die Musik von Andrew Miller schon!

Am nächsten Morgen war frühes Aufstehen angesagt: Der DVET-Verbandstag ruft! Der war herrlich entspannt und konstruktiv. Wir wählten das Präsidium neu, in dem pinkballroom mit Thorsten Reulen als Sportwart wieder vertreten ist. Im Sportausschuss arbeiten Kerstin Kallmann (Vertreterin des Sportwarts) und Cornelia Wagner wieder mit. Der nächste Verbandstag wird zum 4. Mal in Folge von dem Team Jürgen Beyer & Kerstin Kallmann geleitet. Ein wichtiges Thema war die Frage, wie wir neue Pare für den Turniersport begeistern können. Das wird uns als pinkballroom noch in Vorbereitung zur EM besonders herausfordern. Genauer gesagt: Wie kriegen wir EUCH ALLE auf die Tanzfläche? (jaja, auch Euch Latein Jungs…) Und vor der EM ist auch noch eine DM, nämlich am 29./30.04.2017 in Fürth!

Ergebnisse der Frauen-Turniere

Ergebnisse der Männer-Turniere

Fotos in Kürze auf:

Bericht des DVET sowie Fotos von Dörte Lange von den der Sieger_innenehrungen auf www.equalitydancing.de, Tag 1 sowie Tag 2

Ein gar nicht so kurzer Kurzbeitrag bei RheinMain-TV mit Interviews der Offiziellen, von Tänzer_innen, mit schönem Tanzen und interessanten Enthüllungen.

Cornelia Wagner & Kerstin Kallmann, mit redaktioneller Unterstützung des treuesten aller Fans,  29.05.2016

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Le Rendez-Vous mit Sonne in Paris

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Sommervergnügen im Jardin de Luxembourg

Ein guter Rat des treuesten aller Fans lautete (der diesmals ausnahmsweise zu hause bleiben durfte): „Lasst euch nicht erschießen!“ Ach ja, da war doch was. Aber der Zweck unserer Reise war durchaus ein anderer, nämlich Tanzen bei Rainbow Evidanse Paris.
Die Stadt meinte es von Beginn an sehr gut mit uns, als wir am Himmelfahrtsdonnerstag um 9 Uhr morgens noch etwas müde ankamen. Sie begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen. Selbst die erfahrendste aller Tanzpartnerinnen, die schon soooooo viele Sommer erlebt hat, konnte sich nicht mehr erinnern, wie Sommer eigentlich geht. Und so kam es dann auch, dass wir aufgrund der steigenden Temperaturen beim Spaziergang am Kanal immer mehr auszogen (die vorsorglichste aller Tanzpartnerinnen hatte immerhin Sandalen mit – was ist das noch gleich? – worauf ich ein bisschen sehr neidisch war) und der Sonne immer mehr Haut preisgaben, während die Sonnencreme sicher im Hotel vergeblich auf ihren Einsatz wartete. Dies führte im Ergebnis dazu, dass die sensibelste aller Tanzpartnerinnen sich einen kleinen Sonnenbrand auf dem Dekolleté einfing. Ich weiß nicht, warum sie auch immer bei mir nachschauen wollte – und vor allen Dingen warum sie immer was von „roter Nase“ erzählte – heiße ich Rudolph oder was? Zum Glück gibt es Make-Up.

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Glücklich den Kontrolleur*innen entkommen

Der Freitag bescherte uns ein ganz besonderes Paris-Abenteuer: Auf Grund eines besonderen Tips eines freundlichen Mitarbeiters der Pariser Verkehrsbetriebe hatten wir ein Wochenticket erstanden, dass uns in Form einer Chipkarte (so wie die Oyster-Card in London oder das Umwelt-Ticket in Berlin) ausgehändigt wurde. Wir freuten uns, ob dieser bequemen und preiswerten Lösung, dem Kleingedruckten schenkten wir wenig Beachtung. So kam es, dass wir bei der ersten Kontrolle in der Metro ganz arglos und freudestrahlend unsere Karten vorzeigten. Die Kontrolleurin zog diese jedoch ein, wollte 33 Euro Strafe und erwartete den Kauf eines neuen, wesentlich teureren Tickets für Tourist*innen. Der nun folgende Dialog war vor allem dadurch gehandicapt, dass sich das Kontrolleursteam beharrlich weigerte, mit uns englisch zu sprechen. Aber so nicht mit uns: Das war der Auftritt unseres sprachgewandtesten aller Trainer, der in – aus unserer Sicht – perfektem Französisch dem Team klar machte, dass wir nicht einfach so willenlos zahlen würden. Als Schlichtung wurde uns ein Treffen mit der Polizei angeboten, welche wir gerne annahmen. Nach ca. 15 minütiger Wartezeit (wir überraschten offensichtlich mit unserer Beharrlichkeit) stieg dann auf Seiten des Teams die Verhandlungsbereitschaft wieder. Doch auch sie hatten noch einen Trumpf im Ärmel: Auf einem laminierten Kärtchen machte ein dunkelrot gekennzeichnetes Kästchen darauf aufmerksam, dass ein Polizeieinsatz weitere 180 Euro kosten würde. Der anschließend mühsam ausgehandelte Kompromiss sah eine Strafgebühr für alle von uns vor, die an diesem Tag nicht Geburtstag hatten. Und wir durften zudem am Fotoautomaten um die Ecke ein Foto machen, dieses auf die Karte kleben und diese damit zu einem – ausnahmsweise auch für Nicht-Einheimische – gültigen Fahrdokument umzuwandeln. Froh wieder das Tageslicht erblickt zu haben, kauften wir uns erstmal auf der Ile de France ein Eis beim ältesten Eishersteller der Stadt (eine Idee natürlich der eissüchtigsten aller Tanzpartnerinnen – nicht eissüchtig sei sie, sondern Kennerin – naja, wer es glaubt…, Wow schon zwei Absätze, bevor zum ersten Mal mit Zensur gedroht wird.) Später auf dem Weg durch unser Viertel trafen wir dann auf Vierertrupps von Polizist*innen mit Tarnkleidung, schussicherer Weste und MG – da konnten wir erahnen, was uns geblüht hätte. Noch mal nachgedacht: Es herrscht immer noch Ausnahmezustand in Paris: Das waren gar keine Polizist*innen, sondern Militär.

Nun zum Turnier: Paris ist ein Tunier zum Sofort-Wohlfühlen. Der geräumige Turnierort (eine altehrwürdige Turnhalle) liegt direkt an der Metro. Innen drin arbeitet ein fleißiges und hilfsbereites Orga-Team. Die Tische waren mit bunten Tischdecken geschmückt, am Buffett arbeitete die ganze Zeit ein weiteres Team, damit es uns an nichts mangele. Der Conferencier trug Frack und Zylinder und selbst, wenn man nichts verstand, wirkte es noch immer charmant. Für gute und moderne Musik sorgte der erfahrene und geschätzte Michael Kongsø aus Dänemark. Das Wertungsgericht war international besetzt. Der Turnierablauf war ungewöhnlich, da zunächst alle Sichtungsrunden und danach alle Finals ausgetragen wurden (wie in Australien , haben wir vom australischen Damen-Paar gelernt). Auch gab es ein Mixed-Turnier sowie ein Fun-Turnier mit ChaCha und Tango. Die Starter*innen-Felder waren zwar eher klein, aber in allen Sektionen sehr hochkarätig besetzt.

Ein komplett silberner Tag wurde es für Sophia Arkenstette in allen vier getanzten Turnieren (sie brachte es damit auch auf die meisten Turnierteilnahmen an diesem Tag) . Zweimal 2. Platz in der C-Klasse Std. und Lat. mit Katrin Purschke und zweimal 2. Platz mit Pascal Herrbach in dern höchsten Mixed-Klassen Std. und Lat. (B). In der A-Klasse der Frauen Standard durften Tania & Ines Dimitrova auch eine der farbenfrohen Medallien (in ihrem Falle die Bronzene) mit nach Hause nehmen. Im gleichen Turnier belegten Kerstin Kallmann & Cornelia Wagner Rang 5, in der A-Klasse Frauen Latein dazu noch Rang 4. Pascal trat noch spontan mit Nils Hartvigson in Standard an. Nachdem die Favoriten aus Paris nach dem Langsamen Walzer unverhofft aus gesundheitlichen Gründen aufgaben, wurde es für die beiden sogar der Turniersieg. Bei den Latein-Herren (leider können wir wie immer nicht von pinkies berichten), gab es etwas Besonderes: Einen echten Krimi zwischen Antonio Castillo & Santiago Granizal (Spanien, die seit längerem sich mal wieder auf einem Turnier zeigten) und Marcus Mnerinsky & Renato Minnig (Schweiz, erst sei diesem Jahr international unterwegs), den die Spanier knapp für sich entschieden.

Alle weiteren Ergebnisse findet ihr hier. Und die Filme der Finaltänze hier.

Wir freuen uns schon auf die Gaygames 2018!!!

Text: Cornelia Wagner, Beratung & Redaktion & Korrektur: Kerstin Kallmann

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Equality Dancing – Von der Gleichheit

Den folgende Text hatte Lula Witzescher für das Programmheft der Berlin Open 2016 geschrieben. Da der Text bereits auf den Berlin Open erste Diskussionen hervorgerufen hat, willen wir ihn hiermit dem Netz zur Verfügung stellen. Möge eine breite & vielschichtige & konstruktive Diskussion beginnen.

vor dem Jive

Lula & Nicole, Berliner Meisterinnen D-Klasse Latein 2009

Eintanzen/Standard. Auf den ersten Blick bin ich mir nicht sicher, ob ich wirklich bei einem Equality Turnier bin: Paare in Kleid/Frack-Kombination drehen dort wie „normale“ Frau-Mann-Paare ihre Runden. Erst auf den zweiten Blick sehe ich ein Paar mit einem Outfit, das nicht eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen ist. Bei den Männern bietet sich ein anderes Bild: Dort tanzen die Paare fast ausschließlich im Frack. Mir scheint, die Frauen deuten das Wort „Equality“ als „die Gleichheit zum gemischtgeschlechtlichen Tanz“, während die Männer der Bedeutung „Gleichförmigkeit“ folgen. Und ich dachte „Equality“ würde sich auf die Gleichheit der Geschlechter im Paar beziehen!

……..weiter zum vollständigen Text geht es hier.

Die Autorin kämpft als Lula Witzescher im Netz für alle Formen von Equality. twitter.com/LulaWitzescher

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Mein erstes Mal – Die Berlin Open 2016

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Kornelia Hintz & Mel Braune, Berlin Open 2016; Foto: Mandy Simon

Kornelia Hintz tanzte mit den Berlin Open 2016 ihr allererstes Turnier gemeinsam mit Mel Braune. Tanzschuhe & Jeans & kariertes Hemd. So kennen wir Kornelia und so stand sie auch auf der Tanzfläche. Einen Tag später fragt sie sich, warum sie damit so lange gewartet hat und noch vieles mehr. 

Vor fünf Jahren habe ich mit 42 begonnen, Tanzen zu lernen, in der Tanzschule und mit wechselnden Tanzpartnerinnen. Ich war nie im Verein und habe nie an einem Turniertraining teilgenommen. Ich hatte überhaupt nicht die Ambition, ein Turnier zu bestreiten. Die Frage kam schon auf, besteht doch ein großer Teil meines Umfelds aus begeisterten Turniertänzerinnen, aber ich habe das immer weit von mir gewiesen……………weiter geht es hier.

 

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