Festakt 20 Jahre pinkballroom

Im Jahre 1998 kamen die Berliner Paare von dem Tanzturnier auf den GayGames in Amsterdam nach Berlin zurück und suchten eine Möglichkeit für ein regelmäßiges Turniertraining in der Stadt. Der DTV-Tanzsportverein btc im Wedding (einem der beiden Vorgängervereine der Abteilung Tanzsport bin der TiB 1848 e.V.) ließ sich nicht zweimal bitten und richtete ein völlig neues Angebot unter der Marke „pinkballroom“ ein – Turniertanzen ausschließlich für gleichgeschlechtliche Paare. Ein absolutes Novum in einem DTV-Verein. pinkballroom wurde in diesem Herbst 20 Jahre alt und das hatten am Freitag, den 19.10.2018 gefeiert.

Bei dem Festakt wollten wir uns nicht nur an Berichten „wie war das doch damals“ erfreuen, sondern auch unseren „heutigen“ Sport feiern. Was bot sich da mehr an, als die Fotoausstellung „Equality-Tanzsport – Momente“ zu diesem Anlass zu zeigen. Die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg Angelika Schöttler, lud sowohl die Ausstellung als auch den Festakt in „ihr“ Rathaus Schöneberg ein, so dass wir in historischem Ambiente unter den bronzenen Augen von Friedrich Ebert feiern konnten. Durch den Festakt geleiteten uns Andrea Schlinkert & Lady Olivia (alias Pascal Herrbach), die nicht nur charmant, sondern als ebenso erfahrene wie erfolgreiche Pinkies selber das ein oder anderen Hintergrundwissen beitragen konnten.

Angelika Schöttler, die selber gerne mal wieder das Tanzbein schwingen würde, begrüßte die gut 100 Menschen, unter denen Pinkies der ersten Stunde, andere langjährige, auch ehemalige und zukünftige Pinkies sowie viele Freund_innen, die uns über viele Jahre begleitet haben, waren. Die Bürgermeisterin, die 2017 vom LSVD zum Respektpreis nominiert war, zeigte sich sehr beeindruckt von der Kraft der Fotos und den Emotionen, die die Fotos, die im ersten Geschoss bis Ende November zu bestaunen sind, auslösen. Sie freut sich jetzt schon über jeden Gang aus ihrem Büro über die Gänge der Ausstellung und wir sind überzeugt, dass spätestens Ende November der nächste Tanzkurs gebucht ist;-)

Als erster Redner konnte Franz Allert (DTV-Ehrenpräsident) über die Unruhe berichten, für die die ersten Equality-Turniere im Tanzsportverband sorgten, als er Präsident des Landestanzsportverbandes (LTV) Berlin war. Als den Wertungsrichter_innen von Vertreter_innen des Deutschen Tanzsportverbandes (DTV) gedroht wurde, ihnen ihre Lizenz zu entziehen, sollten sie Equality-Turniere werten, stellte sich Franz Allert selber an die Fläche der ersten Berlin Open (1999). Mit dem Gewicht seines Amtes sorgte er dafür, dass nicht nur er, sondern auch alle anderen ihre Lizenz behielten. So sieht Unterstützung aus! Auch vier Jahre später, als Boris Ostrowsky & Jens Neumann die EuroGames gewannen und somit innoffizielle Standard-Europameister wurden, sorgte ihr Foto auf dem Titel des Tanzjournals (den offiziellen regionalen Seiten des Tanzsports im Tanzspiegel) noch für große Aufregung in den Mainstream-Tanzkreisen, sogar im vergleichsweise aufgeschlossenen LTV Berlin. Nach Einschätzung von Franz war die Aufnahme des Deutschen Verbandes für Equality-Tanzsport (DVET) im DTV im Jahr 2010 ein wichtiger Schritt für die Akzeptanz unseres Tanzsports.

Thorsten Süfke, der jetzige Präsident des LTV-Berlin, kann keine „Aufreger“ mehr berichten, ist doch der Equality-Tanzsport in Berlin inzwischen so normal geworden, dass er in mehreren Vereinen angeboten wird bzw. Equality-Paare in zahlreichen Vereinen willkommen sind. Auch wurde unter seinem Vorsitz das erste Equality-Paar in den Standard-Kader des LTV Berlin aufgenommen, wie später angemerkt wurde. Thorsten konnte noch berichten, dass die Mitglieder des OTK Schwarz-Weiß, als sie von pinkballroom gefragt wurden, gemeinsam die Europameisterschaften 2017 auszurichten, schon sehr freudig „ja“ sagten, auch wenn in diesem Verein kein gleichgeschlechtliches Paar tanzt. Der Equality-Tanzsport hat aber nach den drei Tagen der EC richtige Fans aus dem Kreise des OTK Schwarz-Weiß dazugewonnen, die von den sportlichen Leistungen und von der positiven Stimmung überwältigt waren.

Jürgen Beier, ist nicht nur Vize-Präsident des LTV-Berlin, sondern auch Pinkie der 1. Stunde. Er konnte von der Aufbruchstimmung in den 90er Jahren berichten, von der Begeisterung, mit der alle Möglichkeiten genutzt wurden, gleichgeschlechtlich zu tanzen – sei es im café fatal oder in den Tanzschulen wie Maxixe und Walzerlinksgestrickt. Und dann kam der Ehrgeiz, auch auf den GayGames und EuroGames eine gute Figur machen zu wollen. Weil Dirk Heidemann und der Verein btc die Zeichen der Zeit erkannt hatten, gibt es pinkballroom. Jürgen berichtet von einer erfolgreichen Integration die Pinkies im Verein. Er wurde, obwohl damals „nur“ pink-tanzend, als Leiter der gesamten Tanzsport-Abteilung gewählt, damit auch von den gemischtgeschlechtlich Tanzenden im Verein – und das nur wenige Jahre nach dem Eklat mit dem Foto. Bald wurde diskutiert, ob die Pinkies geschützte Räume brauchen, oder die wahre Gleichberechtigung nur mit dem Zusammenlegen der Angebote für „Pinkies“ und „die anderen“ zu erreichen ist. Der Verein hat sich für letzteres entschieden, aber die Diskussion geht weiter, betrifft sie doch noch andere Aspekte des Equality-Tanzens. Wir durften auch von Jürgen erfahren, was ihn angeregt hat vor den Berlin Open regelmäßig auf der Leiter zu stehen und den Saal so schön festlich zu gestalten.

Dörte Lange, die Präsidentin des DVET und Gründungsmitglied des entsprechenden Europäischen Verbandes ESSDA, gratuliert pinkballroom zum Jubiläum und weist darauf hin, wie bemerkenswert es ist, dass ein Verein über 20 Jahre ohne Unterbrechung jährlich ein Turnier ausrichtet – das sind bereits 17 Berlin Open, zwei Deutsche Meisterschaften und eine Europameisterschaft. Apropos Deutsche Meisterschaften..… pinkballroom hatte 2005 einfach beschlossen: „Eine Deutsche Meisterschaft muss her!“. Mit anderen Vereinen hatte mensch sich abgestimmt, aber den Deutschen Verband DVET gab es noch gar nicht. Seit diesem Jahr übernahm jedes Jahr ein Verein in Deutschland die Ausrichtung des Wettbewerbes. Erst seit 2009 macht das der DVET. Ideen und Engagement machen laut Dörte die Berlin Open seit langem zu dem wichtigsten Turnier auf deutschen Boden (nach den Deutschen Meisterschaften).

Petra Nowacki, Vorsitzende des Schiedsgerichts des DVET und Bundesvorsitzende der SPDqueer, tanzte selber in einer Formation und wurde jüngste Wertungsrichterin im DTV. Sie knüpfte an den Bericht von Franz Allert an. Auch wenn sich die Geschichten anhören, als wären sie 50 oder gar 70 Jahre her, sind es erst wenige Jahre, in denen wir so etwas ähnliches wie Normalität für queere Menschen erleben dürfen (na ja, in den Städten…). Der Equality-Tanzsport zeigt das „anders-sein“ gegenüber dem gemischtgeschlechtlichen Tanzen besonders deutlich. Und das ist auch gut so – sagt Petra. Sie weist darauf hin, dass Politiker_innen gesellschaftlichen Druck brauchen, genauso wie die Gesellschaft Initiativen von den Politiker_innen erwarten dürfen. Aber nur wenn beides Hand in Hand spielt, kann sich wirklich was verändern. Auch die Ehe für alle ist gerade erst 2 Jahre alt – und sie war wahrlich kein Selbstläufer, sondern das Ergebnis eines jahrzehntelangen Zusammenwirkens von gesellschaftlichen Initiativen und Politiker_innen verschiedener Parteien.

Die Veranstaltung wechselte in das Foyer des Rathauses: Tanzen war angesagt. DJane Andrea Schlinkert legte auf und stimmte mit dem Titelsong aus „Babylon Berlin“ auf den (film-)historischen Ort ein. Die „pink unicorns“ stellten den 1. Showact des Abends mit ihrer Lateinshow “Queen“. Im Mai 2018 wurden die Gruppe unter der Leitung von Gergely Darabos deutsche Meister_innen im Equality-Showtanz. Die tolle Show auf die mitreißende Musik macht immer wieder Spaß und begeisterte das Publikum.

Nach einer kleinen Umziehpause, in der das Publikum tanzen konnte, wurde zum 2. Showact in das Foyer geladen. Aber zunächst ergriff Hans-Jürgen Dietrich, Vizepräsident des DVET, das Wort. Er bat Gabriella-Ann Davis zu sich, um ihr die bronzene Ehrennadel des DVET zu verleihen, weil sie sich „in bemerkenswerter Weise Verdienste um den gleichgeschlechtlichen Tanzsport erworben hat“. Sie hat von der ersten Stunde an das Standardtraining für pinkballroom angeboten, und aus ihrem Training sind zahlreiche Deutsche-, Europa- und Weltmeister_innen hervorgegangen. „Wie kaum jemand anderes hat sie sich den Equality-Tanzsport zu ihrer Herzensangelegenheit gemacht und ihre hervorragenden Fähigkeiten unserem Tanzsport gewidmet. Damit hat sie nicht nur pinkballroom zu einem der größten und erfolgreichsten Equality-Tanzsportverein Deutschlands gemacht, sondern bereits früh einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass die sportliche Qualität inzwischen da angelangt ist, wo sie heute steht.“

Ihr aktueller großer Erfolg ist der Gewinn des Weltmeistertitels 2018 für die Showgruppe „revue en rose“ mit der Show „Queer World“, die sie choreographiert und trainiert hat. Ein toller Erfolg, nach dem die Gruppe bereits 2017 den Europameistertitel geholt hatte. „Queer World“ war der 2. Showact des Abends. Die Tänzer_innen „erzählten“ zahlreiche kleinere Geschichtchen aber auch große Geschichten wie den Brexit und den Klimawandel. Petra Nowacki über die Show: „Als politischer Mensch habe ich die Weltmeistershow ganz unabhängig von den klasse tänzerischen Leistungen auch als Integrationsprojekt par excellence und als ein deutliches Bekenntnis zu Europa empfunden. Das ist echt vorbildlich und ich wünsche mir, dass das – gerade in einer Zeit des aufstrebenden Rechtpopulismus und schwindender Solidarität in der Gesellschaft – viele Menschen sehen.“

Mit dem Ende der Show war der offizielle Teil des Festaktes beendet und es durfte getanzt werden. Um 22 Uhr verabschiedeten die Moderator_innen die Gäste und verwiesen auf die nächsten pinkballroom-Termine: QueerDanceCamp am 14.-16.12.2018, Pink-X-mas-Ball am 15.12.2018 und Berlin Open am 04.05.2019. Wir bedanken uns bei allen, die den schönen Abend möglich gemacht hatten – bei der herzlichen Gastgeberin und ihren Mitarbeiter_innen, bei den Redner_innen, die uns an ihrem Gedächtnis teilhaben ließen, bei den beiden wunderbaren Moderator_innen, bei der DJane mit ihren Händchen für gute Musik, bei den beiden Showgruppen und ihren Trainer_innen, bei den zahlreichen Person, die zum Buffet beigetragen haben, bei drei Personen, die die Getränke gespendet haben, bei der wunderbaren und professionellen Vorbereitungsgruppe, bei den Helfer_innen und bei allen, die kamen.
Text: Kerstin Kallmann
Fotos: Stefan Conradi & Dörte Lange

Weitere Fotos von Dörte

Posted in News | Tagged , , , , , , , | Leave a comment

Die Jubiläums-Gay-Games 2018 in Paris

Ein Jubiläum darf immer mit einem Rückblick beginnen. 1982 erblickte in San Franzisco ein neuer Sportevent das Licht der damals noch so anderen Welt: Die Gay Games No. 1 (noch unter dem Namen „Gay Olympics“). Alle 4 Jahre sollten sie seit dem stattfinden – genauso wie die Olympischen Spiele. Sie wanderten zunächst innerhalb Nordamerikas von Metropole zu Metropole (nochmal San Franzisco, dann Vancouver und New York). 1998 unterstrichen sie mit dem Sprung über den Teich ihre inzwischen weltweite Bedeutung für die queere Community: Amsterdam! Auf diesen Gay Games wird auch erstmals ein Tanzturnier für Standard und Latein ausgetragen, das nachhaltige Impulse in der queeren Tanzcommunity aussendet (siehe Meilensteine des Equality-Tanzsports auf pinkballroom.de). An die ersten Gay Games in diesem Jahrtausend werden sich viele der noch aktiven Tänzer_innen erinnern können: Sydney in 2002. Es folgten Chicago (2006), Köln (2010, das mit 520 Tänzer_innen immer noch größte gleichgeschlechtliche Tanzsportevent aller Zeiten) und Cleveland (2014). Zu den 10. – und damit zu den Jubiläums-Gay-Games – heißt nun die schöne Stadt Paris, das Organisationskomitee, die vielen Helfer_innen, die Bürgermeisterin Anne Hidalgo und der Präsident Emmanuel Macron alle Sportler_innen unter dem Motto „All Equal“ willkommen. Inklusion ist die Idee, mit der auch die Weltmeisterschaft im Tanzsport unter dem Schirm der IFSSDA ausgerichtet wurde. Aber dazu später mehr….

34 Tänzer_innen von pinkballroom, die Trainer_innen Gabriella und Pascal sowie eine sehr ordentliche Fankurve (!!!) reisten nach Paris. Die 34 Tänzer_innen brachten es auf insgesamt 27 Start, wobei Cornelia Wagner & Kerstin Kallmann mit jeweils 5 Starts am „fleißigsten“ waren. Unsere 6 Männer sind ausschließlich in der Showgruppe bzw. in den Mixed-Turnieren an den Start gegangen.

Wie auch in Berlin, war es in Paris zunächst vor allem HEISS! Mit Temperaturen knapp an die 40°C am Dienstag schwitzten wir viel. Da wurden die Senior_innen plötzlich um ihre frühe Startzeiten beneidet, weil diese noch halbwegs machbare Temperaturen versprachen. Aber mit jeder Minute stieg die Temperatur in der Halle, so dass die Ausrichter_innen nur noch einen Weg sahen: Die gesundheitliche Gefahr durch die Hitze wurde als bedrohlicher eingeschätzt, als die Gefahr durch Feuer, so dass nach kleineren technischen Umbauten ein steter Luftzug durch die Halle strömte. Zum Glück war es zur EC 2017 nicht so heiß, in Deutschland (und noch schlimmer Preußen) wäre diese Problemlösung nicht möglich gewesen….

Das Turnier startete am Dienstagvormittag mit den Seniorinnen Standard. In die C-Klasse wurde 18 Paare gewertet. Mit dem 13. Platz wurden Dorothea Kohlwagner & Iris von Wedel das Anschlusspaar zum Halbfinale. In dieser Klasse kamen Bettina Beinker & Anja Schittenhelm 2 Runden weiter und tanzten im Finale auf den tollen 5. Platz. Kerstin Hübner wurde mit Claudia Neidig zusammen mit 13 Paaren in die B-Klasse gewertet und erreichte dort den 11. Platz. Bei den Mixed-Turnieren SEN Standard bestand die B-Klasse aus unseren beiden Paaren Simone Britz mit Frank Morche und Katrin Raithel & Gisbert Winzler, wobei Simone & Frank am Ende vorne lagen.
Am Dienstagnachmittag starteten die Latein Frauen. In die C-Klasse wurden 16 Paare einsortiert. Bis ins Halbfinale tanzten Claudia Neidig & Regina Remski und dort auf den 8. Platz. Monique Gärtner & Kerstin Hübner erreichten das Finale und tanzten dort ganz fantastisch und sie wurden auch mit einigen Einsen belohnt. Aber die Konkurrenz war groß und es wurde der 6-Platz. In der B-Klasse tanzten 10 Paare zunächst um den Einzug ins Finale, das Kerstin & Cornelia als Anschlusspaar (hier sei mal ein rein subjektives „leider“ erlaubt) nicht gelang. Mel Braune & Stefanie Siebels überzeugten die Wertungsrichter_innen mehr, erfreuten sich im Finale an der tollen Unterstützung durch die Fankurve und tanzten auf den 6. Platz. In der Hauptgruppe Mixed Standard tanzten sich Katrin & Gisbert in der C-Klasse auf den 4. Platz. In der B-Klasse tanzten Simone & Frank wieder mal zusammen mit einem pinkballroom-Paar, aber diesmal mit Sophia Arkenstette & Pascal Herrbach. Letztere erfreuten die Zuschauer_innen mit vielfältigen Führungswechseln, gewannen 3 Tänze und somit auch das Turnier.

Am Mittwoch kamen die 10-Tänze-Wettbewerbe. Hier stießen Kerstin & Cornelia auf die Sieger_innen im Latein B-Finale des Vortages, die ebenfalls den 2. Platz sicher machen wollten (der Titel musste eindeutig nach Köln;-). Durch den 2. Platz im Jive sowie in allen Standard-Tänzen und einen geteilten 2. Platz in der Samba sind Cornelia & Kerstin die Vize-Weltmeisterinnen 2018.

Mittwochabends wurden dann die Tango-Argentino-Wettbewerbe getanzt. Wie anders dieses Tanzen doch ist….und wie unterschiedlich die Paare waren…. Von uns sind Andrea Schlinkert & Leon Strauss sowie Anja & Bettina an den Start gegangen. Während 4 Paare gleich in das Finale gesichtet wurden, mussten diese 4 Berliner_innen in die Hoffnungsrunde. Die Wertungsrichter_innne waren sich diesmal einig mit der Fankurve: Beide Paare kamen ins Finale. Andrea & Leon erreichten dort mit ihrer sehr innigen Interpretation dieses Tanzes den 6. Platz und Anja & Bettina mit ihrer super eleganten Tanzart den 5. Platz. Da eigentlich in verschiedenen Turnieren (Männer, Frauen, Mixed, SEN/Hptgr.) und in verschiedenen Klassen getanzt werden sollten, wurden auf Betreiben der Tänzer_innen doch alle Medaillen korrekterweise (d.h. entspr. Der ESSDA-Rules) vergeben. Anja & Bettina gewannen die B-Klasse Frauen in der Hauptgruppe sowie bei den SEN, Andrea & Leon gewannen die B-Klasse bei Mixed-SEN.

Am Donnerstagnachmittag startete das größte Feld des Turnieres: Frauen Hauptgruppe Standard. 24 Paare wurden allein in die C-Klasse gewertet. Dorothea & Iris erreichten in der Vorrunde den geteilten 17. Platz. Bettina & Anja erreichten auch in der Hauptgruppe das Finale und dort den 7.Platz. In der B-Klasse tanzten Kerstin & Claudia im Halbfinale auf den 12. Platz. In der A-Klasse verpassten Kerstin & Cornelia mit dem 8. Platz das Finale. Mit fünfmal 2. Plätzen tanzten Tania & Ines Dimitrova auf den fantastischen Silberrang dieser Weltmeisterschaft! Bei den Mixed Latein Turnier hatten Pascal & Sophia den Titel bereits nach der Sichtungsrunde sicher, weil sie als einziges Paar in die B-Klasse gewertet wurden. In der C-Klasse tanzte Mel zusammen mit Graham Ashwell (UK) spontan aber erfolgreich: Nach vier gewonnenen Tänzen wurde ihnen die Goldmedaille übergeben.

Am Freitag starteten 13 Showpaare mit extrem unterschiedlichen Darbietungen. Auch Kerstin & Cornelia ließen es sich nicht nehmen, ihre letzte Show für das café fatal aufzuwerten. Mit der Show „Pride“ (nach dem gleichnamigen Film) erreichten sie den 9. Platz. Tania & Ines erreichten mit ihrer Show „Zorro“ nicht nur das Finale, sondern auch den bronzenen Treppchenplatz. Danach zeigten 6 Showgruppen ihre Darbietungen. Die 19 Pinkies von revue en rose um die Trainerin und Choreografin Gabriella Davis stießen als amtierende Europameister_innen (2017) auf die amtierenden Weltmeister „Vima Vice Sqad“ aus San Franzisco. Aber ebenso ist mit den swinging sisters immer und überall zu rechnen, war der Titel 2017 doch denkbar knapp. Vima Vice Sqad startete als erste Gruppe das Finale. Das reine Männerteam zeichnet sich durch coole Choreographie aus und verbindet das mit schwarz-weiß gemusterten Klamotten mit halluzinatorischer Wirkung. Die Pink Dancers aus London haben ihre Show ganz auf Paris ausgerichtet und gewannen damit sicher nicht nur die Herzen der Französ_innen. Unsere Herzen rutschten dagegen kurzzeitig ganz nach unten, erkannten wir doch „unsere“ Musik wieder. Das war aber auch schnell wieder vorbei und so konnten wir die Show genießen. Die swinging sisters hatten ihre aus Berlin bekannte Show „Burlesque“ mit kleinen Accessoires auf die französische Hauptstadt ausgerichtet. Revue en rose hat dagegen ihre Show „Queer Europe“ passenderweise zur WM zu einer Show „Queer World“ angepasst. Neue Musikstücke, neue Kontinente, neue Länder, neue Klamotten. Wir tanzten jetzt nicht nur den Brexit, sondern auch den Klimawandel. Standing ovations…;-))) Die 5. Show war das 2. Team aus den USA und war ein reines Frauenteam. Diese tanzten Formation in Wild-West-Saloon-Ausstattung. Das letzte Team war PanDans, die ihre Show des letzten Jahres tänzerisch und von der Ausstattung deutlich aufgepeppt hatten.
Das Ergebnis: Die amtierenden Europameister_innen sind auch die neuen Weltmeister_innen!!!!

Soweit die Ergebnisse der Pinkies….aber es ist ja noch viel mehr passiert…..

Kommen wir zurück zur Inklusion bei den Gay Games. Es wurden zusätzlich Handidance Show-Wettbewerbe angeboten. Leider tanzte nur ein gleichgeschlechtliches Paar. Aber das Paar, das später den Titel gewinnen sollte, gehörte zu den wenigen Mixed-Paaren, die so etwas wie einen Führungswechsel tanzten (Hinweis: Ich kenne mich nicht aus mit Rollstuhltanzen, deswegen bitte ich um Hinweise, falls ich Unsinn schreibe). Eine „Hebefigur“, bei der der Fußgänger am Ende kopfüber über dem Parkett schwebte, und der Saal tobte. Er hörte auch nicht mehr auf zu toben, als die Rollstuhltänzerin binnenkörperliche Bewegungen zeigte, die die ein oder den andere_n Fußgänger_in vor Neid erblassen ließ (inkl. die Schreiberin). Auch hier erhob sich der Saal in Ehrerbietung.

Bei der Hauptgruppe Latein Männer sahen wir Paare, die auf den ersten und auch noch auf den zweiten Blick nach einem gemischtgeschlechtlichen Paar aussahen. Eigentlich kennen wir das nur aus den Frauen Turnieren. Während vor gar nicht so langer Zeit noch über Schleier, Hosenröcke oder High-Heels bei Männern gestritten wurde, rockten in 2018 drei Paare von den Philippinen bzw. aus Hongkong mit Personen das Männer-A-Finale, die High-Heels und Röcke und Strass-BHs zeigten. Die eindeutig schönste Lady des gesamten Turnieres tanzte dort. Vielfalt und die Einbindung von Transgender-Personen soll von Seiten des ESSDA und des DVET voran gebracht werden. Diese drei jungen Paare haben den Verbänden und Tänzer_innen wertvolle Nachhilfestunden gegeben – und genial tanzen konnten sie auch noch.

Das Turnier war insgesamt schön, viele hochklassige Paare waren da und insgesamt erstaunlich viele auch von außerhalb Europas. Wir tanzten zu toller Musik von Michael Kongso. Die Moderation von Tony Marcireau war charmant und von Pete Meager professionell. Patrick Sharkey als Chairman war ein phantastischer Gastgeber. Das Orgateam um Patrice, Alice und Co. war unermüdlich und immer hilfsbereit. Und doch…..Da die ESSDA nicht offiziell eingebunden war, fehlte es ein wenig an der Erfahrung mit der Ausrichtung von Großturnieren. Im Vorfeld hatte der Sportausschuss des DVET mehrere Fragen an die Veranstalter gerichtet, um Klarheit über die Turnierdurchführung für die Tänzer_innen zu erlangen. Einige dieser Fragen konnten im Vorfeld geklärt werden, andere erst am Tag selber durch den unermüdlichen Einsatz des DVET, einzelner Paare und wahrscheinlich auch des ESSDA. Zusätzlich hatte der DVET-Sportwart sich beim DTV intensiv dafür eingesetzt, dass die eigentlich angekündigte Sandra Caspers werten kann – leider erfolglos. In der Jahreshauptversammlung (annual General Meeting) der ESSDA haben wir vereinbart, dass wir die Erfahrungen (best practices) für die Organisation von Wettbewerben zusammentragen, um sie für nachfolgende Turniere zur Verfügung stellen zu können. Während Düsseldorf (2010) und Kopenhagen (2021) sicherlich noch vergleichsweise smooth über die Runden gehen werden (weil erfahrene Ausrichter), wird das Einbringen unserer gesammelten ESSDA-/DVET-Erfahrungen insbesondere für Rom (2019) und Hongkong (2022) wertvoll sein, damit auch diese zu unvergesslichen Ereignissen werden.

Zusätzlich zu unserem Pinkie-zentrierten Blickwinkel verweisen wir gerne auf die Berichte & Fotos von Dörte auf der DVET-Website:
GayGames 10 Paris – Tag 1
GayGames 10 Paris – Tag 2
GayGames 10 Paris – Tag 3
GayGames 10 Paris – Tag 4
sowie auf den Bericht von Thorsten auf der LTV-Berlin-Website.
Alle Ergebnisse finden sich auf der ESSDA-Website

Weitere Berichte & Fotos von:
France3 Regions: Gay Games : VOIR ou REVOIR le gala de danse de clôture
NBC News: The 10th annual Gay Games descend on Paris (Fotostrecke)
Reuters: Gay Games in Paris (Fotostrecke)
The New York Times: The Paris Gay Games in Pictures: ‘The Atmosphere Is Really Electric’
EuroNews: Same-sex duos tango and foxtrot at Paris Gay Games (ink. Film)
ABS CBN News: Pinoys shine in 2018 Gay Games dancesport
Sky Sports: Para Dance Sport duo ‚Strictly Wheels‘ chasing gold at Gay Games
Getty Images: Gay Games – Bilder und Fotos (aktuelle und ältere Gay Games)
Spiegel online: Gay Games in Paris: Festspiele der Vielfalt

Kerstin Kallmann

Posted in Turniernachrichten | Tagged , , , | Leave a comment

GayGames 10 Paris – Infos von der Facebook-Seite

In weniger als einem Monat, am 7. August starten die Tanzwettbewerbe der 10. GayGames in unserem Nachbarland. Die offiziellen Informationen darüber stehen auf der Website der GayGames 10 Paris, auf www.paris2018.com/sports/dancesport. Aber es werden zusätzlich auch Informationen auf einer (inoffiziellen??) Facebook-Seite veröffentlicht. Es handelt sich dabei um die geschlossene Facebook-Gruppe „Gay Games 10. – Dancesport Community“ (https://www.facebook.com/groups/271275500039664/). Weil nicht alle, die es vielleicht interessieren könnte, bei Facebook angemeldet sind, stellt der DVET auf seiner website ein paar Dokumente (Startliste, Wertungsrichter_innen, Zeitplan, Trainingsmöglichkeiten) zur Verfügung die kürzlich dort gepostet wurden. Sollte es updates oder weitere Infos geben, dann schickt bitte einen Hinweis an info@equalitydancing.de.
Danke an den DVET!!!!!

Posted in News | Tagged , , | Leave a comment

Standard-Turniertraining mit Pascal Herrbach ab Juni

Ab Juni bietet unser Trainer Pascal Herrbach Dienstags um 20:30 Uhr bis 22:00 Uhr im TiB-Sportzentrum, Saal 1 ein Standard-Turniertraining an. Schwerpunkte seines Trainings sind Balancen, Präsenz, Verbindung im Paar und Musikalität. Diese Themen werden anhand von Basic-Folgen erarbeitet und auf die individuellen Folgen der Paare übertragen. Leichtigkeit des Tanzens, harmonische Bewegungen sowie das Erkennen und Betonen der tänzerischen Stärken des Paares sind für den Trainer ebenso wichtige Ziele wie die Spaß und Freude während des Gruppenunterrichts.

Das Training richtet sich an Turniertänzer_innen aller Klassen, dabei vor allem an Tänzer_innen von pinkballroom – ist aber offen für alle Tänzer_innen des Vereins.

Pascal begann in jungen Jahren mit dem Turniertanzen im DTV-Bereich und war bereits dort außerordentlich erfolgreich (u. a. Deutscher Meister Junioren Standard 1993). Seit 2000 ist er fast nur noch auf dem Equality-Parkett zu sehen. Kein anderer männlicher Standardtänzer kann so eine beeindruckende Erfolgsbilanz aufweisen. Neben vier Titeln auf Weltmeisterschaften, Gaygames und Outgames wurde er mehrfach Europameister in Standard, Latein sowie über 10-Tänze.

Posted in News | Tagged , , | Leave a comment

Regelmäßiges Turniertraining Showgruppe mit Gergely Darabos

Am 19. Mai 2018 wurden die pink unicorns in Köln mit ihrer Lateinshow “Queen“ unter der Leitung von Gergely Darabos deutsche Meister_innen im Equality-Showtanz. Wir freuen uns, das Training für diese Showgruppe innerhalb des Turniertrainings als regelmäßiges Training anbieten zu können.

Seit vielen Jahren choreographiert Gergely bereits tolle Shows für pinkballroom, und seit 2016 für die Teilnahme an einem Wettbewerb (die EC 2017 in Berlin). Showtanzen in der Gruppe macht Spaß – sowohl den ausgesprochenen Rampensäuen aber auch denen, die sich gerne in der Gruppe „verstecken“. Und das besondere Zusammengehörigkeitsgefühl, das in der Gruppe entsteht, lässt allenoch ein wenig über sich hinaus wachsen.

Ab Juni wird das Training Montags 21:00 – 22:30 im Vereinsheim stattfinden (nach dem Lateintraining von Gergely). Zur Zeit wird gerade die neue Show entwickelt, die auf den wichtigen Equality-Turnieren (DM, EM und/oder WM) sowie bei Showauftritten in der Region dargeboten werden soll. Interessierte Tänzer_innen mit Lateinvorkenntnissen sind nach Rücksprache und Zustimmung des Trainers willkommen. Erwartet wird eine regelmäßige Teilnahme und eine verbindliches Zusage zur Teilnahme an den Turnieren, zu denen sich die Gruppe entschieden hat. Voraussetzung ist die Mitgliedschaft in der Tanzsportabteilung Leistungssport (ggf. erweiterte Nutzung).

Posted in News | Tagged , , , , | Leave a comment

Festakt am 19.10.2018 zum Jubiläum und Ausstellungseröffnung

Im Jahre 1998 kamen die Berliner Paare von dem Tanzturnier auf den GayGames in Amsterdam nach Berlin zurück und suchten eine Möglichkeit für ein regelmäßiges Turniertraining in der Stadt. Der DTV-Tanzsportverein btc im Wedding (Berliner Tanzsportclub, einem der beiden Vorgängervereine der Abteilung Tanzsport bin der TiB 1848 e.V.) ließ sich nicht zweimal bitten und richtete ein völlig neues Angebot unter der Marke „pinkballroom“ ein – Turniertanzen ausschließlich für gleichgeschlechtliche Paare. Ein absolutes Novum in einem DTV-Verein.

pinkballroom wird in diesem Herbst 20 Jahre alt und das wollen wir in einem Festakt am Freitag, den 19.10.2018 um 19 Uhr im Rathaus Schöneberg feiern. Gleichzeitig wird die Foto-Ausstellung „Equality-Tanzsport – Momente“, die unter der Schirmherrschaft von Angelika Schöttler im Rathaus ausgestellt wird, eröffnet. Diese Ausstellung war erstmals während der Europameisterschaft im Juli 2017 in Berlin zu sehen und wird für die folgenden Wochen im Rathaus im 1. OG zu besichtigen sein.

Zum Festakt erwarten uns rührend erzählte Erinnerungen der letzten 20 Jahre und mutige Ausblicke für die folgenden Jahrzehnte, die tollen Fotos der Ausstellung, Tanzvorführungen und kleine Erfrischungen. Haltet Euch den Termin frei – weitere Informationen folgen.

Posted in News | Tagged , , , | Leave a comment

Equality-DM 19./20.05.2018 in Köln

Dieses Jahr fanden die Deutschen Equality-Meisterschaften in Köln statt. Spätestens seit den Gaygames 2010 ist bekannt, dass man in Köln großartige Tanzturniere ausrichten kann, die noch lange Jahre in Erinnerung bleiben.

So hatten es die Verantwortlichen gar nicht so leicht, die hohen Erwartungen zu erfüllen. Aber das haben sie toll gemacht. Zwei Tage lang war es, trotzt des schönen Wetters draußen, im Tanzsaal voll mit Tanzenden und Publikum. Die Stimmung war die ganze Zeit super, das Parkett prima, die Musik stimmungsvoll und die Moderation höchst unterhaltsam. Stellvertretend unser Dank an Angelina Brunone und Dörte Lange, die den Löwenanteil der Organisation gestemmt haben sowie an alle Helfer*innen des TTC Rot-Gold Köln, der Swinging Sisters Frauentanzschule Köln und aller anderen Helfer*innen, die zum Gelingen dieses tollen Events beigetragen haben.

Aber jetzt zu den wichtigsten Ereignissen aus Sicht von pinkballroom: Zwei Titel Deutsche Meister*innen sowie ein Titel Deutsche Vize-Meisterinnen können wir von unserer Reise mitbringen:
– Die Showgruppe pink-unicorns (Trainer: Gergely Darabos) gewann in einer Wimpernschlag-Entscheidung die deutsche Meisterschaft nach ausdrucksstarker Performance vor der A-Formation der Swinging Sisters Köln. Sie begeisterten vor allem mit ihren Showelementen und der tollen Interpretation der Musik von Queen. Der gewonnene „Pott“ taugte allerdings bei der Feier danach wohl nicht besonders als Trinkgefäß, haben wir uns erzählen lassen.
– Noch nicht so lang können wir wieder von den Erfolgen von Latein-Männerpaaren für pinkballroom berichten – und jetzt das! Mit ganz viel Herzblut und Engagement erkämpften sich Mark Haps & Kai Vetter den Deutschen Meistertitel. Die beiden haben sich sichtlich gefreut und wir uns mit Ihnen.
– Deutsche Vize-Meisterinnen in der Kombinationswertung wurden Kerstin Kallmann & Cornelia Wagner, die sich diese Platzierung mit einer Finalteilnahme in der A-Klasse sicherten und die Endrunde auf dem Ball mit Live-Musik und viel Beifall genießen durften.

Doch es gibt noch mehr Erfreuliches zu berichten, nun jedoch der Reihe nach. Los ging es am Samstag um 10 Uhr (mitten in der Nacht) mit den Herren Latein Senioren und den Damen Standard. Während wir in erster Kategorie leider (noch) keine Paare von pinkballroom bejubeln können, waren bei den Damen Standard ein Paar mit Pinkie-Beteiligung am Start. Kerstin Hübner schaffte es mit ihrer Partnerin Claudia Neidig (tsc richtigrum) souverän bis in die B-Klasse auf Rang 5.

Ab mittags wurde es voll, denn um 12:30 Uhr sollte es losgehen mit den Präsentationsrunden der vier gemeldeten Showgruppen und drei Showpaare. Da war Gewusel und Geschnatter, Aufregung und Vorfreude vorprogrammiert. Dazu kamen noch die Starter*innen der Frauen Latein und Herren Standard, die ab 13:30 Uhr mit ihren Sichtungsrunden loslegen sollten. Doch vor den Turnierbeginn brauchte man zunächst einmal Geduld, denn kleine Reibungen im Turnierablauf, die sich gerne am ersten Turniertag einschleichen, haben zu einer Verzögerung der Nachmittagsveranstaltung etwa zwei Stunden geführt.

An dieser Stelle traurige Erwähnung muss der Umstand finden, dass zu dieser DM seit langer Zeit zum ersten Mal gar kein Herren Standard-Paar von pinkballroom am Start war. Auch außerhalb unseres Vereins ist zu konstatieren, dass die Herren Felder immer kleiner werden. Männer – wo seid ihr! Equality-Tanzen ist so ein toller Sport. Man muss nicht unbedingt gewinnen, um Freude dabei zu haben. Lasst euch dieses Event nicht entgehen!

Bei den Frauen Latein fehlten Katrin Purschke & Sophia Arkenstette nur zwei kleine Kreuzchen zum Einzug in das Finale der Frauen D-Klasse. In der Frauen C-Klasse konnten sich beide Pinki-Paare in das Finale durchsetzen. Um den 4. und 5. Platz wurde es richtig eng; da die Anzahl der gewonnen Tänze gleich war, mussten im Skating-Verfahren die Platzziffern ausgezählt werden. Leider zogen Kerstin Hübner & Monique Gärtner bei diesem Vergleich den Kürzeren und verpassten Platz 4 knapp. Sie freuten sich aber dennoch über ihre gute Leistung. Noch mehr strahlten aber Claudia Lichnofsky & Simone Britz über die Silber-Medaille in dieser Klasse. Ein toller Erfolg war für Mel Braune & Steffi Siebels der Einzug in die B-Klasse, auch wenn sie dann (nur um wenige Kreuze) den Einzug ins Finale nicht erreichen konnten. Annika Lautenschläger & Ulrike Gutewort tanzen ein fulminantes Finale und wurden danach von ihrem Trainer und ihren Freunden gefeiert. Kleiner Wehrmutstropfen: Sie unterlagen im Duell um Rang 3 im Skating-Verfahren. Kerstin Kallmann & Cornelia Wagner verpassten in der Sichtungsrunde um nur wenige Punkte den Einzug in die A-Klasse (Eine der beiden Partnerinnen litt unter einem in Tanzfachkreisen als temporäre Folgen-Amnesie in Folge akuter Nervosititis bezeichneten Zustand – eine auch nach 10 Jahren gemeinsamer Turniertanzpartnerschaft immer wieder mal auftretende, aber dennoch harmlose Störung des Seelenfriedens – oder kurz Lampenfieber – und das war natürlich nicht die-sich-ruhendste-und-tiefenentspannteste aller Tanzpartnerinnen*). Sie zitterten sich dann bis ins B-Klassen Finale, was dank der tollen Stimmung im Saal richtig viel Spaß machte und konnten dort Rang 2 erreichen.

Aber danach wurde es erst richtig spannend. Die vier Showgruppen gaben ihr Bestes. Die Hips’n’wheels aus Hannover zeigten uns eindrucksvoll, wie inklusives Tanzen begeisternd gelingen kann. Die B-Formation der Swinging Sisters erfreute uns mit einer witzigen, musikalisch mitreißenden und toll vertanzten Story, die aus tiefstem Herzen kam. Einen ganz engen Fight lieferte sich die A-Formation der Swinging Sisters mit einer beeindruckenden Formationskür zum Thema Burlesk mit unseren pink-unicorns. Die Latein Formation von Trainer Gergely Darabos in der Besetzung Mel Braune, Monique Gärtner, Ulrike Gutewort, Mark Haps, Kerstin Hübner, Anika Lautenschläger, Tatjana Mayer und Kai Vetter verwandelten sich vor dem Finale in perfekte Freddy Doubles (sie glichen sich nahezu wie ein Ei dem anderen) und steckten mit ihrer Begeisterung auch die Wertungsrichter*innen an. Am Ende konnten sie mit dem Hauch von drei Punkten Vorsprung den Titel holen!!!

Am Sonntag starteten am Vormittag die Herren Standard Senioren – leider auch ohne Pinkies. Bei den Frauen Latein Senior*innen freuten wir uns darüber, nach längerer Pause Kerstin & Claudia wieder in Latein auf der Fläche zu sehen. Dies wurde gleich mit Platz 2 bei den Frauen B-Klasse belohnt. Damit erreichten sie in der Kombinationswertung den 4. Platz.

Mit der Nachmittagsveranstaltung ging es diesmal mit nur geringer Verzögerung los und das war gut so, denn am Abend hatten sich die Veranstalter*innen mit Gala-Ball und Live-Band etwas ganz Besonderes vorgenommen. Bei den Frauen D-Standard konnten Kornelia Hinz & Stefanie Fichter mit Platz 10 ihre eigenen Ziele erreichen und noch einige Paare hinter sich lassen. Insgesamt waren die Leistungen, die schon in den D-Klassen zu bestaunen waren, sehr beeindruckend. Katrin & Sophia konnten sich nach dem knappen Ausscheiden in Latein nun bis ins Finale durchkämpfen: Wieder gab es ein Skating um Platz 4 und 5 und wieder hatten die Pinkies leider nicht das bessere Ende für sich. Bis in die B-Klasse ging es für Kerstin & Claudia. Alle Paare waren eng beieinander. Umso mehr war es schade, dass Kerstin & Claudia es dann doch nicht in das Finale schafften. Nachdem die Frauen-Latein A-Klasse mit drei Paaren eher sehr klein gewertet wurde, würdigten die Wertungsrichter*innen die Qualität des Frauen-Tanzen dann doch mit einer großen A-Klasse von 11 Paaren. Über den Einzug in das Finale durften sich zwei Pinki-Paare freuen. Nämlich Tania & Ines Dimitrova sowie Kerstin & Conny. Im stimmungsvollen geschachtelten Finale traten sie dann zusammen mit Mark & Kai, die sich bei den Herren Latein qualifiziert hatten auf dem Ball gegen 21 Uhr zu Live-Musik an. Die Stimmung war grandios. Unsere Bedenken, dass die Live-Musik schwer oder ungewöhnlich sein könnte, verflogen schnell. Richtig im Tempo, gut zu hören … nur unheimlich lang. Tania & Ines zeigten, dass ihre Formkurve weiter nach oben geht. Dennoch mussten sie sich in diesem Jahr mit Platz 4 neben dem Treppchen zufrieden geben. Ein bisschen miteinander reden hatte schon geholfen – Kerstin & Conny hatten sich am zweiten Tag besser sortiert und konnten das ihnen Mögliche nun abrufen. Obwohl sie den vor ihnen Platzierten den Wiener Walzer und Quickstep abnehmen konnten, war es am Ende der 6. Platz – aber wer will in einem solchen Feld damit schon traurig sein. Und außerdem bescherte dieser Platz ihren auch noch den Titel Deutsche Vizemeisterinnen in der Kombinationswertung. Den Abend krönten für pinkballroom aber Mark & Kai, indem sie mit ihrem Witz und Charme Publikum und mit harmonischem Tanzen Wertungsrichter*innen gekonnt in ihren Bann zogen und sich verdient den Deutsche Meistertitel und den Sieg im Turnier sicherten.

Die weiteren Deutschen Meister*innen-Titel gingen an folgende Paare:
– Männer Latein Senioren: Gerd Hummel & Bernd Müller (Tanz Team & TSC Savoy München)
– Frauen Standard Seniorinnen: Susanne Scheuböck & Sibylle Schug (TSC Savoy München)
– Frauen Latein: Marina Hüls & Ute Gaffenberg (TTC Rot-Gold Köln)
– Männer Standard: Timo Johl & Markus Baumann (TSG Fürth & TSC Savoy München, 3. Internationale Wertung) Turniersieg: Thomas Marter & Stefan Lehner (TSC Wechselschritt Linz)
– Männer Standard Senioren: Christian Pohl & Marc Schleuter (TTC Rot-Gold Köln)
– Frauen Latein Seniorinnen: Claudia Ebert & Katrin Ryborz (TSC Blau-Gold Rondo Bonn)
– Frauen Standard: Claudia Reger & Raphaela Edeler (Swinging Sister & TTC Rot-Gold Köln)
– Show-Paare: Claudia Reger & Marina Hüls (Swinging Sister & TTC Rot-Gold Köln)
– Kombination Senioren sowie Männer Hauptgruppe: Gerd Hummel & Bernd Müller (Tanz Team & TSC Savoy München)
– Kombination Seniorinnen: Dorothea Arning & Almut Freund (TC Spree-Athen Berlin)
– Kombination Frauen Hauptgruppe: Miriam Meister & Angela Pikarski (TSC Mondial Köln)
Cornelia Wagner

Ergänzungen von der „Setzerin“:
– Und die Fotoausstellung „Equality-Tanzsport heute – Momente“ ist auch auf Reisen gegangen und ward während der DM anlässlich des 10-jährigen Jubiläums unseres Verbandes zu bewundern (mehr).
Mehr beim DVET über den 1. Tag
Mehr beim DVET über Showtanz
Mehr beim DVET über den 2. Tag
Mehr beim DVET über die Kombinationswertungen
Ergebnislink
– Philipp Awounou hat bei Spiegel-online einen interessanten Artikel über die Deutsche Meisterschaft im Equality-Tanzsport geschrieben. Auch wenn der Titel „Rettet den Führungswechsel!“ etwas anderes suggeriert, geht es um sehr viele Facetten unseres Sport, woher wir kommen, wohin wir gehen…. unter anderem auch um den Führungswechsel. Und wer wissen will, womit sich Philipp Awounou ansonsten auch noch beschäftigen muss, findet hier mehr Infos.

* Der „Setzerin“ ist weder die eine noch die andere beschriebene Person bekannt (das Sternchen zu suchen ist gar nicht so einfach;-).

Posted in Informationen | Leave a comment

Das waren die Berlin Open 2018

Es sollte etwas kleiner werden, als letztes Jahr die EM in Berlin. Trotzdem gab es 73 Starts aus ganz Europa, wie Anika – Herrscherin über alle Anmeldungen stolz melden konnte. Die Teilnehmer*innen kamen aus Ungarn, Polen, Russland, UK, Frankreich, Niederlande, Schweiz, Dänemark, Finnland und natürlich aus Deutschland. Von da waren zahlreiche Städte vertreten – alte Equality-Tanz-Hochburgen sowie eher unbekanntere hot spots: Von Greifswald, Norderstedt, Münster, Krefeld, Köln, Aachen, über Ulm, München, Fürth bis nach Hannover – und natürlich Berlin.

Das Turnier begann schon am Freitag nicht nur mit fleißigem Einkaufen, Aufbauen, Tütenpacken usw., sondern auch mit Eintanzen – in toller Atmosphäre geleitet durch Holger Wenzel – bei dem sich schon allein mit pinkballroom-Beteiligung fünf Spontan-Kombinationen ergaben. Das freut die Ausrichter*innen. Danach gab es noch in gewohnter Manier pinkenen (oder pinkenden oder oder) Karottenkuchen, Sekt und O-Saft. Das schöne Wetter ermöglichte gemütliches Zusammensein auf der Terrasse in der warmen Abendsonne.
Am nächsten Morgen fanden sich alle in einem von Jürgen Beier, wie immer, liebevoll dekorierten pinkenen und pinkenden und noch mehr pinkeren Saal ein. Es ging auch pünktlich los mit dem großen Feld der Frauen Standard (31 Paare) und dem eher kleinen Feld der Herren Latein (8 Paare). Aber letzteres dafür – hey, hey – wieder mit pinkie-Beteiligung!!!

Doch dann machte der Computer dem ordnungsgemäßen Turnierablauf erst einmal einen Strich durch die Rechnung. Nach dem die Ergebnisse der Sichtungsrunden fertig eingegeben waren, sagte das Programm plötzlich „ätsch“ (oder so ähnlich) und nichts ging mehr. Eigentlich war die Turnierleitung sich sicher, dass wenigsten die Paare der D-Klasse Frauen richtig zugeordnet werden konnten. Doch als das Finale gerade beendet war, stellte sich heraus, dass doch ein Paar fehlte und somit musste es wiederholt werden. Die Turnierleitung entschuldigte sich bei dem Paar mit zwei Trost-Bärchen. Danach blieb das Turnier von weiteren Pannen zum Glück verschont.

In der D-Klasse Frauen Standard tanzten Kornelia Hintz & Stefanie Fichter auf den 6. Platz. Die noch sehr neue Paar Konstellation Mareike Himme & Monique Gärtner nutzen jede Runde als Training und konnten sich immer weiter verbessern, so dass sie am Ende die Klasse gewinnen konnten und sogar in der C-Klasse noch den geteilten 7.-8. Platz erreichten. Ebenfalls auf diesem Platz lagen Sophia Arkenstette & Angela Fischbeck. Die Spontan-Kombination Iris von Wedel & Sigrid Dorschky (Tanzart Hannover) schaffte es gleich nach der Sichtungsrunde in die C-Klasse. Sie beendeten das Turnier auf dem 10. Platz. Ebenfalls erst kurz vor dem Turnier vermittelt, tanzten Britta Paetsch & Penny Johnson (London, UK) auf den 5. Platz in dieser Klasse. Aufs Treppchen schafften es die weitere spontane Partner*innenschaft Simone Britz & Martina Heise (TSC Mondial Köln) mit dem 2. Platz. Den Sieg sicherten sich Kerstin Hübner & Kathrin Raithel, die sich ebenfalls erst am Freitag zusammentaten. Sie konnten in der B-Klasse noch einen 11. Platz erreichen. In der A-Klasse freuten sich Kerstin Kallmann & Cornelia Wagner in echter Traditionspartner*innenschaft über Platz 4. Den bronzenen Treppchenplatz erreichten Tania & Ines Dimitrova, die damit Berliner Meisterinnen wurden. Das Turnier gewannen zum 15. Mal Caroline Privou & Petra Zimmermann.

Bei den Herren Latein erreichten Mark Haps & Kai Vetter souverän die A-Klasse und belegten dort als Berliner Meister den 2. Platz hinter den Polen Rafael Chmiela & Grzegorz Dyrda.

Mit einer halben Stunde Verspätung ging es in die Nachmittagsveranstaltung. Bei den Herren Standard (16 Paare) freuten wir uns, Thomas Symalla & Holger Walther wieder am Start zu sehen. Sie gewannen die D-Klasse und erreichten in der C-Klasse Platz 6. Noch eine unerwartete Paar-Neu-Kombination formierte sich am Freitag: Otfried Wolf & Holger Wenzel (beide verletzungsgeplagt) trotzten allen Fuß- und Knieproblemen und kämpften sich bis in die B-Klasse auf Rang 6 vor und wurden damit Berliner Meister. Auch dieses Turnier gewannen Rafael & Grzegorz.
Bei den Frauen Latein waren 18 Paare am Start. In der D-Klasse belegten Sophia & Anita Kozma (Charme Hungary) den 5. Platz. Direkt davor platzierten sich Britta & Penny, die sichtlich viel Spaß miteinander hatten und dabei toll aussahen. In der C-Klasse ging Rang 4 an Kerstin Hübner & Monique Gärtner; aufs Treppchen schafften es auf Rang 3 Simone Britz & Claudia Lichnofsky. In der B-Klasse gab es ebenfalls eine Bronzemedallie für Melanie Braune & Stefanie Siebels. Die Silbermedaille erhielten Anika Lautenschläger & Ulrike Gutewort. In der A-Klasse kam Kerstin & Conny aufs Treppchen mit Rang 3. Davor platzierten sich als Berliner Meisterinnen Ulrike Hesselbarth & Kristin Marunke, die sich in einem spannenden Wettstreit den Finninnnennnennenn Santra Rinne & Piia Korpi (Dance Club Vakita) geschlagen geben mussten.

Am Ende des Turniers wurden dann noch die Schleifen des „Rosa Bandes der Spree“ und des „Lila Bandes der Spree“ vergeben. Wie auch schon im Jahr 2016 durften Rafael & Grzegorz und Kerstin & Conny gemeinsam aufs recht enge, aber dafür hohe Treppchen. Eine schöne Belohnung für die müden Füße. Nachdem alle Bärchen und Medaillen sowie Sieger*innen-Schuhbürsten verteilt wurden, konnten wir auf ein doch recht erfolgreiches Turnier zurückblicken. Die Helfer*innen hatten einen guten Job in der Vorbereitung der Veranstaltung gemacht. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Computer, konnte das Turnierbüro dann ohne weitere Zwischenfälle entspannt arbeiten. Durch den gesamten Tag fühlten sich Tanzende und Zuschauende von den Moderator*innen Boris Ostrowski & Lady Olivia gut begleitet. Das internationale Wertungsrichter*innen-Team hat nicht nur seinen „Job“ gemacht, sondern mit guter Laune und positiver Stimmung zur tollen Atmosphäre beigetragen.

Am Ende des Tages wurde natürlich noch bis spät in die Nacht getanzt zu Klängen aus dem Pult von Lady Olivia. Da freuten sich alle, die bislang nur der schönen Turniermusik von Jens-Uwe Pohl (Vormittag) und Andrea Schlinkert (Nachmittag) lauschen durften. Manch eine*r war aber vielleicht doch auch erleichtert, erst jetzt im abgedunkelten Raum ohne Beobachtung zu schwofen, war doch der eine oder andere Titel, der im Wettbewerb gespielt wurde, ganz schön anspruchsvoll.

Für den Sonntag am Morgen haben Mel & Kornelia mit dem Helfer*innen-Team nicht nur alle wichtigen Dinge für einen gelungenen Brunch organisiert, sondern auch das passende Wetter bestellt. Wie jedes Jahr konnte daher ausgiebig auf der Terrasse gefrühstückt und über den vergangenen Tag geplauscht werden. Zum Glück hatten frisch gebackene Eltern auch Sonnencreme für die kleinen und nicht mehr so ganz kleinen Frühstücksgäste dabei. Unser herzlicher Dank auch noch an alle, die extra früher zum Abbau aufgestanden sind, um das Sportzentrum rechtzeitig für nachfolgende Kurse freizumachen.

Ergebnislink
Tolle Fotos von AR-Fotografie
Programmheft
Cornelia Wagner & Kerstin Kallmann

Posted in Informationen, Turniernachrichten | Tagged , , , | Leave a comment

Wir fahren zur WM – „revue en rose“ goes Paris!

Die viele Arbeit, die unzähligen Proben und das akribische Vorbereiten auf das Turnier haben sich gelohnt. „Revue en rose“ – die Standardformation von pinkballroom, Tanzsportabteilung der Turngemeinde in Berlin 1848 e.V. – errang im Juli 2017 in einem Wimpernschlagfinale den Titel bei den Europameisterschaften für Showgruppen auf den ESSDA European Same-Sex Dance Championships. Ein toller Erfolg für das Team um Trainerin Gabriella Ann Davis!
Jetzt haben wir uns ein neues Ziel vorgenommen. Die Weltmeisterschaften im gleichgeschlechtlichen Tanzen 2018 im Rahmen der GayGames in Paris. Die neue Musik ist bereits geschnitten, die Trainerin hat den Rahmen der Show vorgegeben und die Tänzer*innen tun ihr Bestes, um ihre Rollen kreativ auszufüllen. Es wird noch internationaler, noch vielfältiger, choreografisch und tänzerisch anspruchsvoller – eine Reise durch die Welt, eine Welt, in der Diversity ein gelebtes Konzept ist.
Doch mit der Teilnahme an der WM sind nicht nur Trainingsfleiß und Ideenreichtum gefragt. Es entstehen dem Team auch erhebliche finanzielle Kosten. Für das mind. 15 Personen umfassende Team fallen nicht nur Fahrt- und Unterbringungskosten sowie Startgebühren an und nicht zuletzt müssen Kostüme und Accessoires finanziert werden. Das sind in der Summe ca. 10.000 €, die die Tänzer*innen grundsätzlich selber finanzieren.
Die Berliner Sparkasse unterstützt 200 Berliner Vereine mit jeweils 1000 € – sofern sie genügend Stimmen von Freund_innen, Fans und Vereinsmitgliedern erhalten! Bitte unterstützt uns mit Eurer Stimme hier bis zum 31.03.2018! (oder unter www.berliner-sparkasse.de/verein -> Vereinssuche „1848“)
Mit dem Beitrag durch die Berliner Sparkasse wird es für alle Mitglieder von revue en rose möglich werden, an den Weltmeisterschaften in Paris teilnehmen zu können, und somit der Show den größtmöglichen Glanz und Ausdruck zu verleihen.

Aktualisierung 06.04.2018: Mit 178 Stimmen hat revue en rose den 15. Platz in der Kategorie „Vereine > 500 Mitglieder“ erreicht und erhält somit die 1000 € von der Berliner Sparkasse. Tausend Dank an alle, die uns ihre Stimme gegeben haben!!!!

Posted in News | Tagged , , | Leave a comment

Pink Jukebox Trophy am 17.02.2018 in London

Fünf Pinkie-Paare sind nach London gepilgert, zu dem immer wieder schönen – auf jedem Fall zum plüschigsten – Turnier des regelmäßigen Wettkampkalenders.

Kerstin & Conny farblich „abgestimmt“ im Tivoli

Der Vormittag startete bei schönstem Sonnenschein mit Frauen Standard. In der C-Klasse tanzten Sophia Arkenstette & Katrin Rosa Purschke auf den 8.-10. Platz. Auch Mareike Himme & Juliane Strohschein verpassten mit dem 8. Platz leider das Finale, allerdings in der B-Klasse. In der A-Klasse tanzten Kerstin Kallmann & Cornelia Wagner mit zwei weiteren Paaren um den 3. Platz – es war eng, und am Ende wurde es der „weise“ 4. Platz.

Simone & Claudia bei der Siegerinnenehrung C-KLasse Latein

Nachmittags ging es mit Latein für die Frauen weiter. Sophia & Katrin erreichten den 12./13. Platz in der C-Klasse. Simone Britz & Claudia Lichnofsky schafften es in dieser Klasse ins Finale und verpassten es mit dem 4. Platz leider, eine Glastrophäe mit nach Hausen nehmen zu dürfen. Anika Lautenschläger & Ulrike Gutewort erreichten in der B-Klasse das Finale und dort den 5. Platz. In diesem Finale wurde es für Kerstin & Cornelia wieder eine enge Sache um den ersten Platz, aber diesmal mit dem besseren Ende, soll heißen: Mit dem Sieg in der Klasse.
Alle Ergebnisse

Posted in Turniernachrichten | Tagged , | Leave a comment