Aufruf Showtanzgruppen für die EC 2017

Bei der Europameister_innenschaften für Equality-Tanzsport 27.-29. Juli 2017 wird erstmals in Berlin ein Wettbewerb für Equality-Showtanzgruppen ausgetragen. Die Showtanzgruppen bilden ein besonderes Highlight in den wichtigsten Turnieren des Equality-Tanzsports, mit schillernden Showelementen und strengen Linien verzaubern sie das Publikum. Showtanzen in der Gruppe macht Spaß – sowohl den ausgesprochenen Rampensäuen aber auch denen, die sich gerne in der Gruppe „verstecken“.

Dass in den Gruppen nochmal ein ganz besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl entsteht, durften schon die erleben, die in den Showgruppen von Gabriella Davis oder Gergely Darabos mitgewirkt haben. Seit vielen Jahren choreographieren die beiden tolle Shows, aber erstmals wagen wir die Teilnahme an einem Wettbewerb. Und wir werden gleich mit zwei Gruppen starten: Eine Gruppe unter der Leitung von Gabriella Davis (Schwerpunkt Standard) und eine Gruppe unter der Leitung von Gergely Darabos (Schwerpunkt Latein). Und Ihr könntet dabei sein!

Wir suchen noch Tänzer_innen, die bereits Standard und/oder Latein tanzen können, die Lust auf Show haben, die sich in ein Team einfinden können, und die absolut zuverlässig sind. Im Oktober werden wir die Interessent_innen jeweils zu einem ersten Treffen  einladen, dort wird dann alles weitere besprochen (regelmäßiger Termin etc.). Die Teilnahme an der Gruppe kostet je Person 30 EUR (für pinkballroom-Mitglieder_innen) oder 50 EUR (alle andere). Bitte sprecht die Trainer_innen direkt an und/oder meldet Euch bei info@pinkballroom.de (inkl. Angabe, welche Showgruppe Ihr präferiert). Es können sich auch Einzelpersonen melden. Wir laden Euch dann zu den ersten Treffen ein.

KK 29.08.2016

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Equality Dancing – The (limited) liberty of dancing out of line

Lula Witzescher hatte für das Programmheft der Berlin Open 2016 einen Artikel mit dem Titel „Equality Dancing – Von der Gleichheit“ geschrieben. Da der Text bereits auf den Berlin Open erste Diskussionen hervorgerufen hat, die später im Netz weiter ging, und weil wir gerne unsere englisch sprachigen Freund_innen mit einbeziehen wollen, hat eine freundlicher Mensch (Tina Ottenheym) den Text übersetzt. Ihr findet ihn hier.

Möge eine breite & vielschichtige & konstruktive Diskussion ihren weiteren Lauf nehmen.

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Nach der EM ist vor der EM

Es scheint so lange hin und dann ist es doch so schnell vorbei – Helsinki ist Geschichte, die Medaillen (teils mehrfach) vergeben und alle Teilnehmer_innen in der verdienten Sommerfrische. Nur im kleinen preußischen Dorf laufen die Räder heiß für die Vorbereitungen der Europameisterschaft 2017. Wir haben mit dem OTK Schwarz-Weiß 1922 im Sport Club Siemensstadt einen Partner gefunden, mit dem wir diesen sportliche Großevent zusammen durchführen werden. Wir werden uns gemeinsam alle Mühe geben, im kommenden Jahr ein schönes Turnier für Euch zu zaubern.
Das Turnier wird an den drei Tagen von Donnerstag, den 27.07. bis Samstag, den 29.07.2017 stattfinden. Alle Informationen findet Ihr auf unserer Website http://www.equalitydance-ec-2017.info
Alles Wichtige zu der Europameisterschaft 2017, für die Vorbereitung und fürs drum herum werden wir dort veröffentlichen. Die Seite wird ständig aktualisiert, die englische Übersetzung befindet sich noch in Arbeit. Die, die es gar nicht erwarten können, können sich auch bereits registrieren. Die erste Anmeldung hat und bereits erreicht! Auch könnt Ihr jetzt schon Betten für die Bettenbörse melden (auch das erste Bett haben wir bereits) und andere Unterstützung anbieten.
Drum: Schaut ab und zu auf der Website vorbei, abonniert den extra Newsletter zur Europameisterschaft, und vor allem: trainiert fleißig und kommt und tanzt im Juli 2017 in Berlin.
Oder um es mit den ESSDA-Worten zu sagen: „Just keep on dancing with whoever you want to dance!“
KK 29.07.2016
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pinkballroom proudly presents: QUEER DANCE CAMP BERLIN 16. – 18.12.2016

Logo_DVETEin Training im Rahmen der DVET-Sportförderung

Nachdem auch das Queer Dance Camp 2015 ein großer Erfolg war, und allen Beteiligten viel Spaß bereitet hat, richten wir das Camp nun schon zum 3. mal aus und etablieren es somit fest im Jahrestrainingsplan im Equality-Bereich. Das Queer Dance Camp bietet auch im Jahr 2016 für gleichgeschlechtliche Paare am letzten Wochenende vor Weihnachten ein intensives und freudvolles Training an. Das Trainingscamp richtet sich an Equality-Tanzpaare aus Berlin, Deutschland sowie international, egal, ob sie Turnierpaare (alle Klassen) sind oder Breitensportler_innen. Das Training wird in englischer Sprache abgehalten bzw. ergänzt.

An dem Wochenende werden unterschiedliche Trainings für Standard und Latein von im Equality-Bereich erfahrenen Trainer_innen angeboten: Gergely Darabos, Gabriella-Ann Davis, Pascal Herrbach, Janet Marmulla, Claudia Reger und Christian Wenzel. Das Thema dieses Camps, „Shape – beeindruckend groß und dennoch geschmeidig kommunikativ“, wird in insgesamt 12 Trainingseinheiten in der Zeit zwischen Freitag 16.12.2016,13:00 Uhr und Sonntag 18.12.2016, 16:30 Uhr erarbeitet. Das genaue Programm findet Ihr hier. Der Kostenbeitrag je Person liegt zwischen 60 EUR und 80 EUR und verringert sich um 10 € je Person für DVET-Mitglieder & -Mitfrauen, weil der DVET diesen Betrag im Rahmen der Sportförderung begleicht. Weitere Informationen bekommt Ihr hier. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

Wir freuen uns auf Euch!

KK 29.07.2016

 

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Nach der EM ist vor der EM

Es scheint so lange hin und dann ist es doch so schnell vorbei – Helsinki ist Geschichte, die Medaillen (teils mehrfach) vergeben und alle Teilnehmer_innen in der verdienten Sommerfrische. Nur im kleinen preußischen Dorf laufen die Räder heiß für die Vorbereitungen der Europameisterschaft 2017. Wir haben mit dem OTK Schwarz-Weiß 1922 im Sport Club Siemensstadt einen Partner gefunden, mit dem wir diesen sportliche Großevent zusammen durchführen werden. Wir werden uns gemeinsam alle Mühe geben, im kommenden Jahr ein schönes Turnier für Euch zu zaubern.

Das Turnier wird an den drei Tagen von Donnerstag, den 27.07. bis Samstag, den 29.07.2017 stattfinden. Alle Informationen findet Ihr auf unserer Website http://www.equalitydance-ec-2017.info

Alles Wichtige zu der Europameisterschaft 2017, für die Vorbereitung und fürs drum herum werden wir dort veröffentlichen. Die Seite wird ständig aktualisiert, die englische Übersetzung befindet sich noch in Arbeit. Die, die es gar nicht erwarten können, können sich auch bereits registrieren. Die erste Anmeldung hat und bereits erreicht! Auch könnt Ihr jetzt schon Betten für die Bettenbörse melden (auch das erste Bett haben wir bereits) und andere Unterstützung anbieten.

Drum: Schaut ab und zu auf der Website vorbei, abonniert den extra Newsletter zur Europameisterschaft, und vor allem: trainiert fleißig und kommt und tanzt im Juli 2017 in Berlin.

Oder um es mit den ESSDA-Worten zu sagen: „Just keep on dancing with whoever you want to dance!“

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EuroGames 2016 Nachlese

pinkballroom war mit 8 Paaren und 17 Starts bei dem EM gut vertreten. 7 dieser 8 Paare haben insgesamt 11 Medaillenränge erreicht. Sechs mal erhielten Pinkies den Titel Vize-Europameister_innen und einmal gar den Titel Europameisterinnen. Diese Ausbeute ist guuuut!!!

Aber es gibt ja noch mehr als Tanzen aus solchen EuroGames…..

Am Freitag nach dem Turniertag Nr. 2 fand die jährliche Sitzung der ESSDA statt. Sehr straff geführt, haben wir in einer Stunde einige wichtige Dinge besprochen:

  1. Die Altersregelungen für die Seniorinnen (40+/zusammen 90) bleiben auch für die nächsten beiden Jahre bestehen.
  2. Es können jetzt Regeln für Showgruppen und -paare auf der ESSDA Seite nachgelesen werden.
  3. Es werden immer noch neue Mitglieder/Mitfrauen für das ESSDA-Board für diese Wahlperiode gesucht, diese können sich jetzt melden.
  4. Die ESSDA bittet, dass mehr Tänzer_innen persönliche Mitglieder werden und an den Entscheidungsprozessen aktiv mitwirken.

Davy berichtet darüber, dass Helsinki die kleinste EM/Eurogames im Tanzen bislang waren. Alle sind zuversichtlich, dass dies in Berlin anders sein wird. Ebenso wie der DVET arbeitetet die ESSDA an Werbestategien, um neue Paare zu locken. Wir nutzen die Chance, um über den Stand der Vorbereitungen zur EC 2017zu berichten und alle nach Berlin einzuladen.

Am Samstag treffen sich Teile unserer Orga Gruppe (Dan, Thorsten, Kerstin, Conny) mit Hadass, Davy und Diane, um weitere Details zur Vorbereitung abzusprechen. Eines ist schon jetzt klar, wir bekommen viele Gäste: Baut schon mal an und um, kauft Luftmatratzen und Hängematten und mobilisiert eure Bekannten. Hostet-Housing-Plätze können gerne schon jetzt an uns (es organisiert Almut) gemeldet werden, und zwar hier. Ach ja: Die tolle neue Website zur EC 2017 (zumindest der deutsche Teil) ist bereits online, mit vielen Informationen, die ständig aktualisiert und ergänzt werden.

Die Pride hatte mit ca. 25.000 Besucher_innen beeindruckende Ausmaße und war gut in der ja sonst eher kleinen Stadt präsent. Leider die EuroGames weniger, so dass das beliebte Sportartenraten leider dieses Jahr ausfallen musste. Hoffentlich haben zukünftige Eurogames wieder mehr Teilnehmer_innen. Die Pride war auch schuld daran, dass wir so früh aufstehen mussten, denn bis zu ihrem Start, sollte der Sport beendet sein – dafür doch immer wieder gerne. Einen Social Event gab es auch, am Samstag zwischen 19 und 21Uhr im Hercules Club. Es war voll und die Fläche klein, aber dennoch schön, dass so viele da waren. Und dann zogen wir noch los, die überwiegend weibliche deutsche Fan_innengruppe, um die finnischen Sportsbars unsicher zu machen und Tore zu bejubeln. Mensch wurden unsere Nerven auf die Probe gestellt. Der Finne an sich hat aber auch andere Sachen als Fußball im Kopf und direkt nach dem siegreichen Elfmeter die Glotze (war natürlich ein Beamer, aber gefühlt war es die Glotze) ausgemacht und die Gitarre ausgepackt, um echte finnische Rockmusik zu machen.

Nachfolgend konnten wir mit ausreichend Bier im Kopf fachkundig Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Fußball und Tanzsport untersuchen. Aus aktuellen Anlass kamen wir zum Schluss, dass eine Verwarnung bei unsportlichem Verhalten (=gelbe Karte) auch beim Tanzen Einzug erhalten sollte. Darüberhinaus könnte auch ein Foul, das ein Tor (=Sieg) eines anderen Paares verhindern soll, mit einem Elfmeter (= mind. 1 Platz nach hinten rücken) geahndet werden.  Wir wissen nicht, ob die Wertungsrichter_innen diese Möglichkeiten auch ohne Festschreibung in der Turniersportordnung bereits ausgeschöpft haben, ein Blick in die Wertungen lassen aber diese Interpretation zu.

Was wir von Helsinki berichten können. Die Innenstadt ist schön überschaubar, man kommt fast überall zu Fuß hin. Nach einem weiteren Fehlversuch am Hafen, haben wir am AdW (mitten im nirgendwo, oder jwd, wie die pingeligste aller Tanzpartner_innen dazwischen ruft) den tatsächlich und ganz objektiv besten Eisladen Helsinkis, wenn nicht ganz Finnlands, gefunden und ausgiebigst getestet. Es handelte sich um den Laden Jädelino, der sich im Teurastamo, einem zum Eventort umgestalteten Schlachthof im Stadtteil Kalasatama. Danach ging es mit eisigem Bauch weiter mit der Straßenbahn nach Arabia, wo früher Porzellan hergestellt wurde, sich heute moderne Wohnviertel befinden, die Blick auf eine gemütliche Meer Bucht haben. Die technickbegeistertste aller Tanzpartner_innen entdeckte an einer Flusseinmündung ein Museum für Wasserkraft, da war der Nachmittag trotz Regen gerettet. In Helsinki kann mensch auch gute italienische Pizza essen, wir empfehlen Alfonso in der Bergmannskatu im Stadtteil Punavuori. Zum Abend empfehlen wir Bierverkostung im Brewdogs im gleichen Stadtteil, es gibt auch Frizz-Limo. Das Wetter war übrigens sommerlich sonnig, außer an den einzigen beiden Tagen unseres Aufenthalts, an denen wir nicht tanzen mussten, ist klar, oder? Bei der Wettervorhersage wunderte es kaum, dass wir viele Tänzer_innen am Sonntagmorgen um 12 Uhr in der Felsenkirche zum öffentlichen Konzert trafen. Architektur und Akustik sind schon beeindruckend und auch das Erklimmen des Hügels drum herum ist nicht nur was für Kletterfeunde. Überhaupt sind die vielen Granitbuckel mitten in der Stadt etwas Besonderes und geben ein schönes urtümliches Flair in dieser eher neuen Stadt.

eis

Eisglückseligkeit

Den Montag verbrachten wir auf der Festungsinsel Suomenlinna, wo wir noch eine kleine Fährtour hin machten, an der felsigen Küste entlang turnten und nochmal Eis probierten, nicht ganz das Beste, aber OK (siehe Bild). Zum Flughafen fährt alle 10 min ein Zug, so waren wir über pünktlich  am Flughafen und landen jetzt gleich  in Berlin. Helsinki war schön. Ein Koffer mit ca.100 Tanzschuhen fehlt zwar noch, aber wir sind zuversichtlich, dass den niemand haben will.

Und zum Abschluss: „Du tanzt wunderbar.“ heißt: „Sä tanssit ihanasti.“

Kerstin & Conny

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Titel über Titel – Tag 2 und 3 der EM in Helsinki

Aufgrund der unmenschlichen Startzeiten um 10 bzw. 9 Uhr (!!!, und dass, obwohl wir immer noch nicht Seniorinnen tanzen können), der AGM Sitzung der ESSDA am Freitag abend und der EC 2017 Vorbereitungssitzung, dem Social Event mit Dancing und DEM Fußball-Krimi Samstag Nacht (in Finnland gehen die Uhren eine Stunde vor), kommen wir erst heute dazu, den Blog fortzusetzen.

Der zweite Tag der EM begann bereits um 10 Uhr für die Hauptgruppe über 10-Tänze. Bei den Damen trauten sich fast nur die A-Klassen Paare an den Start. Unbeirrt behaupteten sich Sophia & Katrin in diesem Feld und wurden mit Platz 5 bei der EM belohnt. Die starke Konkurrenz ließ Kerstin & Conny lediglich Rang 4 übrig, immerhin mit einem dritten Platz in der Latein-Sektion. Die Siegerinnen Kelly Monshouwer & Liejette Spindler (Niederlande), eigentlich bisher ausschließlich als Favoritinnen in Latein gehandelt, zeigten bislang geheim gehaltene Standard-Qualitäten. Bei den Herren 10-Tänze können die erfahrenen Blog-Leser_innen den folgenden Satz nun selbstständig ergänzen. Es waren, wie immer keine … am Start und es siegten, wie immer, … aus München. Und wie immer, gibt es für die richtige Lösung einen Stapel Flyer zum Verteilen zu gewinnen. Interessant zu erwähnen war, dass in diesem Turnier Rang 3 an ein junges russisches Paar ging. Diese haben versprochen, mit dem GESAMTEN russischen Team zur EC 2017 nach Berlin zu kommen.

Am selben Tag zu christlicherer Zeit fanden nacheinander alle Senior_innen Turniere statt. Bei den Herren Standard holten sich in ihrem ersten gemeinsamen Turnier Holger Wenzel & Frank Schnur den Sieg in der B_Klasse. Da die A-Klasse nur aus einem Paar, Bernd Müller & Gerhard Hummel (München) bestand, wurden Holger & Frank gleichzeitig Vize-Europameister und zwar mit Führungswechsel! Wir gratulieren zum gelungenen Einstand. Bei den Seniorinnen Latein war das B-Finale (leider wurde zu Unrecht kein Paar in die A-Klasse gesichtet) fest in Berliner Hand. Claudia Neidig & Regine Remski holten für pinkballroom den Vize-Europameister_innen-Titel Nummer 4, hinter Dorothea Arning & Almut Freund (Berlin).

Bei den Seniorinnen Standard starteten Kerstin Hübner & Claudia Neidig und belegten in der C-Klasse Rang 3. Ein tolles Ergebnis gelang Daniela Weber & Monika Schmitt bereits mit der Sichtung in die A-Klasse und damit noch nicht genug. Sie sicherten sich dort Rang 2 und den Vize-Europameister_innen-Titel Nummer 5 für pinkballroom. Die Beiden konnten vor allem durch ihren tollen Shape überzeugen. Den Titel ertanzten sich Heike Hämmerer & Heidrun Kling aus Fürth. Herren Latein Senioren in schnell erzählt: keine Pinkies und es gewannen als einziges A-Klasse Paar Niels Hartvigson & Lars Thybo Noergaard (Dänemark), die das Finale mit Solo-„Show“tänzen sichtlich genossen.

Den Höhepunkt des Tages bildeten die Show-Tänzer_innen. Leider waren nur die Pink-Dancers aus London bei den Gruppen am Start. Diese zeigten, wie schon im letzten Jahr, eine tolle Formations-Choreo für alle Altersgruppen. Damit haben sie sich den EM-Titel verdient. Bei den Paaren weinten wir (zumindest die rührseligste aller Tanzpartner_innen) beim Tod von Romeo & Julia alias Bradley & Sören Stauffer-Kruse (UK), gruselten uns beim Kampf der Zombies Santiago Granizal & Antonio Castillo (Spanien) und fieberten mit bei Vampir vs. UNSCHULDIGER Jungfrau (Angabe ohne Gewähr) von Tania & Ines Dimitrova. Und als es dann bei der Siegerehrung endlich hieß: 1. Platz und damit Europa-Meisterinnen Tania & Ines freuten wir uns mit den beiden mit, dass es nun endlich geklappt hat. Verdient haben sie es , da ließ auch der Beifall des Publikums keinerlei Zweifel.

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Fankurve (n>1) und die wachesten aller Tänzerinnen (Foto: Daniela Weber)

Am dritten Tag erreichten wir um 8 Uhr als zweite und dritte Tänzer_in die Halle. Dies war nur mit dem Taxi möglich, da zu so nachtschlafender Zeit richtiger Weise am Samstag noch keine Straßenbahn in Helsinki fuhr. Vor uns waren nur die vielen fleißigen und sehr hilfsbereiten Helfer_innen in den pinkfarbenen (nein, nicht pinkenen) T-Shirts da und sorgten für den Einlass. Man erkannte uns bereits und gab uns die richtige Nummer, ohne dass wir unsere Namen ansagen mussten. Auch unsere Fan-Kurve, die sich tapfer pünktlich zum Turnierstart einfand, wurde wie alte Bekannte begrüßt. Auch andere Pinkies hatten Unterstützung von treuen Fans dabei, die jeden Tag zu jeder unerhörten Urzeit für alle Paare anfeuerten – das verdient höchste Anerkennung. Um 9 Uhr startete dann die Hauptgruppe Frauen Latein. Das schöne am Tanzen ist, dass bei genügend Training, viele Bewegungen wie im Schlaf funktionieren. Bei dem Blick in die Gesichter einiger Mittänzer_innen war diese Fertigkeit an diesem Tag um diese Uhrzeit dringend gefordert. Bei der Sichtungsrunde noch nicht so richtig in Fahrt, dafür aber in der D-Klasse aufdrehend, sicherten sich Sophia & Katrin den 1. Platz und damit eine der schönen Eurogames-Medallien mit dem Helsinkier Löwenlogo. Claudia & Regina wiederholten ihren Erfolg aus dem Seniorinnen-Tunier und zogen wiederum in die B-Klasse ein. Dort belegten sie Platz 4. Kerstin & Conny freuten sich über den eindeutigen Einzug in die A-Klasse, der einigen Mitkonkurrentinnen nicht gelang (ein anderer Schnitt zwischen den Klassen wäre angesichts der hohen Leistungsdichte sicherlich angemessener gewesen). Sie belegten, wie häufig, Rang 4. Das packende Duell um den Sieg entschieden, zur Enttäuschung des finnischen Publikums nicht die LokaL-Matadorinnen, sondern Kelly & Liejette (Niederlande). Bei den Herren Standard kamen Holger & Frank wiederum in die B-Klasse und belegten dort Rang 2 (Gesamtwertung der EM, Rang 5). In der A-Klasse holten zum Abschluss des Turniers Gordon Knittel & Stefan Huch den 2. Platz und damit Vize-Europameister-Titel Nummer 6 für pinkballroom. Angesichts der starken Konkurrenz freuten sich die Beiden über diesen Platz sehr. Der Sieg ging an Axel Zischka & Stefan Lehner (Frankreich).

Bei der Sieger_innenehrung wurde die neue Regelung umgesetzt, dass der Titel Europameister_in nicht allein den Paaren in der A-Klasse vorbehalten ist. Den Wunsch hatten viele Paare bei der ESSDA eingebracht – u.a. wir. Schön, dass das aufgegriffen wurde!!! Bei den Senior_innen zeigte sich, dass wir da den Turnieroffiziellen durchaus die ein oder andere Herausforderung mitgegeben hatten: Zuerst wurden die Sieger_innen-Ehrungen der Klassen und dann des Gesamtturnieres durchgeführt. Kompliziert, aber doch schön so!

Das Turnier war dank der straffen Führung durch die Offiziellen der ESSDA Hadass Armon & Davy Brocatus gut organisiert, nach dem Zeitplan hätte man die Uhren stellen können. Für etwas Verwirrung sorgten die Pausen im Zeitplan, die der Regel geschuldet waren, dass alle Paare zwischen den Runden bzw. den verschiedenen Turnieren, die sie tanzen, 20 Minuten Regenerationszeit zugestanden bekommen. Alle Rundenauslosungen und Ergebnisse wurden vorbildlich sofort ausgehangen. Für die Turnierdurchführung sorgten Eija Lyly & Kari Nyyssönen aus Finnland mit großer Routine. Die berühmte (zumindest wohl in Skandinavien und unter Fachleuten für Tanzmusik) DJane Avera sorgte durchgängig für tolle und auch anspruchsvolle Musik. Dass der Sound aus den Decken-Boxen nicht immer perfekt auf der Fläche ankam, dafür konnte sie schließlich nix. Die Halle erwies sich für das Tanzen als funktional und auch die Qualität des Bodens hat sich durch die ständigen Fegeaktionen der fleißigen Helfer_innen deutlich verbessert. Ein bisschen mehr Deko wird es in Berlin aber auf jeden Fall geben – nicht wahr Jürgen?! Durch die Veranstaltung leiteten charmant und informativ die allseits bekannte Heather Gladding (UK) und der in Equality-Tanz-Kreisen bislang unbekannte Tomi Lappi. Letzterer zeigte uns, dass weiße Socken zu schwarzen Schuhen und verschiedensten Outfits mit zu kurzen Hosen mitnichten unattraktiv, sondern höchst stylisch aussehen können – nicht umsonst war er schließlich drittplatzierter der Mr. Gay-World Competition 2015 – Respekt, Respekt!!! Auch Heather bezauberte uns durch verschiedenste elegante Outfits aus ihrer Kleiderkollektion und das gewinnendste Lächeln der Eurogames 2016. In Sachen Outfits gab es aber auch bei ESSDA Co-President sowie bei den Wertungsrichter_innen das eine oder andere sehr interessante und modische Teilchen zu sehen – echte Hingucker.

Und heute lernen wir: „Tanzen wir noch den nächsten Tanz?“. Das heißt in dieser interessanten Sprache: „Vielä tanssia seuraavan tanssin?“.

Conny & Kerstin

 

Ein paar Fotos gibt es von Daniela Weber, da folgen noch mehr.

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2 mal Vize-Europameisterinnen am 1. Tag der EM

Heute begann die EM mit den 10-Tänze-Wettbewerben der Senior_innen. Bei den Frauen starteten leider nur zwei Paare. Beide Paare kamen aus Berlin und waren würdige 10-Tänze-Tänzerinnnen und es machte großen Spaß, das Finale zu schauen. pinkballroom vertraten Kerstin Hübner & Claudia Neidig. Die beiden mussten sich den deutschen Meisterinnen Dorothea Arning & Almut Freund geschlagen geben und sind damit Vize-Europameisterinnen. Auch bei den Männern gab es mit Bernd Hummel & Gerhard Müller bei dem Titel keine echte Überraschung (so eine Aussage will sich erarbeitet werden). Pinkies waren hier nicht am Start.

Weiter ging es, mit den Hauptgruppen-Turnieren Frauen Standard und Männer Latein. Zu den Herren ist schnell zu sagen – wie immer leider keine Pinkies. Dafür gab es aber ein spannendes A-Finale mit australischen Tigern (und welcher Streber jetzt sagt, in Australien gäbe es gar keine Tiger – doch, wir haben sie live gesehen – ätsch) sowie einem nicht ganz überraschenden, aber dennoch unerwarteten Sieg der Schweizer Marcus & Renato vor den Seriensiegern aus Spanien.

So schnell, wie wir jetzt von den Turnieren erzählen, ging es auch im Programm voran. Hadass sorgte wie immer dafür, dass alle Tänzer_innen wussten, wo es lang geht, dass sie die Tanzfläche schnellstmöglich betreten und auch wieder räumen sollten und wie man bei der Siegerehrung für das Foto steht.

Bei den Frauen Standard gab es erfreulicher Weise eine D-Klasse mit vielen Anfängerinnen aus Finnland. Hoffentlich ist das bei der EC 2017 auch so bei den Berliner Paaren. Die C-Klasse war mal wieder unglaublich stark besetzt. Leider bekamen das auch die Pinki Paare Kerstin & Claudia sowie Sophia Arkenstette & Kathrin Purschke zu spüren, die das Finale nicht erreichten. Sehr erfreulich dafür, der Sieg von Daniela Weber & Monika Schmitt in der B-Klasse – das sah doch gut aus. Mit der Frauen A-Klasse ging mensch milde um, da mensch sich ein direktes Finale mit 7 Paaren erlaubte, und so die Zwischenrunde sparte. Für Kerstin Kallmann & Cornelia Wagner wurde es dann Rang 7. Riesig freuten sich, nach toller Leistung, Tania & Ines Dimitrova über den Vize-Europameisterinnen-Titel. Dafür kann man die Tanzpartnerin schon mal auf die Fläche tragen (irgendwo haben wir das doch schon mal gesehen?). Gewonnen haben (natürlich) Carolin Privou & Petra Zimmermann aus Köln.

Alle Ergebnisse finden sich auf dieser Seite der ESSDA. Auf der DVET-Seite findet Ihr den dortigen Bericht vor allem ergänzt um die Fotos von Dörte.

Und was heißt doch gleich „Kommst Du tanzen?“. Wir verlosen unter den ersten richtigen Einsendungen 100 EC-2017-Flyer zum Verteilen (nein, Behalten gilt nicht!).

Und es geht auch gleich weiter. „Kannst Du Walzer?“ heißt: „Osaat Sä valssia?“.

Conny & Kerstin (müde)

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Hei aus Helsinki – Eurogames Tagebuch Tag 0

Was wir an unserem ersten Tag bereits gelernt haben: Finnisch ist so schwer, dass wir noch kein Wort aufgeschnappt haben (Während ich dies hier schreibe, sucht die akribischste aller Tanzpartnerinnen nach der korrekten Übersetzung von „Hallo“. Stolz verkündet sie nach gefühlten 10 Minuten ihre Erkenntnis, die ihr in der Überschrift nachlesen könnt. Ich sage nur, ohne Gewähr…).

Als wir am Dienstag abend mitten in der Nacht vom Flughafen mit dem Zug, durch die noch vollständig vom Tageslicht beschienenen Vororte fuhren, wunderten wir uns über so manchen Ortsnamen. Aber wir sollten uns nicht beschweren, können wir doch auch in Deutschland mit Ortsnamen wie „Strullendorf“ dienen. Unter denen, die wissen, welche_r Equality-Tänzer_in aus diesem bestimmt attraktiven Ort mit dem wohlklingenden Namen kommt, verlosen wir 100 EC2017-Flyer zum Behalten und Weiterverteilen.

Am Mittwoch verwöhnt uns Helsiniki mit strahlendem Sonnenschein und gut temperierten 21 Grad, da macht ein Spaziergang durch diese sympatische, durchaus sehenswerte und mit Wasser und Grün durchzogene Stadt gleich noch mehr Spaß. Wir nutzen die Gelegenheit, das angeblich beste Eis der Stadt zu probieren, dem die kritischste alle Tanzpartnerinnen (die sich selbst als lebende Eisinstitution bezeichnet) die Note 3+ geben würde – ausbaufähig. Danach schlenderten wir zur Akkreditierung, die mensch gut an den Regenbogenfahnen von Weitem erkennen konnte und die auch recht schnell und unbürokratisch war. Dort trafen wir schon die ersten Tänzer_innen und auch einige Pinkies. Die Stimmung war sofort familiär. Aufmerksame Besucher_innen finden überall in der Stadt Hinweise auf die Eurogames und die gleichzeitig stattfindende Helsinki Pride. Leider tragen nicht alle Athletes ihre Badgetes so wie die vorbildlichste aller Tanzpartnerinnen den ganzen Tag um den Hals.

Exkurs: Seit Jahren beschwert sich die beharrlichste aller Tanzpartnerinnen: Sie sei schließlich nicht nur die tollste, folgendste, kritischste, sensibleste … aller weiblichen, sondern überhaupt aller Tanzpartner_innen der ganzen Welt. Warum denn im Wort kein Gender-Gap einfügen wollte. Ohne sich, an meine jahrelange, immer gleiche Argumentation erinnern zu wollen, behauptet sie, diese sei sowieso völlig haltlos. Ich hingegen antwort mit stoischer Gelassenheit (ich weiß nicht, warum sie neben mir lacht), dass ich schließlich keine männlichen Tanzpartner hätte bzw. jemals haben werde und ich daher gar nicht prüfen kann, ob sie die … (ihr wisst schon) der Welt wäre. Ich sei zu „ich“ bezogen, kontert sie frech. Hhhhmmm … Danach versucht sie es mit Schmeicheleien. Na gut, man muss auch mal nachgeben können. Warum bekommt sie eigentlich immer, was sie will? Also ab jetzt mit Gender-Gap.

Wir kommen zum Eintanzen, wo sich über die drei Stunden hinweg, fast die gesamte kleine, aber feine Pinki-Schar einfindet. Auch die Show von Tania und Ines ist gerettet, da die zunächst vergessenen Vampir-Ohren zwischenzeitlich den Weg nach Helsinki gefunden haben. Der Saal ist groß, die Fläche auch – und eigentlich gut zum Tanzen geeignet. Hoffentlich, macht aber noch jemand bis morgen sauber – sonst heißt es „Vorsicht Rutschgefahr“. Die Musik war auch schon vielversprechend. Die Größe von Helsinki ist zum Glück überschaubar und der Turnierort liegt ziemlich zentral. Es verspricht, ein schönes Turnier zu werden. Unser treuester aller Fans hat bei dieser Reise Verstärkung durch die „Puschel-Queen“ von pinkballroom bekommen und beide haben sich darüber gefreut, dass der Eintritt diesmal für Zuschauende kostenfrei ist. Unsere Fankurve hat sich für dieses Turnier also VERDOPPELT!!! (Spaßbefreite, mathematisch-orientierte Menschen behaupten zwar, dass N=1 Personen noch keine Fankurve sind, da können die drauf rumreiten, die es nicht nötig haben.)

Nach dem Eintanzen waren wir noch im „süßesten Cafe der Stadt“ in einer Villa aus Holz an der benachbarten Töölön Bucht, sind durch die Stadt spaziert und waren, wie immer beim Italiener (ja, ja Helsinki ist nicht ganz preiswert…).

Obwohles noch hell ist, wie am Nachmittag, bin ich schon total müde und will jetzt ins Bett. Die Nachtaktivste aller Tanzpartnerinnen kann ja noch weitermachen.

OK, habe übernommen. Also heute lernen wir: „Kommst Du tanzen?“ heißt „Tuutko tanssimaan?“ Das wird morgen abgefragt.

Gute Nacht!

Cornelia Wagner mit aufopferungsvoller Unterstützung von Kerstin Kallmann

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Trauer

Orlando

Quelle: Facebook.com/supadance

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir Pinkies & Freund_innen trauern um die, die vielleicht einfach nur „tanzen“ wollten, oder Freunde treffen oder feiern … – aber wahrscheinlich noch viel mehr. Auch wir wollen mehr als tanzen! Wir wollen leben, mit denen die wir lieben, um die wir uns sorgen und mit denen, die für uns da sind – egal welchen Geschlechts, Alters, Herkunft. Wir sind weiterhin erschrocken und immer wütender über Homophobie, Rassismus und Extremismus – egal aus welcher Richtung dies kommt.

Weiteres zu Orlando:

OrlandoII

 

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